Ruhe

Words
291
Reading
2 min
Listen
Play
8y

„Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst sie irgendwo anders zu suchen.“ (Francois de la Rochefoucauld)

Meine Arbeit ist einigermaßen stressig. Jetzt will ich mich nicht über meine Arbeit beschweren, gar nicht. Ich mache meine Arbeit gerne, ich darf behaupten, dass ich einen Beruf ausübe. Nichts desto trotz ist mein Arbeitsalltag recht ambitioniert, Langeweile kommt eher selten auf.
Doch wie alles in dieser Welt, so hat auch meine Arbeit so seine Kehrseite. In meinem Fall, Stress. Vor allem emotionaler Stress.
Da ich ein sehr sensibler Mensch, im positiven Sinne bin, habe ich öfters ein Problem mit vielen Menschen. Blöd nur das mein Beruf Kontakt mit Menschen zu Hauf voraussetzt.
Tja, man zahlt halt für alles einen Preis.
Jetzt macht mir das grundsätzlich nichts aus. Doch wenn man sehr sensibel ist, fallen einem sehr viele Dinge auf. Und desto mehr Menschen, desto mehr Reize. Da wird es dann immer mal nötig abzuschalten, sich zu erholen. Etwas was meine Umwelt nicht so ganz zu verstehen scheint. Verstehen die meisten Menschen ja auch unter sensibel irgendein Weichei das rum heult. Was ja leider auch oft stimmt, schwarze Schafe und Ausreden finden sich leider allzu häufig. Dumm für die, welche es dann tatsächlich betrifft.

Jedenfalls. Es hat einige Zeit gedauert, doch mittlerweile schaffe ich es diese Reizflut meistens zu beherrschen. Beherrschen allerdings nicht im Sinne von unterdrücken, sondern beherrschen im Sinne von kontrollieren.
Mit einem Wort, ansträngend! Doch es wird.

Ich hoffe ihr findet die Ruhe auch in euch selbst damit die Wogen der Welt euch nichts mehr so leicht anhaben können. Nicht im Sinne von „unverwundbar“, nein. Vielmehr im Sinne von ausgeglichen sein.

image.png
Blick von der Wallfahrtsbasilika Maria Plain auf das nächtliche Salzburg. Foto von mir.

LG

Parzifal

Ruhe | Ecency