In jeder Zelle unseres Körpers befindet sich ein Bauplan für den gesamten Organismus – aufgewickelt auf einen Raum, der tausendmal kleiner ist als ein Haar.
DNA besteht aus zwei langen Strängen, die sich wie eine Wendeltreppe umeinander winden. Jeder Strang ist eine Kette aus vier Basen: Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. A paart immer mit T, G immer mit C. Diese Komplementarität ermöglicht die präzise Verdopplung bei der Zellteilung.
Gene werden zunächst in Boten-RNA umgeschrieben (Transkription), die dann an Ribosomen in Aminosäureketten übersetzt wird (Translation). Aus diesen Ketten falten sich Proteine – die molekularen Maschinen des Lebens.
Das menschliche Genom umfasst drei Milliarden Basenpaare und 20.000 bis 25.000 Gene. Überraschend: Nur zwei Prozent der DNA codiert für Proteine. Würde man die DNA einer Zelle strecken, ergäbe sie zwei Meter – in 37 Billionen Zellen zusammen 74 Milliarden Kilometer.
Die CRISPR-Cas9-Technologie ermöglicht es, gezielt einzelne Gene zu verändern. Sie revolutioniert die Medizin – und wirft tiefe ethische Fragen auf.
Die DNA ist das Gedächtnis der Evolution, die Blaupause des Lebens und der Schlüssel zu medizinischen Revolutionen, die erst begonnen haben.
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