Das Wiener Kaffeehaus: Geschichte einer Weltinstitution

Words
212
Reading
1 min
1h
Listen to this post
~1 min

Das Wiener Kaffeehaus: Geschichte einer Weltinstitution

Das Wiener Kaffeehaus: Geschichte einer Weltinstitution


Das Wiener Kaffeehaus ist eine Institution. Nicht nur ein Ort zum Kaffeetrinken, sondern ein Lebensraum, ein Büro für Dichter und Philosophen – seit 2011 UNESCO-Immaterielles Kulturerbe.

Ursprünge

Die Legende verbindet das erste Wiener Kaffeehaus mit den Kaffeesäcken, die 1683 nach der osmanischen Belagerung zurückgelassen wurden. Historisch sicher: Kaffeehäuser entstanden in Wien in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, zeitgleich mit London und Paris.

Das Kaffeehaus als sozialer Raum

Für den Preis einer Tasse durfte man stundenlang sitzen und Zeitungen lesen – das Kaffeehaus hielt oft Dutzende nationaler und internationaler Zeitungen vor. Es war ein demokratischer Ort: Adel und Bürgertum, Künstler und Handwerker trafen aufeinander.

Signmund Freud, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig – sie alle hatten ihre Stammcafés, wo sie schrieben und diskutierten.

Die goldene Ära

Die Blütezeit war die Jahrhundertwende. Das Café Central, Café Landtmann, Café Hawelka – jedes hatte sein eigenes Milieu. Der Erste Weltkrieg und die Emigrationswelle nach 1938 beraubten viele Cafés ihrer Stammgäste.

Heute

Das Wiener Kaffeehaus existiert noch. Stundenlang mit einer Melange sitzen, ohne bestellt zu werden – das ist noch möglich.

Das Wiener Kaffeehaus ist ein Modell für öffentlichen Raum – ein Ort, an dem Gesellschaft entsteht und Ideen reifen.


Dieser Beitrag wurde mit wissenschaftlichen Quellen erstellt.

Das Wiener Kaffeehaus: Geschichte einer Weltinstitution | Ecency