Sehend blind zu sein

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Eine von Gott gegebene Gabe oder doch eher eine ansteckende Krankheit?

Vorwort:

Auch der heutige #Gemischtwarenladen beschäftigt sich wieder mit einem Thema, welches uns nicht gänzlich unbekannt sein sollte. Waren es zuletzt die gewöhnlichen Tage mit ihren ständig wechselnden Gesichtern, oder der Irrsinn in seiner wunderbaren Vielfalt, so wende ich mich heute einer Fähigkeit zu, die auch ohne Hochschulabschluss praktizierbar scheint.
Zur Auflockerung lege ich einige Fotodokumente aus meiner direkten Nachbarschaft bei, die vom Thema nicht allzu weit entfernt sind. Was für den einen Schrott zu sein scheint, bezeichnet der andere als sein gemütliches Zuhause.
Viel Vergnügen.

alt

Es kann dich, mich, den Irren, den Wirren, den ewigen Besserwisser – allerdings nur in wenigen Ausnahmefällen, auch den Experten in Bezug auf Ignoranz heimsuchen.
Man will von der einen auf die anderen Sekunde mit der Realität einfach nichts mehr zu tun haben. Es geht sogar so weit, dass der Agierende sich zu der Behauptung hinreißen lässt, der Wirklichkeit und den ihr anhaftenden Tatsachen noch nie zuvor im Leben begegnet zu sein. An diese Aussage schließen dann auch weder das ‘Wenn’ noch das ‘Aber’ an. Man hat sich entschlossen (aus welchem Anlass auch immer), ohne lange Umwege, in den so attraktiv erscheinenden Zustand »Sehend-Blind« zu wechseln.

Somit konträr in der Verhaltensweise zum namens ähnlichen Artverwandten mit der gelben Armbinde, den drei schwarzen Punkten auf jener und dem weißen Langstock. Da diese Gruppe von Nichtsehenden möglichst bei jeder Gelegenheit bemüht scheint, die Realität nur ja nicht aus dem Auge zu verlieren.
(Anm. d. Autors: Über die politisch korrekte Einordnung dieser Formulierung mögen sich die den Kopf zerbrechen, die bislang der Realität nicht entfliehen konnten.)
Denn dies könnte die Sturzgefahr in jeglicher Hinsicht signifikant erhöhen. Zudem scheint der von andauernder Dunkelheit Umgebene sich grundlegend mit den nackten Tatsachen abgefunden zu haben, die unsereiner von heute auf morgen ins Reich der Fantastereien verschiebt.

Um dem Krankheitsbild »Realitätsverlust« (wobei der Verlust mir hier fehl am Platz scheint) ein Gesicht zu verleihen, es rundweg anschaulicher zu gestalten, greife ich zur Krankenakte »Olaf Scholz«. Beim ersten, noch oberflächlichen Blick in die Dokumentation, ein Patient wie du und ich. Allerdings (und das macht den Fall so besonders) mit dem notorischen Hang, seinen inzwischen voluminös beachtlichen Abstand zur Realität, via Medien Tag für Tag dokumentieren zu wollen. Ähnlich den Protagonisten bei diesen Realityshows von RTL, SAT.1 oder wie auch immer das Auffanglager für Schwachköpfe sich nennen mag, die vor Drehbeginn vorsorglich auch noch von den letzten Körnern ihres Verstandes befreit werden.

Der Privatpatient Scholz (seit nunmehr fast zwei Jahren auf der geschlossenen Station »Kanzleramt«) hat sich, so aus der Akte zu entnehmen, überraschend schnell, nach der Übernahme eines öffentlich erteilten Mandats, von der Wahrnehmung der Realität verabschiedet. Seither zieht er seine Lebensenergie aus einem unschuldig wirkenden Lächeln und eigenen Wortbeiträgen, die nicht nur ausschließlich auf eine rosige Zukunft, sondern auch Hoffnung darauf machen, im kommenden Jahr Weihnachten und Ostern gleichzeitig feiern zu dürfen.

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Wie rasend schnell der Realitätsverlust zu einer Pandemie werden kann, macht sich deutlich an der Umfrage an einem sonnigen Samstagmorgen auf deutschen Marktplätzen. Die immer gleichlautende Frage an den Zweibeiner, der sich gerade nicht zwischen Möhre, Karotte oder Pastinake entscheiden kann: **»Wenn Ihnen jemand verspricht, dass die Zukunft rosig wird und wir am 1. Mai Weihnachten und Ostern auf einen Tag feiern – würden sie den als Bundeskanzler wählen?«

Zwei Antworten auf diese Frage sollten ausreichen, um zu verdeutlichen, welch unterschiedliches Gefahrenpotenzial in der hier angesprochenen Krankheit sich zu verstecken weiß.
Den Anfang macht Margot L. aus Mettlach, die sich kurz entschlossen für die Karotte entschied und nun lediglich noch die Mettwürste beim Metzger besorgen muss, da samstags stets der Eintopf den Speiseplan bestimmt: »Wie kann man nur so ein blödes Zeug fragen? Klar, wie Kloßbrühe würde ich denjenigen wählen. Endlich mal einer, der weiß, was der ‚Kleine Mann‘ will.«

Zwar ähnlich einzuordnen, jedoch in der Formulierung seiner Begeisterung abweichend von Margot L., gibt sich Friedemann Z. aus Worms. Er formuliert es so (gibt jedoch sofort zu bedenken, wenig Zeit zu haben, da er mit seinem Kumpel Bertram zum Frühschoppen verabredet sei): »Was das Kuddelmuddel am 1. Mai angeht, bin ich zwar skeptisch, ist mir aber anderseits egal, da ich längst in Rente bin. Müsste ich noch auf die Schicht, würde es sich niemand herausnehmen, mir einfach so 4 freie Tage zu stehlen. Da es jedoch hier stramm in Richtung rosige Zukunft geht, würde ich dafür plädieren, für den Kandidaten das Wahlalter auf 12 Jahre absenken lassen. Auf was Rosiges warte ich nämlich bereits seit einer kleinen Ewigkeit.«

alt

Oftmals stolpert der Detail versessene Ursachen-Forscher im Laufe seiner Recherchen bezüglich des »Sehend-blind-seins« über die beinahe schon verharmlosende Herabstufung, dieser eigentlich schwer zu behandelnden Krankheit, auf das Niveau einer triefenden Nase. Einfach, indem leichtsinnigerweise behauptet wird, es handele sich schließlich nur (in Anführungszeichen) um eine gebräuchliche Metapher. Letztlich sei es nämlich unmöglich, sehen zu können und gleichzeitig blind zu sein.

Wer solchen Unfug gezielt medial verbreitet, wurde entweder mehrfach mit dem BioNTech-Impfstoff gegen Corona geimpft oder war noch nie (wenn auch nur zu Besuch) auf der Krankenstation »Kanzleramt«. Alles würde in dem Fall nämlich darauf hindeuten, dass der Patient Scholz seinen Realitätsverlust absichtlich herbeigeführt habe. Hier melde ich allerdings erhebliche Zweifel an, da wir noch alle dessen letzte Regierungserklärung im Ohr haben.

Da ich keinen Rundfunkbeitrag bezahle, ist das Video bei mir in Kroatien nur über YouTube zu sehen. Reinschauen lohnt sich trotzdem.

Was spricht noch gegen die Metapher-Variante?
Unzweifelhaft die Hinzunahme der Erkenntnisse, aus den Beobachtungen von Mitarbeitern aus dem engsten Umfeld des Patienten »Olaf Scholz«. Ich picke mir wahllos drei akut zu behandelnde Fälle heraus.

1. Problemfall Annalena Baerbock:
Diese Frau geriet bereits 2021 in den Fokus der Experten für einen anzunehmenden Realitätsverlust. Erste, markante Auffälligkeiten ließ sie mit der Veröffentlichung eines Lebenslaufes erkennen, der in seiner Interpretation dem Begriff Euphemismus in die Top 10 der gebräuchlichsten Wörter verhalf. Dazu gesellten sich seltsam große schwarze Flecken in ihrer privaten Buchführung. Ersichtlich in der Rubrik „Nebeneinkünfte“. Wenn man dann auch noch daran erinnert werden muss, mit Tempo 100 durch die Stadt gebrettert zu sein, schrillen in der Berliner Charité die Alarmglocken.
(Anmerkung zum besseren Verständnis: ich lungere in der Akte noch immer im Jahr 2021. Die folgenden Jahre einzubeziehen, würde den verfügbaren Rahmen sprengen.)

2. Patient Christian Lindner:
Ein schwer zu behandelnder Fall, (dieses Mal aus dem Jahr 2022), da der Mann sich standhaft weigert, die Rolle des hochgradig Betroffenen in Sachen Realitätsverlust anzunehmen. Wohl mit Ausschlag gebend, für diese Form der Starrköpfigkeit, scheint seine Zwangsheirat mit Frau Baerbock und der ihr anhängenden Sippschaft.
Viel lieber hätte Herr Lindner nämlich seine große Liebe, Friedrich Merz, geehelicht.
So befreite er sich von der schnöden Realität, lernte den Porsche-Fahrer Oliver Blume kennen, hinterließ dem Benzin-Liebhaber seine Telefonnummer und versprach ihm ganz nebenbei, dass er seinen Verbrenner noch bis ans Ende alle Tage durch die Lande kutschieren dürfe. Dafür werde er persönlich sorgen.
Fachärzte sprechen hier von »sehend blind werden« mit angehängtem »Weihnachtsmann-Syndrom«.
Da Lindner seit seinem Ausstieg aus der Realität zudem dem Wahn anheimgefallen ist, der auserwählte Finanzexperte zu sein, klingelt er in seiner Freizeit bestens gelaunt bei Banken an und erkundigt sich, wie das eigentlich mit einer Null-Zins-Finanzierung für seine neue Hütte stünde, die seinem Porsche ‘Targa’ als Unterschlupf dienen soll.

3. Der Dauerbrenner unter den Sehend-Blinden, Robert Habeck:
Bei diesem Patienten eine zeitliche Zuordnung zu benennen, fällt schwer. Es gibt unter den Neurophysiologen welche, die behaupten, Habeck habe sich bereits mit seiner Behauptung „Unter dem Gully liegt das Meer“ extrem der Spur neben der Realität genähert. Dem möchte ich widersprechen. Für mich offenbarte diese heimtückische Krankheit all ihre Facetten, als dieser Habeck über Nacht den Schlüsselbund mit all den Türöffnern der längs geschlossenen AKW’s aus der Tasche zog.
Gleichzeitig verrannte sich der Patient im Glauben daran, als Schuhputzer auf der arabischen Halbinsel mit mehr als einem überteuerten Gasfeuerzeug das heimische Gefilde ansteuern zu können.
Die Krankenakte zum Überquellen brachte die Behauptung, nicht geahnt zu haben, mit Jennifer Morgan und Patrick Graichen, den Lobbyisten schlechthin, den Übergang zum Staatssalär zu verschaffen.

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Noch sitze ich hier, im Aktenkeller der Berliner Charité. Konnte zwar mehr über das Krankheitsbild »Sehend-blind-sein«, in Erfahrung bringen, weiß jedoch immer noch nicht so wirklich, wie ich dabei mein eigenes Krankheitsbild einzuschätzen habe?

Bisher habe ich nämlich grundsätzlich die Waschmaschine oder meine Frau dafür verantwortlich gemacht, wenn eine meiner Socken vom Bosch Vollautomat bis zur Wäscheleine nicht mehr auffindbar war. Seit ein paar Tagen habe ich mich jedoch mit der Möglichkeit angefreundet, dass die Socke sich auf einer Tagung aufhalten könnte, die derzeit in Toronto stattfindet. Dort beschäftigt man sich intensivst mit der Erforschung vom Geruchsverlust einer Socke auf ihrer Reise zwischen Fuß und Wäscheklammer. Eine Nachfrage bei der Firma Bosch untermauerte zwar meine Vermutung – doch bleibt noch immer die Frage, wer dem bislang zuverlässig agierenden Aroma-Sammler das Flugticket bis Kanada gezahlt hat? Und wer kommt überhaupt für den Rückflug auf?

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Ich schließe besser jetzt den #Gemischtwarenladen, denn ich erwarte einen Anruf aus der Deutschen Botschaft in Kanada, wo eine klamme Socke dringend an die Leine möchte.

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