… und dann ist der letzte Stein gesetzt.

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Die Sandsteinmauer 2. Teil

Kurze Einleitung:
Wer sich augenblicklich die Frage stellt, worum und wen es sich in diesem Beitrag überhaupt dreht, dem kann ich mit diesem Link auf die Sprünge helfen.

https://new.hive.blog/hive-121566/@w74/die-sandsteinmauer-inkl-folgen

Wem dagegen das Vergessen zum treuen Begleiter geworden ist, dem fasse ich den 1. Teil mit wenigen Worten zusammen.
Um ein ganz bestimmtes Fahrrad finanzieren zu können, ließ ich mich leichtsinnigerweise auf einen Deal mit meinen Eltern ein, der mir das benötigte “Kleingeld” einbringen sollte - unter der Bedingung, dass ich mich zuvor als Handlanger auf der Baustelle vor unserem Haus körperlich einbringe. Was folgte, waren drei Tage Teamarbeit mit Walter und Theo (beide wahre Meister im Umgang mit der Maurerkelle). Ganz nebenbei entpuppten sich die beiden Sandsteinstapler als exzellente Nachhilfelehrer bezüglich der verschiedensten Möglichkeiten, Job und Freizeit zwar nicht unter einen Hut, aber dafür richtig abwechslungsreich zu gestalten.
Das hätte mein Vater nie und nimmer so gut hinbekommen!


Weiterhin beste Unterhaltung
alt

Äußerst spannend verfolgte ich aber auch den Meinungsaustausch zwischen den beiden, als es um die Bedienung im »Kurzen Eck« ging, die, soweit ich es herausfiltern konnte, erst seit ein paar Wochen ihren Dienst hinter und vor dem Tresen verrichtet. Behilflich wäre es wohl in diesem Zusammenhang, die Information einzustreuen, dass es sich bei dem »Kurzen Eck« um eine recht gut frequentierte Kneipe in der Innenstadt handelt. Die Frau, um die es in diesem ausgedehnten Diskurs ging, heißt wohl Monika und hatte damals (laut meinen Teamkollegen) Kurven exakt dort, wo eine Frau Kurven haben sollte. Diese geometrische Einbeziehung, die weibliche Topografie betreffend, rief Bilder von den Frauen vor mein inneres Auge, die üblicherweise in recht kurzen Abständen in jenen Tagen meine Wege kreuzen. Ganz weit vorn in der recht übersichtlichen Reihe stand natürlich meine Mutter, bei der ich jedoch nichts wirklich Kurviges ausmachen konnte. Von ihr wusste ich lediglich, dass sie während der endlosen Telefonate mit ihrer Freundin nie die Kurve bekommt, und endlich den Hörer auflegt. Bei meinen beiden Omas konnte ich zwar eine Biegung des Rückens ausmachen – aber das als Kurve zu bezeichnen, da war ich mir nicht ganz sicher. Während es sich bei Doris, also unserer Nachbarin, dann doch bereits dem Kurvigen annähern konnte. Das Problem bei ihr war lediglich, dass ich aus dem Fenster meines Zimmers meist nur einen Blick auf ihren Hintern werfen konnte, da sie entweder in gebückter Haltung die Stufen der Außentreppe putzte oder in selbiger Haltung den Vorgarten vom ewig sprießenden Unkraut befreite. Jetzt war nur noch zu klären, ob rund einen Kreis darstellt oder darüber hinaus als Kurve durchgewinkt werden kann. Je länger ich darüber nachdachte, desto stärker rückte die Kurve in den Hintergrund und die Kugel (der Globus) übernahm die Rolle im Wettrennen der geometrischen Formen.

Zu meinem Glück hatte sich aber noch Lisa vor meinem inneren Auge eingereiht. Sie ist die ältere Schwester von Lars, einem meiner Kumpels. Lisa geizte nicht selten mit ihren weiblichen Reizen, insbesondere, wenn sie auf Geburtstagsfesten leicht provokant schnippische Bemerkungen einstreute wie: „Außer an Fußbällen interessieren euch wohl keine Rundungen.“
Mit dieser Einschätzung (nur wusste das Lisa nicht) lag sie so was von daneben, wie man es sich kaum vorstellen mag. Denn nichts wäre mir lieber gewesen, als vom Fußball zum Handball zu wechseln. Allein die Vorstellung, Hand an das anzulegen, was die meiste Zeit vom Stoff eines T-Shirts oder einer Bluse überdeckt war, ließ regelmäßig das Tohuwabohu in meiner Gedankenwelt die Regie übernehmen. Jedoch mangelte es mir bis dahin an der Portion Mut und Selbstvertrauen, die es braucht, um die Erlaubnis einzuholen, die beiden Bälle auf ihre Konsistenz zu testen.

Vielleicht war es aber auch der Bruder, der mir für den Versuch einer Annäherung an Lisa, den allseits berüchtigten Hemmschuh überstreifte, indem er mir riet: „Lass nur ja die Finger von der blöden Kuh. Die weiß immer alles besser, macht einem das Leben zur Hölle und redet nur Scheiß. Tu dir das also bloß nicht an. Und das sage ich dir im Vertrauen und als dein Kumpel.“ Ab dem Moment war ich zwiegespalten. Trotz des nachdenklich stimmenden Beipackzettels die Annäherung zuversichtlich anzugehen, oder doch vorerst weiter dem Fußball den Vorzug zu gewähren. Zwiegespaltene Menschen erreichen zwar nur selten ein Ziel, sind aber nicht so blind, um zu erkennen, dass Lisa ihre Kurven nicht zu verstecken versucht und möglicherweise auch nicht abgeneigt scheint, mit mir einen Probedurchgang in Angriff zu nehmen.

Dass jedoch die Kurven an der richtigen Stelle nicht ausschließlich im Straßenverkehr erkannt, sondern auch mit einer genaueren Betrachtung beim Hingucker kleine innere Beben auszulösen vermögen, erfuhr ich zwischen verbauten und unverbauten Sandsteinen, einer Ladung Beton in der Schubkarre und zwei Schwarzarbeitern mit viel Lebenserfahrung. Walter schilderte seine Erfahrungen aus der Sicht des Kneipenbesuchers, der stets den Platz an der Theke sucht, da er dort näher am Zapfhahn sitzt und es mit dem Nachschub flotter von der Hand geht, während Theo sich lieber an einem der Tische im »Kurzen Eck« niederlässt, um freie Sicht auf das komplette Geschehen zu haben.

Der Mann mit Stammplatz am Tresen, so bekam ich zu hören, fiebert den Momenten entgegen, wenn Monika nach einem Saft, Sprudel oder einer Flasche Schnaps aus den Kühlelementen im Unterbau der Theke greifen muss. Dann ist nämlich das Bücken des Oberkörpers angesagt. Eine Körperbewegung, die (insbesondere, wenn praktiziert von Exemplaren mit weiblichen Reizen und Kurven) dem wissbegierigen Betrachter jedes Mal aufs Neue veranschaulicht, wie das Ding mit der Erdanziehung ohne die Verwendung komplizierter Formeln (FG = γ * m1 * m2 * r-2 ) am lebenden Objekt funktioniert.

altWalters wissenschaftliche Erkenntnisse aus einer monatelangen Forschungsarbeit können in etwa wie folgt zusammengefasst werden: Kommt Monika dem Wunsch des Gastes nach, dem gezapften Pils noch einen eisgekühlten Aquavit zur Seite zu stellen, schließt sich unweigerlich der routinierte Griff nach dem Hochprozentigen im Kühl- oder Eisfach an. Da diese aber meist im unteren Bereich eingebaut sind, bleibt der, ihrer Rolle als Wunscherfüllerin Unbewussten, keine andere Wahl, als entweder in die tiefe Hocke zu gehen oder, ohne die Kniegelenke zu strapazieren, den Rücken zu beugen. Monika gehört offensichtlich zu der Gruppe, die volles Vertrauen in ihre Bandscheiben und deren benachbarte Muskeln hat. (Was dem Wissenschaftler jenseits des Zapfhahns sehr entgegenkommt.)

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, da eruiert werden muss, wo und woran die Gravitation am deutlichsten nachweisbar ist. Würde man einer Umfrage folgen, bei der ausschließlich Frauen um ihre Erfahrungen gebeten werden, nähme wohl die Tatsache, dass einem die Haare wie ein Schleier vor die Augen und die Nase fallen, den vordersten Rang ein. Erkundigt man sich jedoch bei Walter, stünde ein Wechsel an der Spitze dieser Rangordnung an. Der Kenner des angerührten Betons erkennt eindeutig (O-Ton Walter) die Melonen als Paradebeispiel für eine funktionierende Erdanziehung. Denn, so der Fruchtexperte, beim Bücken lösen sich die Dinger nahezu vollständig aus ihrer textilen Umklammerung und warten nur darauf, von seinen Händen sanft aufgefangen (geerntet) zu werden.

Auch ohne mir eine verbale Bestätigung für meine Vermutung einzuholen, ordnete ich Walters Objekte der Begierde, also Monikas Melonen, als das ein, was ich (zumindest seit Abschluss meines ersten Lebensjahrs) noch nie berühren durfte – die weiblichen Brüste. Ich hegte aber auch größte Zweifel daran, ob Lisa sonderlich davon begeistert wäre, wenn ich sie bitten würde, ihre Melonen auf den aktuellen Reifezustand von mir testen zu lassen. Völlig außer Kontrolle könnte ein solcher Vorstoß geraten, erfolge die Rückfrage, welcher Sorte aus der Familie der Cucumis ich auf der Spur sei. Es böte sich ein reichhaltiges Angebot, welches die Charantais, die Cantaloupe, die Futuro, die Galia oder auch die Wassermelone umfasst. Letztere fiele wohl mit einer ersten visuellen Abschätzung auf die beiden Hügel unter Lisas T-Shirt aus dem Angebot. Als Hoffnungsschimmer bezüglich empfindlicher Feinkost verblieben mir dann nur noch die Honigmelonen. Doch mögen die Zweifel nicht weichen, ob der Erfolgschancen dieser Bitte (Herangehensweise).

alt

Doch unendliche Weiten tun sich auf, zwischen Walters Erlebnissen an der Obst- und Gemüse-Theke und den Beobachtungen seines Arbeitskollegen Theo, der es sich dann auch nicht nehmen ließ, das zum Besten zu geben, wie er seine Begegnungen mit Monika im »Kurzen Eck« erlebt und genießt. Wie bereits erwähnt, hält er stets Ausschau nach einem freien Platz an einem der Tische, die kunterbunt verteilt in der Gaststätte platziert sind. Aber, und dies erachtet Theo als alternativlos, soll es nicht ein beliebiger Tisch sein, der die besten Voraussetzungen für großes Kino verspricht. Was diese Möbelstücke angeht, bieten sich nämlich zwei Varianten, die sich nicht nur in der Anzahl ihrer Beine, sondern auch noch in ihrer Bauhöhe unterscheiden. Als da wären: das einbeinige Exemplar, dem zur Standfestigkeit eine runde Eisenscheibe unter dem Fuß verschraubt wurde, und das mit seinen 1,50m Höhe regelrecht nach flankierenden Barhockern verlangt, während das vierbeinige Modell sich mit 80 cm zufriedengibt und daher bestens nahe den in die Wände verbauten Holzbänken aufgehoben ist. Theos suchender Blick konzentriert sich uneingeschränkt auf die kleinwüchsigen Möbelstücke. Ist einmal die Entscheidung für eine zeitlich begrenzte „Niederlassung“ getroffen, bekommt das kälteempfindliche Hinterteil noch ein Flachkissenpolster untergeschoben und das Warten auf Monika geht in die erste Runde.

Kaum hat sich die Lunge an die doch etwas stickige Kneipenluft gewöhnt, nähert sich auch schon das zweibeinige Objekt der Begierde – nicht nur mit einem freundlichen Lächeln im Antlitz, sondern auch mit der Frage: „Wie immer?“ Theo will da in nichts nachstehen und versucht sich auch dual, indem er sein bestes Lächeln ausgräbt, und gleichzeitig die ihm gestellte Frage mit einem Kopfnicken beantwortet. Da, vergleichbar mit einem Ring- oder Boxkampf, zwischen den einzelnen Runden eine Pause eingelegt wird, und sich das auch im »Kurzen Eck« nicht anders verhält, nutzt Theo diese, um zu erkunden, ob sich irgendwelche ihm bekannten Gesichter ins Halbdunkel des Gastraums verirrt haben.

Doch kann er lediglich seinen Partner vom freischaffenden Bund der betonverarbeitenden Schwarzarbeiter ausmachen, der, ihm den Rücken zugewandt, an der Theke, direkt vor dem Zapfhahn sitzt. Und an diesem Bühnenbild wird sich auch so schnell nichts ändern. Dass man sich zusammensetzen würde, um eventuell noch Pläne für die kommenden Tage auszuarbeiten, halten beide Akteure für vollkommen ausgeschlossen, da man sich längst einig ist, Sand und Zement nicht mit Bier zu mischen. Da auch von anderer Seite kein aufgezwungenes Kneipengespräch zu befürchten ist, kann sich der Mann mit dem abgepolsterten Hintern in jeder Hinsicht (im variablen Sinne des Wortes) auf die zweite Runde vorbereiten.

Die gilt in dem Augenblick als eingeläutet, wenn Monika sich ihren Weg vom Tresen durch das plaudernde Kneipenpublikum zum wartenden Gast bahnt. Mit dabei: das nahezu unverwüstliche Tragetablett aus rostfreiem Edelstahl mit rutschfester Auflage, ein frisch gezapftes Pils und ein Doppelkorn im dickwandigen Schnapsglas, welches, laut Herstellerangaben, die Temperatur des Getränks möglichst lange auf dem gleichen Level halten soll, obwohl (welch Paradox) der Hochprozentige in der Regel mit einem Schluck hinter die Binsen gegossen wird. Doch rücken solch skurrile Entdeckungen aus dem Sortiment der deutschen Erfinderkunst schnell in den unzulänglich ausgeleuchteten Hintergrund, wenn die Zustellerin der kristallklaren Flüssigkeiten alle Kurven dort vorweisen kann, wo sie exakt am weiblichen Körper hingehören, und, gewissermaßen als Zugabe, noch zwei einigermaßen gut verpackte Objekte voller Stolz mit sich trägt, die es mit Leichtigkeit schaffen, die männliche, eher schlicht und übersichtlich strukturierte Gedankenwelt in ein schier unentwirrbares Gedankenchaos zu stürzen.

Dass das Szenario bei Theo unweigerlich eine enorme Spannung aufbaut, was leicht an der Art und Weise auszumachen ist, wie er seinen Oberkörper mit einem tiefen Einatmen regelrecht aufbäumt, wäre für den stillen Beobachter problemlos zu erkennen. Vollkommen Gegensätzliches spielt sich derweil in Monikas Körper ab, der bereits, knapp oberhalb des rechten Knies, Kontakt mit der Tischplatte aufgenommen hat. Weder ist ihr eine erkennbare Anspannung anzumerken, noch scheint sie das Bedürfnis zum tiefen Durchatmen zu verspüren. Stattdessen beugt sie sich nach vorn, platziert einen Bierdeckel auf die Holzplatte, stellt das frisch gezapfte Pils mittig auf den Filz, und rundet das Prozedere mit der Übergabe des Schnapsglases an den Gast ab. Kaum hat sie, wie bereits unzählige Male zuvor, dem Gast mit dem Substantiv »Prost« ein gutes Bekommen gewünscht, richtet sich auch der Oberkörper aus der Beugung in die Senkrechte. Keine zwei Sekunden vergehen und der „so Bediente“ kann mit der Verarbeitung dessen beginnen, was ihm kurz zuvor vor Augen geführt wurde. Doch bevor diese Maschinerie ins Rollen kommt, untermauert Theo mit einem Kennerblick auf den sich zügig entfernenden Po der Servicekraft seine Einschätzung über Gottes glückliches Händchen beim Erstellen des Bauplans eines weiblichen Körpers.
Während Monika höchstwahrscheinlich wieder nach einer Flasche Saft, Sprudel oder Schnaps im Kühlfach greift, bringt Theo eine erste Reprise vor dem inneren Auge von all dem zum Laufen, was seine namentlich verwandten Sinnesorgane, rechts und links der Nase, zuvor aufgezeichnet haben.

Nahe der stündlich weiterwachsenden Stützmauer vor meinem Elternhaus fasste dann der Kneipengänger seinen Kurzfilm (jedoch mit Potenzial zum abendfüllenden Kassenschlager) mit einem Satz zusammen: „Das ist, als stündest du im Mittelgebirge und dir bietet sich zwischen zwei Hügeln das Tal mit der freien Sicht bis tief in den Schwarzwald.“
Nach all den verbrachten Arbeitsstunden mit den beiden Maurspechten und den eingeflochtenen Pausen, war mir auch hier vom ersten Moment an klar, von welchem Mittelgebirge hier die Rede war. Allerdings stellte mich der erwähnte Blick bis tief in den Schwarzwald dennoch vor ein Rätsel. Des Rätsels Lösung ließ aber nicht lange auf sich warten. Sie erfolgte in Form einer Berichtigung von Walters Seite an die Adresse seines Kollegen. „Wieso Schwarzwald? Monika ist doch blond.“ Die locker aus dem Ärmel geschüttelte Retour kam prompt: „Von wegen blond. Du sollst ihr vielleicht nicht nur auf die Melonen klotzen. Wirf lieber mal einen Blick auf die Augenbrauen. Die sind nämlich dunkel. Also liege ich mit meinem Schwarzwald nicht gänzlich falsch.“

Auf mich wirkte die nun einsetzende verbale Funkstille, als wären beide kurzfristig abgetaucht in dem, was vom jeweiligen Bodyscan an der Bediensteten im »Kurzen Eck« separat abgespeichert wurde – plus all dem, was die eigene Fantasie in der Nachbearbeitung noch beisteuerte. Diese Stille verschaffte mir die Möglichkeit, meine Erinnerungen nach prägnanten Farbunterschieden bezüglich Lisas Körperbehaarung zu durchforsten. Das Ergebnis jener Forschungsarbeit konnte getrost mit dem Prädikat „ergebnislos“ in der Ablage verschwinden. War das jetzt dunkelblond oder fast schon braun? Festlegen konnte ich mich jedenfalls nicht. Um ganz ehrlich zu sein, hatte mich dieser Fakt bis zu diesem Gespräch neben Beton und Sandsteinen auch nicht wirklich interessiert. Weit, weit vor der Definition der Haarfarbe, dominierten meine Sehnsüchte den Wunsch nach intensiven Küssen und dem erlaubten Abtasten eines weiblichen Körpers von bis …
Welcher Fichten-, Pinien-, Eichen- oder Mischwald sich hinter dem Schutz von Lisas Unterhose verbergen mochte – darüber zu spekulieren, wäre zwar im Bereich des Machbaren gewesen, hätte mir aber mit Sicherheit eine äußerst unruhige Nacht beschert.

Zu meiner Überraschung wurde das Thema »Monika – Kurven – Früchte und Wälder« auf sehr diplomatischem Weg vom Diskussionstablett genommen. Es genügte ein von beiden Seiten wohl annehmbarer Vorschlag, der von Walter beigesteuert wurde: „Man sollte sie einfach mal fragen.“ Auf das Festlegen eines genauen Zeitpunktes für die Befragung, wurde (aus mir unbekanntem Grund) jedoch verzichtet.

Wären es lediglich die Trink- und Esspausen gewesen, denen ich beim Bau der Stützmauer hätte beiwohnen können, gegen eine mehrwöchige Mitgliedschaft im Team der Schwarzarbeiter wäre nichts einzuwenden gewesen. Doch, so überwog ein Hauch von Erleichterung, als ich am späten Nachmittag des dritten Arbeitstages, die letzte Fuhre Beton und Mauersteine zu den beiden Kellenschwingern karrte. Im Anschluss floss das Wasser aus dem Gartenschlauch nicht mehr auf ein Gemisch aus Sand und Zement, sondern in die noch immer rotierende, jetzt aber leere Mischmaschine. Kaum war die Reinigungsarbeit abgeschlossen, konnte der Stecker gezogen werden.

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Theos letzter Besuch auf unserer Kellertoilette endete damit, dass er, nicht wie bis dahin und in stillem Gehorsam gegenüber meiner Mutter, zwei, sondern drei Flaschen Bier mit an die frische Luft trug. Es folgte die übliche, kurze Hebelbewegung mit der nun beschäftigungslosen Kelle, und die dritte Flasche wurde mir ohne lästigen Kronverschluss in die Hand gedrückt. Der Kommentar zu dieser Übergabe kam einer Wertschätzung gleich (und dieses Mal im Dialekt): „So, mei Gudder, die doo haschde da wahrhaffdisch verdient.“ In diesem Augenblick hätte ich mir echt vorstellen können, eine Karriere als Schwarzarbeiter in Angriff zu nehmen. Dass es dazu dann doch nicht kam, hat wohl zum großen Teil damit zu tun, dass ich ab dem nächsten Tag allein vor einer Stützmauer saß und etwas so absolut Hirnloses tat, was sogar das samstägliche Waschen des Autos und das Kehren des Bürgersteigs übertreffen sollte. Ich musste den Raum zwischen den Sandsteinen in der Mauer mutterseelenallein verfugen. Das war dann wahrlich die Höchststrafe!

Jetzt nur noch schnell weg von der Baustelle

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… und dann ist der letzte Stein gesetzt. | Ecency