Zusammengefasst bringt dir Mobility-Training folgende Vorteile:
Zwar hatte sich mein Verhältnis zu Sport mit Studienbeginn grundlegend geändert, aber ich war noch nicht da angekommen, wo ich heute bin. Beweglichkeitstraining war mir fremd. Mit Yoga konnte ich auch nicht anfangen. Es brauchte schließlich einen Bandscheibenvorfall, dass ich über meinen Tellerrand zu schauen begann. Ich informierte mich über Möglichkeiten, zusätzlich zur Physiotherapie etwas zu tun. Schließlich war ich ja schon so sportlich und ein Bandscheibenvorfall die reinste Frechheit!
So stoß ich zuerst auf Faszientraining - damals im deutschen Sprachraum noch völlig unbekannt. Das war zeitgleich mein erster zaghafter Schritt in Richtung Mobility-Training.
Ich begann, fasziale Dehnübungen in meine tägliche Morgenroutine einzubauen und versuchte, das erste Mal seit meiner Kindheit, in der Hocke zu sitzen. Ich kam nicht mal annähernd runter, mein Rücken brannte, meine Fersen hoben sofort vom Boden ab und ich kippte nach hinten um.
Mein Ehrgeiz war geweckt! Gibt's doch nicht, dass so etwas Einfaches wie Hocke sitzen nicht geht! Ich setzte mir also dieses Ziel und zwang mich regelrecht zwei Mal täglich in die Position.
Zwei Mal täglich beim Zähneputzen versuchte ich, mit dem Hintern weiter unten sitzen zu können, ohne umzukippen. Ich musste mich am Klodeckel anhalten und nach den ca. 4min half mir nur ein beherzter Griff zum Waschbecken wieder auf.
Schwerstarbeit, aber ich blieb dran!
Jede Woche fiel es mir etwas leichter und leichter und leichter, bis es nach ca. 9 Monaten so weit war - ich saß in der Hocke wie eine Eins!
Seitdem ist das meine absolut liebste Entspannungsposition. Ich sitze sogar meistens auf meinem Bürosessel in der Hocke. "Use it or lose it" 😉
In Teil III möchte ich euch einfache Screening-Methoden vorstellen, damit ihr selbst ermitteln könnt, wie beweglich ihr seid.