Im Jahr 2007 platzte die Hypothekenblase und löste ein Jahr später eine verheerende Finanzkrise aus. Die Krise von damals ist lange nicht vorbei, sondern mit beispiellosen Rettungsmaßnahmen wurde das Platzen der Blase weit in die Zukunft verschoben. Dabei wurde die Blase noch weiter aufgepumpt. Die Auswirkungen des Crashs werden daher enorm sein.
Ein paar Fakten:
Seit 2008 ist die Weltwirtschaft um 45% geachsen. Die weltweiten Verbindlichkeiten dagegen um über 500%.
Die Bilanzsumme systemrelevanter Banken hat sich um das doppelte aufgebläht.
Banken vertrauen sich untereinander nicht mehr. Am 18. September hat die FED 128 Mrd. USD in den Markt gepumpt und vermutlich Banken faule Kredite abgekauft, um die Tageszinsen zu senken und die Märkte zu beruhigen. Auch wenn es offiziell andere Erklärungen dafür gibt. Eine Maßnahme, die zuletzt vor 10 Jahren geleistet wurde.
In der Eurozone ist die Situation noch viel schlimmer, da die Zinsen seit Jahren auf 0%, teilweise im Minusbereich ist. Welche Handlungsmöglichkeit hat eine EZB bei einer Rezession, wenn die Zinsen schon auf Null sind, wenn die Wirtschaft angeblich so brummt?
In Deutschland sieht die Zukunft wohl am schlimmsten aus. In D hat man es komplett versäumt in die Zukunft zu investieren. Ein Vergleich:
In vergangen Jahren haben Venture Capital Fonds 100 Mio Euro in Zukunftstechnologien investiert. China im gleichen Zeitraum 480 Mrd. Dollar. Also fast das 5000-fache.
Die weltweite Immobilienblase zeigt erste Anzeichen vor dem Platzen zu sein. In Vancouver fielen die Preise um 8%, Stockholm um 9% vergangenes Jahr.
Die Bundesbank möchte Minuszinsen für Immobilienkredite einführen. Wie krank ist das denn?
Der faire Wert von Immobilien, gemessen am Durchschnittseinkommen, überschreitet weltweit oft das Doppelte. Immobilien sind also im Schnitt enorm überteuert.
Den Zentralbanken sind die Hände gebunden. Sollten sie die Zinsen anheben und die Zinsbinung, meistens 10 Jahre, läuft aus, können sich die Immobilienbesitzer ihre Immobilien nicht mehr leisten und sind gezwungen zu verkaufen. Das würde einen Dominoeffektauslösen und enorm schnell fallende Immobilienpreise auslösen.
Wenn Zinssenkungen die Preise nicht fallen lassen, dann eine Delle in der Konjunktur. Gewerbe werden die Mieten zuerst nicht mehr zahlen können und pleite gehen. Erste Menschen verlieren ihre Jobs. Die können ihre Mieten nicht mehr zahlen. Und schon wieder: Dominoeffekt.
So oder so: Die Blase wird platzen und sie wird enorm einschlagen.
Das KGV der DAX und Dow Jones Konzerne ist jenseits von gut und böse. Teilweise doppelt so hoch wie 1929. Die Anleger sind also doppelt so viel zu bezahlen für die gleiche Dividendenrendite bzw. sind mit der Hälfte der Rendite zu frieden wie am Höhepunkt der Aktienblase 1929.
Teil 2: Was also tun, um sich vor einer möglichen Krise zu schützen?
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