Menschen, die alleine leben und ein Haustier haben, brauchen und wollen diese Verantwortung und Aufgabe, damit sie beispielsweise aus dem Haus gehen, Bewegung bekommen und Kontakt mit anderen Menschen erleben.
- Ja,. Schwierig wird es dann, wenn sie die Freiheit und Sicherheit anderer Menschen einschränken. Und wie Haustüre gequält werden (Züchtungen, und Nicht-artgerechte Haltung) steht auf einem anderen Papier.
- Das gleiche Argument habe ich vor ca. 15 Jahren von Rauchern gehört: mit der Zigarette gehen sie vors Haus und kommen ins Gespräch mit anderen Rauchern.
Es ist eine soziale Angelegenheit und wirkt zudem einem zunehmend tierlosen Dasein von Menschen entgegen, die den Anblick, den Geruch und das Verhalten von Tieren nur noch aus dem Fernsehen kennen oder aber einen Zoo besuchen müssen, um so etwas überhaupt zu erleben.
- Ich bin froh, wenn ich den Geruch von Tieren nicht erleben muss - und da bin ich bestimmt nicht der einzige. Wer das möchte, kann doch Urlaub auf dem Bauernhof machen oder auf dem Dorf leben.
Die Idee von Störungsfreiheit und Sicherheit der einen, ist denen der anderen total entgegen gesetzt und lässt sich nicht vereinbaren. Verbote sind in dieser Hinsicht geeignet, diese beiden Gruppen (Hundehalter, Autofahrer) gegeneinander aufzubringen und Feindschaft zu erzeugen.
- Diese Feindschaft sehe ich nur, wenn so ein Verbot z.B. deutschlandweit eingeführt wird. In einzelnen Stadtvierteln könnte man das umsetzen. Und wem das nicht passt, der müsste dann umziehen. Mit der aktuellen (nicht vorhandenen) Regelung ziehen immer die Gleichen den Kürzeren - nämlich die, die Angst vor Hunden haben oder sich von deren Lärm und Geruch abgestossen fühlen.
Das Auto ist im Übrigen der einzige Rückzugs-Ort, wenn du plötzlich staatlichen Maßnahmen im öffentlichen Verkehr ausgesetzt bist, die du persönlich unzumutbar fändest (beispielsweise Mitführen von Unbedenklichkeitsbescheinigungen oder Anlegen bestimmter Gegenstände oder anderes).
- Ja, das ist am Ende ein Trade-off. Persönliche Freiheit hinsichtlich Mobilität vs. Sauberkeit/Umweltfreundlichkeit/Sicherheit/Ästhetik. Ich sehe auch die Gefahr, dass unliebsamen Personen die Mobilität eingeschränkt werden kann (à la Minority Report).
Wo sollen aber die LKW's ihre Waren abliefern, wenn nicht in den Geschäften, die sie ihnen abnehmen? Es würde also zwar den Verkehr reduzieren, aber die Straßen wären dann noch immer da, damit Waren transportiert werden.
- Güter-S- oder noch besser U-Bahnen können das übernehmen. Das Ganze ist ein langfristiges Projekt mit einer gewissen Übergangszeit. Kleintransporte bzw. Einzelfahrzeuge können durch Drohnen ersetzt werden.
Wie du es drehst und wendest, eine solche autofreie Stadt, wie man sie sich so schön ausmalt, kann es schon allein deshalb nicht geben, weil jeder, der einen Dienst oder Produkte anbietet, auf die Lieferung mit den benötigten Materialien angewiesen ist. Nimm nur die vielen Arzt-Praxen oder Friseure oder Fußpflege-Einrichtungen oder Markt-Stände oder kleine Einzelhändler, alle, die ein Gewerbe betreiben. Wie soll das gehen, wenn die keine Fahrzeuge haben oder aber ihnen mit Fahrzeugen Dinge geliefert werden müssen?
- Ich sehe hier kein Problem. All das kann durch Bahnen oder notfalls durch Drohnen ersetzt werden. Das wird eine ganze Weile dauern und etwas kosten.
- Ich würde sogar behaupten, dass wir schon nahe an so einer Lösung wären, wenn der Staat nicht seit 90 Jahren wie irre die Landschaft asphaltieren würde, was eine billionenschwere Subvention an die Automobilindustrie darstellt (=antisozial).
RE: My most socialist/interventionist positions