Hey...
Vor ungefähr zwei Wochen hatte ich einen Termin mit meinen Eltern bei meiner Psychologin zusammen mit einem Psychiater.
Sie haben mir angeraten Antidepressiva zu schlucken...
Sie sagten, weil ich schon so lange kämpfe, hätte ich das recht, es mir einfacher zu machen.
Aber verdammte scheiße! Ich will keine Medikamente nehmen!
Ich habe mir in den Kopf gesetzt, es ohne zu schaffen. Auf meine Weise.
Es schwirren oft Gedanken in meinem Kopf rum, die ich gerne loswerden würde. Also habe ich mich dazu entschieden, auf Steem darüber zu schreiben.
Ich hoffe, dass es mir hilft, am Ball zu bleiben.
Ich will alles, was in meinem Kopf so rumschwirrt, ungefiltert loswerden können. Dinge, die ich mich nicht traue, anderen Menschen zu erzählen, weil ich ihnen dabei nicht in die Augen gucken könnte.
Man hat meistens nicht viele Menschen, mit denen man über psychische Krankheiten reden kann. Und den paar Leuten zeigt man wohl eher weniger die unbeschönigte Wahrheit.
Und vielleicht gibt es ja irgendjemanden da draußen, der es ließt und sich darin wiedererkennt. Und sich dann weniger alleine fühlt, weil er merkt, dass er doch nicht die einzige Person auf Erden ist, der es so geht. Kein Freak. Mir hilft das immer sehr.
Oder ich finde Dinge, die mir helfen und könnte tatsächlich jemand anderem damit helfen, dass ich es hier aufschreibe.
Ich habe gerade ziemlich Angst, muss ich zugeben. Und ich fühle mich schlecht.
Aber ich denke, ich werde das hier trotzdem posten.
Ich habe mir versprochen, dem Leben noch eine Chance zu geben.
Und deswegen werde ich jetzt alles tun, was dabei helfen könnte.
Ich habe versprochen, es noch einmal zu versuchen. Ohne Medikamente. Und wenn das nicht klappt, dann werde ich den Medikamenten eine Chance geben. Auch wenn ich von dem Gedanken Brechreiz kriege.
Erst dann darf ich aufgeben.