Immer öfter erfahren wir etwas aus dem Nähkästchen, weil der eine oder der andere mit Ungerechtigkeiten nicht mehr einverstanden ist.
Dadurch erhalten wir Informationen, die sonst nicht an die Öffentlichkeit gelangt werden.
Nun ist sicherlich jedem klar, dass ich von einem öffentlichen Nähkästchen spreche, bzw. berichten möchte.
In diesem Fall geht es um einen Richter, der auspackt und der Justiz Versagen vorhält.
Ein Richter aus Dinslaken hat ein Buch veröffentlicht, indem so einige Dinge behauptet werden.
Von Fehlurteilen, Ja-Sagern, Selbstüberschätzung, Ignoranz und Arroganz sowie Personallücken und zu hohe Belastungen ist die Rede.
Skandalurteile aus Unsicherheit, aber auch um vom Bundesgerichtshof keine Rechtsfehler attestiert zu bekommen, werden möglichst milde Strafen verhangen.
In der Bevölkerung wachse das Misstrauen und der Rechtsstaat stehe vor einem Abgrund, so schlecht sei der Zustand.
Im Justizministerium wird der Vorwurf der Kuscheljustiz zurückgewiesen, da dieses Buch nicht mit dem Ministerium abgestimmt sei.
Da hab ich doch direkt wieder eine Frage auf der Zunge, die unbedingt raus muss:
Wenn ich als Richter ein solches Buch schreibe und das dann vorher mit dem Ministerium abstimmen soll, kann ich es doch gleich sein lassen, oder???
Wobei auf Anfrage das Ministerium gleichzeitig bestätigt, dass zur Zeit ca. 250 Richterstellen unbesetzt seien.
Blödsinniger geht es doch nicht mehr, oder?
Dieser Richter bekommt übrigens viel Zuspruch von seinen Richter-Kollegen.
Das Buch erscheint unter dem Titel: Urteil, ungerecht von Richter Thorsten Schleif.
Diese Informationen aus dem Nähkästchen finde ich sehr interessant und mitteilenswert.
Auch Privat trägt Jeder so sein Nähkästchen vor sich her und sollte immer aufpassen, dass nichts raus fällt oder zugänglich ist.
Man weiß nie wie derjenige mit solchen Informationen umgeht, oder?
Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Tag.
Der Filosof
Bilder wie immer aus dem kostenlosen Fundus des www/Pixabay.