Der Klimawandel: Ursachen, Folgen und was die Wissenschaft weiß
Der Klimawandel: Ursachen, Folgen und was die Wissenschaft weiß
Der Klimawandel ist eines der meistdiskutierten wissenschaftlichen Themen unserer Zeit. Hinter den politischen Debatten stehen klare physikalische Mechanismen, die die Wissenschaft seit über 150 Jahren versteht.
Der Treibhauseffekt
Die Sonne bestrahlt die Erde mit kurzwelliger Strahlung, die die Atmosphäre weitgehend ungehindert passiert. Die Erde erwärmt sich und gibt langwellige Infrarotstrahlung ab. Kohlendioxid, Methan und andere Treibhausgase absorbieren diese Strahlung und senden sie zurück zur Erde. Dieser natürliche Treibhauseffekt hält die Erde um etwa 33 Grad wärmer als ohne Atmosphäre.
Das Problem: Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erhöhen wir die CO₂-Konzentration dramatisch. Vor der Industrialisierung lag sie bei 280 ppm, heute bei über 420 ppm – der höchste Wert seit mindestens 800.000 Jahren.
Beobachtete Veränderungen
Die globale Durchschnittstemperatur ist seit der vorindustriellen Zeit um etwa 1,2 Grad gestiegen. Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Extremwetterereignisse werden häufiger. Während der letzten Eiszeit lag die Temperatur nur etwa 5 bis 6 Grad unter dem vorindustriellen Niveau.
Kipppunkte
Besonders besorgniserregend sind Kipppunkte: Das Schmelzen des Permafrostes setzt Methan frei, das die Erwärmung verstärkt. Das Abschmelzen der Arktis reduziert die Reflexion von Sonnenlicht. Diese Rückkopplungen könnten den Klimawandel unkontrollierbar machen.
Wissenschaftlicher Konsens
Über 97 Prozent der aktiven Klimaforscher sind sich einig: Der aktuelle Klimawandel ist menschgemacht und vollzieht sich in einem für die Erdgeschichte extrem schnellen Tempo.
Klimawandel ist keine Meinung, sondern messbare Realität. Was wir daraus machen, ist eine der größten gesellschaftlichen Entscheidungen unserer Zeit.
Dieser Beitrag wurde mit wissenschaftlichen Quellen erstellt.