Wien um 1900: Als die Kaiserstadt die Moderne erfand
Zwischen 1890 und 1914 war Wien eine der aufregendsten Städte der Welt. Hier entstanden Ideen und Kunstwerke, die das 20. Jahrhundert grundlegend prägten.
Die Ringstraße als Kulisse
Kaiser Franz Joseph hatte Wien mit dem Prachtboulevard umgestaltet. Parlament, Rathaus, Oper – eine Bühne des liberalen Bürgertums. Doch darunter: Nationalitätenkonflikte, Antisemitismus, soziale Spannungen.
Sigmund Freud
1900 veröffentlichte Freud die "Traumdeutung" – zunächst kaum beachtet. Seine Ideen vom Unbewussten, von Verdrängung und Trieb veränderten das Menschenbild des 20. Jahrhunderts fundamental.
Gustav Klimt und der Jugendstil
Mit der Wiener Secession 1897 brach Klimt mit dem Historismus. "Der Kuss" ist bis heute eines der bekanntesten Kunstwerke der Welt. Otto Wagner prägte die Architektur mit Postsparkasse und Stadtbahnstationen.
Musik
Gustav Mahler erweiterte die Grenzen der Spätromantik. Arnold Schönberg entwickelte die Zwölftonmusik – ein System, das die Tonalität aufgab.
Wien um 1900 zeigt: Die größten Aufbrüche entstehen an der Schwelle des Untergangs. Was als Krisenzeit begann, wurde zur Geburtsstunde der Moderne.
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