Systematik
- Klasse: Einfurchenpollen-Zweikeimblättrige (Magnoliopsida)
- Unterklasse: Magnolienähnliche (Magnoliidae)
- Ordnung: Laurales (Lorbeerartige)
- Familie: Lauraceae (Lorbeergewächse)
- Gattung: Laurus (Lorbeere)
Viele Pflanzen werden Lorbeer genannt und haben geschmacklich nichts mit dem Echten Lorbeer zu tun und sind auch augenscheinlich gar nicht Teil seiner Gattung, damit meine ich folgende:
- Indische Lorbeer (Cinnamomum tamala)
- Westindische Lorbeer (Pimenta racemosa)
- Indonesische Lorbeer (Syzygium polyanthum)
- Kalifornische Lorbeer (Umbellularia californica)
- Mexikanische Lorbeer (Litsea glaucescens)
- Portugiesische Kirschlorbeer
Diese meisten dieser Pflanzen werden auch nur in ihren Herkunftsländern genutzt und gar nicht exportiert.
Volkstümliche Namen
- Edler Lorbeer
- Gewürzlorbeer
in anderen Sprachen:
Arabisch: warak al gar
Englisch: Bay Leaves, Sweet Bay, Laurel
Französisch: Laurier
Griechisch: dhafni
Italienisch: Alloro
Russisch: Lavrovy list
Spanisch: hoja de laurel
Türkisch: dafne yepregi
wissenschaftliche Synonyme:
- Laurus angusta Raf.
- Laurus nobilis f. lanceolata Meisn.
- Laurus nobilis f. latifolia (Nees) Maire
- Laurus nobilis var. latifolia Nees
- Laurus nobilis var. rotundifolia Emb. & Maire
- Laurus tenuifolia Mill.
- Laurus undulata Mill.
- Laurus vulgaris Duhamel
Ätherisches Öl aus den Blättern: Laurii folii aetheroleum
aus den Früchten gepresstes Öl: Oleum Lauri
Namensherkunft
lat. bacca lauri = Lorbeere
lat. nobilis = adlig
Auch soll Laurus vom lat. Wort laus = Lob stammen. Das nimmt Bezug auf die auf Siegesfeiern vergebenen Lorbeerkränze.
Eine altgriechische Bezeichnung für Lorbeere lautet "daphne" (δάφνη) und verweist auf die Sage um die Nymphe Daphne. Weiteres siehe unten.
AAus den anderen Sprachen zeigen sich auch Belege für die Herkunft des Namens:
Hebräisch bedeutet aley daphna (עלי דפנה) = "Blätter der Daphne";
Türkisch defne; albanisch dafinë;
bulgarisch dafinov list (дафинов лист);
rumänisch dafin;
neugriechisch dafni (δάφνη)
Mythologie/Geschichte
Die uns ersten bekannten schriftlichen Nachweise bzgl der Lorbeere sind 7000 Jahre alte Keilschrifttexte. (Wobei ich persönlich ja auch sehr hinterfrage, wie was übersetzt werden konnte)
Bereits die Sumerer nutzten Lorbeerkränze als ein Symbol des Sieges im Faustkampf. Und auch die römischen Feldheeren wurden nach einer gesiegten Schlacht mit einem Lorbeerkranz beschmückt und damit bekränzt zogen sie zurück in die Stadt Rom.
Dieser Brauch hat sich teils bis heute erhalten, zumindest bei Sportlern (Laureus World Sports Awards als Sport-Oscar - für die Namensgebung ist der Lorbeer verantwortlich), denn sie bekommen vom Bundespräsidenten ein silbernes Lorbeerblatt gereicht. Besondere Leistungen von Politikern, Feldherrn, Staatsmänner, Olympioniken, Dichtern (poet(a) laureatis = der gelorbeerte Dichter/lorbeergekrönter Dichter - ist ein offizieller Titel im angelsächsischen Raum), Schauspielern (den Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze) wurden mit einem Lorbeerkranz belohnt. Ebenso ist der akademische Grad "Baccalaureat" (franz.), sowie "Bachelor" (engl.) eine Ableitung vom lat. "Bacca lauri" = Beere des Lorbeer.
Die sportliche Auszeichnung des silbernen Lorbeerblattes ist die Höchste und wurde ursprünglich von Theodor Heuss (1950) gestiftet.
In der Antike wurde der Lorbeer bereits gekannt und ihm wurde die Kraft zugewiesen, dass er Tote zu Leben erwecken könne. Auch war es in der Antike ein Symbol der Sieger. Desweiteren glaubte man, dass er die Fähigkeit besäße böse Geister zu vertreiben.
Die Griechen sahen den Lorbeer ebenso als heilig und dem Gott Apollon geweiht dessen Tempel mit Lorbeer verziert war. Ein anderer Verwendungszweck etablierte sich bei den Griechen für den Lorbeer: Das Orakel von Delphi fand seinen Anfang wohl dadurch, dass die Priesterin Lorbeer im Mund hatte. Denn dieses Kraut führt in größeren Mengen verzehrt zu Trance und Bewusstseinsveränderungen. Dementsprechend nannten die Griechen den Lorbeer "mantkos", was "Hellseherkraut" bedeutet. Und auch der Tempel des Orakels in Delphi ist aus Lorbeerholz gebaut und die Priesterinnen schliefen auf Lorbeerbetten, kauten diese Blätter und inhalierten den Rauch des Krautes um in Trance zu fallen. Anderswo wurde der genaue Name einer Priesterin genannt: Durch Phytia wurde das Orakel in einem Lorbeerhain befragt und auch sie schlief und kaute auf Lorbeerblättern bevor sie in Trance ging und das Orakel verkündete.
Im Mittelalter nutzte man den Lorbeer (aufgrund seiner vielen ätherischen Öle) als Mittel gegen die Pest.
Auch die Römer und Griechen nutzten den Lorbeer als Heilkraut. Dabei haben die Blätter Blasen- und Magenprobleme gelindert.
Im Aberglaube dachte man, der Lorbeer würde gegen Zauber und Feuer schützen.
Im Materia medica von Dioskurides lautet die Beschreibung von den Blättern und Früchten des Lorbeer, dass es für therapeutische Zwecke verwendet wird. Das gelbrgrüne Lorbeeröl (Oleum lauri), was aus den Früchten (Fructus Lauri), hergestellt wird, wird benutzt um Neuralgien, Ohrenleiden und katarrhalische Zustände zu behandeln. Noch heute ist es Teil von Unguentum aromaticum und Eplastrum Meliloti, was aus der traditionellen Heilkunde entstammt. Die erweichende und erwärmende Wirkung des Lorbeer hat Dioskuirdes empfohlen um Sitzbäder bei Gebärmutter- und Blasenleiden zu behandeln, sowie Entzündungen, Rheumatismus und Insektenstiche. Bei Ohrenschmerzen und Schwerhörigkeit macht man Salben oder erwärmende Umschläge aus den gepressten Saft der Blätter. Wurzelrinde in Wein gelegt hilft bei Stein- und Leberleiden, was allerdings auch fruchttötend wirkend sein kann (wahrscheinlich meinen sie damit die Frucht in der Gebärmutter, also ein Kindlein).
Hieronymus Bock beschrieb in seinem Kräuterbüch aus dem Jahre 1559 die selben Rezepte und Anwendungsgebiete, so wie Dioskurides es erwähnte. Sogar ist es bis ins 20. Jahrhundert belegt, dass es gegen Rheumatismus und Krätze, sowie gegen Insekten ("Bremsenöl") bewährt ist.
Otto Julius Bierbaum sagte:
"Lorbeer ist ein gutes Kraut für die Suppenküche,
Wers als Kopfbeckung braucht, wisse, daß es steche."
Ein Pater Bartholomäus hat geschrieben:
"daß da, wo ein Lorbeerbaum steht, Haus und Feld vor Blitzeinschlag geschützt sind".
Und so hat auch der Kaiser Tiberius (42 v. Chr. - 37 n. Chr.) während eines Gewitters einen Lorbeerkranz getragen um sich vor einen Blitzeinschlag zu schützen, da er einst gehört hatte, dass ein Blitz niemals in einen Lorbeerbaum einschlägt.
Symbolik
- Sieg (bei den Römern und Sumerern)
- Ruhm (bei den Röhmern und Antike)
- Weisheit (in der Antike)
Räucherung
- reinigend
- energiegebende Kraft
- Loslassen von altem Ballast
- bei Veränderungen (Umzug, Jobwechsel, Trennung) für die Befreiung von negativen Energien
- für einen kraftvollen Neuanfang
- bei Anspannung, Stress und Erschöpfung dienlich
- Stärkung des Bewusstseins
Inhaltsstoffe
Blätter:
- Ätherische Öle (0,8–4%, im Herbst auch 10%) (findet Einsatz in Parfüm- und Seifenindustrie) (Hemmung von Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa, als auch grampositiven Bakterien, wie Staphylococcus aureus)
- Linalool (10–30%) (stressmildernd, Verringerung von Angstzustände, beruhigend)
- Eucalyptol
- 1,8-Cineol (12- 71%)
- Eugenol
- Sabinen (4-13%)
- Terpene
- α-Pinen
- α-Terpineol
- Cinin
- p-Cymen
- α-Phellandren
- Geraniol
- Methyleugenol
- Limonen
- Ketone (in der ausgepressten ausgekochten Frucht)
- Alkohole (in der ausgepressten ausgekochten Frucht)
- Phellandren
- Antioxidantien
- Aporphinbasen (u.a. Boldin)
- Beta-Sitosterol
- Bitterstoffe
- Borneol
- Catechine
- Costunolid
- Dehydrocostuslacton
- Eremanthin
- Flavonoide
- (–)-Epicatechin
- Luteolinglykoside
- Quercetinglykoside - Gerbstoffe
- Kampfer
- Kaffeesäurederivate (beseitigt schlechte Cholesterin LDL)
- Phenolen
- Procyanidinen (trimere Moleküle vom A- und B-Typ)
- Rustin (Stärkung der Kapillarwände des Herzens)
- Sesquiterpenlactone
- Eudesmanlactone (Costunolid, Eremanthin, Laurenobiolid)
- Methylester
- Thymol
- Vitamin A
- Vitamin B6
- Vitamin C
- Vitamin E
- Valeriansäure
im Lorbeeröl:
- ca. 50% Cineol
- Bisabolol
- Eugenol
- Pinen
- Sabinen
- Terpinenol
in Lorbeerfrüchten:
- Sesquiterpenlactone
- Dehydrocostuslacton
- Eremanthin
- Zaluzanin D
Die Einnahme von Lorbeerblättern hilft Parthenolid freizusetzen. Dies ist ein Phytonährstoff, der sofort Entzündungen lindert.
Wirkungen
Blätter:
- antibakteriell (z.B. Staphylococcus aureus und E. Coli)
- antimykotisch (v.a. das Lorbeeröl)
- antimikrobiell
- antioxidativ (Reduzierung von oxidativen Stress, Unterstützung der Zellerneuerung)
- antiviral
- aufheiternd
- akarizid
- appetitanregend
- auswurffördernd
- antiseptisch (ausschließlich äußerlich)
- adstringierend
- blutzuckersenkend
- beruhigend (auch auf Verdauung)
- cholesterinsenkend
- durchblutungsfördernd
- entkrampfend
- erwärmend
- entzündungshemmend
- haarkräftigend
- harntreibend (Blätter regen an Giftstoffe über Urin auszuscheiden)
- harnsäuresenkend (Harnsäure welche frei im Körper sich bewegt)
- herzstärkend
- insektizid
- immunmodulierend
- konzentrationsfördernd (Aromatherapie)
- krebshemmend (insbesondere bei Leukämie, Brustkrebs, Darmkrebs)
- menstruationszyklusregulierend
- nierenstärkend
- nervenberuhigend
- stimmungsaufhellend
- sedativ
- schweißtreibend
- schmerzstillend
- schleimlösend
- stressmildernd
- schuppenreduzierend auf der Kopfhaut
- stimulierend
- windtreibend
- verdauungsfördernd
Anwendungsgebiete
- Abnehmen (wegen Regulierung von Blutzucker- und Cholesterinspiegel)
- Abbau einiger komplexer Proteine und stärkehaltiger Kohlenhydrate in der Nahrung
- Aufnahme der Nährstoffe
- Abtransport von Giftstoffen
- Angstzustände
- Akne
- Arthrose
- Amenorrhoe
- Appetitlosigkeit (Volksmedizin)
- Aufstoßen (griechische traditionelle Medizin)
- Blasenentzündung
- Bronchitis
- Blähungen (griechische traditionelle Medizin und unsere Volksmedizin)
- Bauchschmerzen
- blaue Flecken
- Depressionen
- Durchfall
- Diabetes
- Epilepsie (iranische Volksmedizin)
- Erkältung
- Entzündungen
- Gicht
- Gelenkprobleme
- Gedächtnisverlust
- Haarausfall (Öl ist ein Haartonikum, stärkt Haarwurzel)
- Hautprobleme
- Hämatom
- Husten
- Hysterie
- Infektionen
- Konzentrationsmangel
- Krämpfe (griechische traditionelle Medizin)
- Krätze (äußerlich das Lorbeeröl)
- Krampfadern
- Kondylomen
- Kopfschmerzen
- Menstruationskrämpfe (vermindert auch Übelkeit und Müdigkeit während der Menstruation)
- Muskelschmerzen
- Magenbeschwerden (griechische traditionelle Medizin und unsere Volksmedizin)
- Morbus Crohn
- Morbus Parkinson (iranische Volksmedizin)
- Nagelprobleme (Traditionelle Europäische Medizin)
- neurovegetativer Dystonie
- Neuralgie (iranische Volksmedizin)
- Prellungen
- Polypen
- Quetschungen (Traditionelle Europäische Medizin)
- Rheuma (äußerlich das Lorbeeröl) (Traditionelle Europäische Medizin)
- Reizdarm
- Stärkungsmittel (griechische traditionelle Medizin)
- Sklerose
- Schmerzen
- Schlafstörungen
- Stress
- Schwellungen
- schwere Beine
- Schuppen (äußerlich das Lorbeeröl)
- Stauchungen
- Unruhe
- Vorbeugung von Nierensteinen durch die Hemmung von Enzym Urease
- Verspannungen
- Verstauchungen (äußerlich das Lorbeeröl) (Traditionelle Europäische Medizin)
- Wundheilung
- Zöliakie
Tiere profitieren auch vom Lorbeer:
Bei Pferden hlft es dabei, den Huf damit einzureiben um den Hornwachstum anzuregen. Dabei wurde Ätherisches Öl aus den Blättern, oder das aus den Früchten gepresste Öl, sowie gepulverte Lorbeerfrüchte bei Hufbeschwerden und auch Verstauchungen des Pferdes angewendet.
Und Kühe, Ziegen, weiteres Milchvieh erhielten es um Euter-Erkrankungen entgegenzuwirken. Dafür hat man eine Eutersalbe hergestellt und äußerlich aufgetragen.
Anwendungsbeispiele
Deutsche Importe der Blätter kommen größtenteils (bs zu 97%) aus der Türkei.
Man verwendet normalerweise ein Viertel bis ein halbes Blatt zum Kochen, sonst ist der Geschmack zu dominant und verdrängt alle anderen Aromen aus den Gerichten. Auch isst man die Blätter selbst nicht, sondern nimmt sie kurz vorm Servieren vom Gericht weg.
- Ätherisches Öl (damit kann auch Lebensmittel länger haltbar gemacht werden)
- Aromalampe (beruhigend, luftreinigend, abschreckend auf Mücken)
- Bestandteil des Bouquet garni (franz. Küche) (Kräutermischung aus auch noch Thymian und Petersilie)
- Bades
- Creme
- Essigfrüchte
- Gesichtswasser
- Gewürz (Eintöpfe, deftige Gerichte, Suppen, Fisch- und Fleischgerichte, Linsengerichte, Tomatensauce, Aromatisierung von Soßen, Würzung von Rotkohl, gerne in selbstgemachten Sauerkraut)
- Imkerei: Der Bienenschädling Paenibacillus larvae (Erreger der Amerikanischen Faulbrutkrankheit) und Varroa-Milben befallen Honigbienenlarven und bringt damit ein gesamtes Bienenvolk in Gefahr. Die Entwicklung von diesem Erreger kann durch Lorbeerblätterextrakt gehemmt werden und hält damit das Bienenvolk länger gesund.
- Insektenschutz: Extrakt, Blätter, Ätherisches Öl hilft gegen bspw Mehlkäfer, Speisebohnenkäfer, Mehlmotten, Stechmücken
- Kräuterwein
- Kaffeegewürz (Beduinen würzen ihr Kaffee damit)
- Likör (mit Blättern aromatisiert man, mit den Früchten selbst kann man ein komplettes Likör herstellen)
- Massage
- Öl (aus den Früchten findet Anwendung in der Likörindustrie und für Salben)
- Soßen aromatisieren
- Tee (z.B. mit Zimt und Kümmel)
- Umschlag
- unter das Kopfkissen gelegt (soll Träume und Schlaf verbessern)
- Verpackunsmaterial: Lorbeerblätter werden in südlichen Ländern als Verpackung verwendet, indem man Lebensmittel damit umhüllt. Damit bewahrt es bspw. Süßholz, Feigen und Lakritz vor Insektenbefall.
- Wurstgewürzmischung
verwendete Pflanzenteile
- Blätter
- Früchte
Merkmale
- Wuchseigenschaften: immergrün, nicht/bedingt winterhart, leichte Fröste führen zum Absterben der Pflanze, ausdauernd, schwarze Borke
- Wuchsart: Baum bzw Strauch
- Wuchshöhe: bis zu 10 m, in seltenen Fällen bis zu 20 m
- Wasserzufuhr: feucht halten, Blätter mit Wasser abspritzen, nicht austrocknen lassen
- Boden: humos, sandig, lehmig, nährstoffreich
- Stängel: grün
- Blätter: immergrün, kurzgestielt, dichtbelaubt, 5-12 cm lang, 3-5 cm breit, elliptisch, ledrig, Oberfläche glänzt, gewellter Rand, ganzrandig, oben kräftig olivgrünen, unten matt-hellgrün; Blätter bleiben normalerweise mehrere Jahre bevor sie abfallen
- Blüten: weiß bis grüngelblich, achselständig, einige mm groß, sternförmig, vierzählig, Dolden oder sehr kurze Rispen, männl. Blüten besitzen 12 Staubgefäße, in weibl. Blüten 4 Staminodien, Gynoeceum aus urzem Griffel mit dreikantiger Narbe
- Früchte: glänzend, verfärbt sich von grün zu blauschwarz-schwarzviolett, beerenartige Steinfrüchte, glatt, eiförmig, 2 cm lang, so groß wie eine Kirsche,
- Geschlecht: sowohl zwittrig als auch diözische Lorbeere können vorkommend
- Verbreitung: Samen (2 Tage ins Wasser legen und dann in Sand aussäen; Umgebungstemperatur nicht unter 20 Grad, dann nach 2 Wochen Keimlinge zu sehen), Ableger der Zweige (20 cm lange)
- Geschmack: leicht bitter, herb-würzig (ich finde es schmeckt nach Minze, Nelke, Zimt), Früchte sind scharf
- Duft: aromatisch
- Chromosomenzahl: 2n=42
Vorkommen
Ursprung: Kleinasien
- milde Regionen
- Mittelmeerraum
- Balkanländer
- Süddeutschland (eher als Zierpflanze zu finden)
- Mittel- und Südamerika
- Südirland (als Freilandpflanze sogar vollständig winterhart)
Kommerziell angebaut in: Süden der USA, Mittelmeerländer
Fundorte
In Deutschland wird der Lorbeer ausschließlich in Kübeln kultiviert, weshalb keine direkten Fundorte aufweisbar sind.
sonnig bis halbschattig
- Hänge
- Küstennähe
- lichte Wälder
- Parks
Sammelhinweise
- Blütezeit: März bis Juni
- Sammelzeit: Vor oder nach der Wachstumsphase, also im Frühjahr oder Herbst; Blätter morgens, wenn Tau getrocknet und am Aromatischsten ist
- Trocknung: lufttrocknen oder im Ofen trocknen (schnellere Variante), danach sollten Blätter grün und brüchig sein. Lagerung dann kühl, dunkel und gut belüftet. Durch das Trocknen verfliegt der stark bittere Geschmack und lorbeertypisches Aroma tritt hervor.
- Schädlinge: Blattlaus
- Nebenwirkungen: Schwangere sollten einen Tee nur mit Absprache eines Arztes trinken, denn ein Tee kann wehenfördernd wirken. Früher wurde Lorbeeröl auch wegen der durchblutungsfördernden Wirkung zur Abtreibung verwendet.
Kinder sollten sich auch vorher bei einem Arzt beraten lassen.
Nach Operationen meiden, denn Lorbeer kann das Nervensystem beeinflussen.
Eine Überdosierung kann zu Magenreizungen führen.
Wenn etwas Giftiges gegessen wurde, kann Lorbeerblätter zu Erbrechen anregen. Erbrechen als "Nebenwirkung" kommt allerdings nur vor, wenn im Körper eine gewisse Toxizität vorliegt. Ein gesunder Körper verspürt nicht das Verlangen nach dem Essen von Lorbeerblättern zu Erbrechen.
Giftig für Hunde und Katzen.
Verwechslungsgefahr!
- Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Quellen:
Bilder von pexels.com
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Hinweis!
Bei Verbesserungsvorschlägen, Fehlern und Inspirationen bitte ich um Korrektur. Der Beitrag ist nicht vollständig und es ist noch lange nicht alles über diese Pflanze gesagt.
Dieser Beitrag dient nicht als Heilversprechen, sondern als Zusammenstellung, was ich über die Pflanze im Internet finden konnte. Wenn du die Pflanze einnimmst, bedeutet es nicht, dass du automatisch von all deinen Krankheiten befreit bist, doch du kannst sie als Begleitmittel nutzen und um dich wieder mit der Natur zu verbinden.
Da ich für Eigenverantwortung bin, wünsche ich mir, dass ihr euch selbst informiert, wenn ihr eine Pflanze einnehmen wollt, und nicht nur auf diesen Beitrag vertraut, sondern euren eigenen Weg findet mit der Natur zusammenzuarbeiten.
Dann wünsch ich euch viel Spaß bei eurer Reise mit der Natur :)
~charlissy