[DE] Heute stelle ich euch mal etwas aus dem Bereich Optionshandel vor und zwar die Covered Call Strategie.
💡 Covered Calls: Wie du mit deinen Aktien regelmäßig Prämien kassierst
Viele Privatanleger besitzen Aktien, die sie langfristig halten wollen. Doch wusstest du, dass du aus diesen Beständen zusätzliches Einkommen generieren kannst – ohne sie sofort zu verkaufen?
👉 Das Zauberwort heißt: Covered Call.
In diesem Artikel erfährst du, was ein Covered Call ist, wie er funktioniert, welche Chancen und Risiken bestehen – und wie du ihn selbst anwenden kannst.
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🔍 Was ist ein Covered Call?
Ein Covered Call (deutsch: „gedeckter Call“) ist eine Optionsstrategie, bei der du:
- 100 Aktien eines Unternehmens besitzt
- eine Call-Option auf genau diese Aktien verkaufst
Damit verpflichtest du dich, deine 100 Aktien zum festgelegten Strike-Preis zu verkaufen, falls der Käufer der Option sie ausübt.
Dafür erhältst du sofort eine Prämie (Optionspreis), die du behalten darfst, egal was passiert.
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📘 Beispiel 1: Die Coca-Cola-Aktie
Du besitzt 100 Aktien von Coca-Cola (KO), aktuell steht die Aktie bei $60.
- Du verkaufst 1 Call mit Strike $62 und Laufzeit 1 Monat
- Du erhältst eine Prämie von $0,80 pro Aktie, also $80 insgesamt
Szenario 1: Kurs bleibt unter $62
Die Option verfällt wertlos.
➡️ Du behältst deine 100 Aktien und die $80 Prämie.
Das ist dein passives Einkommen für den Monat – etwa 1,3 % Rendite auf dein Kapital.
Szenario 2: Kurs steigt über $62
Die Option wird ausgeübt.
➡️ Deine Aktien werden zu $62 verkauft.
Du kassierst:
- $200 Kursgewinn (62 – 60 × 100)
- $80 Prämie
👉 Gesamtgewinn: $280, also 4,6 % Rendite in nur einem Monat.
Der Nachteil: Du verpasst weitere Kursgewinne über $62 hinaus – das ist der Preis für dein sicheres Zusatzeinkommen.
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📘 Beispiel 2: Defensive Strategie mit Dividendenwert
Stell dir vor, du besitzt 100 Aktien von Johnson & Johnson (aktueller Kurs $145).
Du willst sie langfristig halten, bist aber kurzfristig neutral gestimmt.
- Du verkaufst 1 Call mit Strike $150, Laufzeit 30 Tage
- Du erhältst eine Prämie von $1,50 = $150 Cash
Selbst wenn der Kurs leicht fällt, bekommst du noch deine Dividende und die Optionsprämie.
Das kann über das Jahr gerechnet mehrere Prozent Zusatzrendite bringen.
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⚖️ Chancen und Risiken im Überblick
Vorteile:
- Zusatzeinnahmen durch Prämien
- Stabilisiert dein Depot bei Seitwärtsmärkten
- Ideal für langfristige Haltepositionen
- Gut kombinierbar mit Dividendenstrategien
Nachteile:
- Kursgewinne über Strike sind begrenzt
- Risiko, „ausgebucht“ zu werden (Aktienverkauf)
- Bei stark fallenden Kursen hilft die Prämie nur begrenzt
- Erfordert Verständnis der Optionsmechanik
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🧭 Wann ist ein Covered Call sinnvoll?
- Wenn du an eine Seitwärts- oder leicht steigende Marktphase glaubst
- Wenn du langfristige Positionen besitzt, die du auch bei Ausbuchung wiederkaufen würdest
- Wenn du regelmäßige Cashflows suchst
Viele Anleger setzen Covered Calls auf Blue Chips wie Microsoft, Coca-Cola, Johnson & Johnson oder PepsiCo – also stabile Aktien mit geringer Volatilität.
So lassen sich monatlich oder quartalsweise Prämien vereinnahmen, ähnlich wie Dividenden.
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💼 Beispiel 3: Microsoft Covered Call im echten Depot
Du hältst 100 Microsoft-Aktien zu $400.
Du verkaufst 1 Call mit Strike $420, Laufzeit 30 Tage.
Du erhältst eine Prämie von $2,50 × 100 = $250.
- Bleibt die Aktie unter $420 → du behältst alles.
- Steigt sie über $420 → du verkaufst mit Gewinn und hast $250 Prämie on top.
Bei einem konservativen Depot (z. B. Dividendenstrategie) lässt sich so monatlich 0,5–2 % Ertrag erzielen – ohne hektisches Trading.
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🧠 Fazit
Covered Calls sind eine der einfachsten professionellen Optionsstrategien.
Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, mit bestehenden Aktien kontinuierlich Einkommen zu generieren – besonders in seitwärts tendierenden Märkten.
Sie sind kein Hexenwerk, sondern eher wie das Vermieten deiner Aktien:
Du gibst jemandem das Recht, sie zu einem bestimmten Preis zu kaufen – und kassierst dafür die Miete in Form der Optionsprämie.
Für Einsteiger empfiehlt sich, zunächst mit kleinen Positionen zu starten und nur Aktien zu verwenden, die man sowieso langfristig halten würde.
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🧩 Kurz zusammengefasst:
✅ Du brauchst 100 Aktien je Position
✅ Du verkaufst 1 Call-Option pro 100 Aktien
✅ Du erhältst sofort eine Prämie
✅ Du profitierst, wenn der Kurs seitwärts oder leicht steigt
✅ Du begrenzt Gewinne oberhalb des Strike-Preises
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Tipp zum Schluss:
Viele Broker wie Interactive Brokers oder TradeStation bieten Covered-Call-Tools mit Ertragsrechnern und Risikoanalyse. Schau dort ruhig mal rein – du wirst überrascht sein, wie berechenbar und elegant diese Strategie ist.
Hinweis:
Keine Anlageberatung, keine Kaufempfehlung