Wie der Sender n-tv heute auf seiner Internetseite berichtet, schlägt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor, die Anzahl der Bundestagsabgeordneten schrittweise zu reduzieren, siehe:
https://www.n-tv.de/politik/Altmaier-will-Bundestag-deutlich-verkleinern-article21379052.html
So sollen pro Legislaturperiode 40 "Sitze" gestrichen werden. Da er sich aber andererseits für eine Verlängerung der Legislaturperiode von 4 auf 5 Jahre ausspricht, würde es 15 Jahre dauern, bis die Reduktion eine Anzahl von mehr als 100 (von derzeit über 700) erreicht.
Italien hat vor wenigen Monaten eine wesentlich ehrgeizigere Parlamentsverkleinerung verabschiedet:
Die Zahl der Abgeordneten sinkt damit von 630 auf 400 und die der Senatoren von 315 auf 200.
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-10/italien-parlament-verkleinerung-beschluss
Man muss Herrn Altmaier zugute halten, dass er einen wenn auch kleinen Schritt in die richtige Richtung in die Diskussion geworfen hat. Beschlossen ist deswegen allerdings noch lange nichts.
Vielleicht hat sich bei seinem persönlich bedauernswerten Sturz von einem Podium, von dem er
glücklicherweise keine bleibenden Schäden erlitten hat, eine kleine Schraube in seinem Denkapparat verstellt.
Insgesamt muss man aber leider feststellen:
Seine unzulänglichen Aktivitäten als Wirtschaftminister, die zuletzt auch von bedeutenden Industrievertretern kritisiert wurden, sind ein Symptom für den wirtschaftlichen Abstieg der BRD. Mit symbolhaften Tippelschritten wird sich die Lage nicht zu Besseren wenden.
Aber solange der Steuerzahler klaglos bereit ist, jedweden Unsinn mitzufinanzieren, und den allseits spendablen Parteien seine Stimme nicht entzieht, ist wohl keine Besserung zu erwarten.