Dear Hiveans,
this Monday I wrote an exam, so I was quite busy over the last weeks. The events in the White House last week didn't escape me though. As there seems to be little nuance concerning this topic, here my thoughts about that.
Dear Europeans and Americans, feel free to feel offended!
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The Europeans and all allies of the USA made big mistakes over the last 35 years:
In my opinion Americans saw that, had some harsh experiences in those wars (with many dead and high costs) and felt being abandoned/betrayed. And now many of them are fed up, and don't want to fight the wars of others. I can understand that.
That's one reason why Trump was elected in the first place (both 2016 and 2024). He tries to "correct" that (or says to do that).
Trump being Trump is not doing that via diplomatic means (though Vance called him chief diplomat), but via such open "talks".
--> Europe disqualified itself as a serious and trusted partner.
I wrote more about Europe, in 2020 and 2022.
Rhetorically Trump is an appeaser, and if he would follow up on that, that would be very, very bad for the whole world.
Here some basic facts regarding the Ukraine War:
During the talks in the White House, Zelenskyy could have "performed" better and should not have interrupted his hosts. But after three years of war, he is scarred by these experiences (countless war crimes against his people) and tired of lies spread about his persona (dictator, guilt of war, drug abuse) and just pissed because of the insufficient support.
When Zelensky correctly pointed out that the US are profiting from nice oceans protecting them from invasion (very hypothetical side question: how would World War 2 have evolved if there was no Atlantic ocean between France and the US?) and that nonetheless the US may feel the brunt of war in the future, things escalated quite a bit. I hope he's wrong, but perhaps Zelensky's words will be seen as prophetic some years from now. Appeasing an aggressor like Putin shows other dictators that the rules-based order is done, and that they may profit from attacking other countries, without severe consequences.
The US have a (perhaps not legal, but moral) duty to protect Ukraine as promised when Ukraine gave up its nuclear bombs (as Secretary of State Rubio says here). And Trump inherited this duty. He should not renege on this.
Trump and Vance attacked the guy that is fighting a vicious war for the survival of his people, wrongfully claiming that he doesn't even say thank you (proof) or that he "let the war happen". How emotionally insecure a man must be, to demand a "thank you" or "sorry"? A "sorry" or "thank you" that does not come naturally, is worth nothing.
Attacking a man who is fighting for the survival of his people and country while you are
What we saw was the political right's version of Greta's ridiculous "how dare you":
Here more about the "woke right".
Europe has to step up and rearm immensely. That will cost a lot (financed by debt, of course) which will increase inflation. And inflation is the ultimate driver of populism and extremism. Beware, Europe!
In the short- to medium-term these developments may benefit (relatively) the US, as they can reduce and refocus military expenditures.
The challenge for Europe will either break the EU or it will lead to European countries coming together to tackle and (partly or mostly) solve their myriad problems.
I don't know Trump's real intentions. I tend to believe that he is not a Russian asset (that would be like the tail wags the dog) and think or hope that this is just his kind of negotiating (the Art of the Deal): first applying maximum pressure on the EU to step up and rearm and on Zelensky to force him to accept (any?) peace deal, second Trump negotiates with Putin also applying maximum pressure and finally getting to a peace deal. Then Trump is celebrated as a peace deal maker and gets the Nobel Peace Prize, so that he feels better when barbecueing with his buddy Obama.
As I am an avid reader of history, I've always asked myself how it was living through turbulent times like the French or American Revolutions or 1914-1945. Now I am experiencing the breeze of such a dramatic time.
Stay safe, Слава Україні! / Slava Ukraini , and have a great day,
zuerich
Memes and thoughts...




Liebe Hiver,
am Montag hatte ich eine Prüfung, war also in den letzten Wochen ziemlich beschäftigt. Die Ereignisse im Weißen Haus letzte Woche sind mir aber nicht entgangen. Da es anscheinend wenig Nuancen zu diesem Thema gibt, hier meine Gedanken dazu.
Liebe Europäer und Amerikaner, Ihr dürft Euch gerne beleidigt fühlen!
Die Europäer und alle Verbündeten der USA haben in den letzten 35 Jahren große Fehler gemacht:
Meiner Meinung nach sahen die Amerikaner das, machten in diesen Kriegen harte Erfahrungen (mit vielen Toten und hohen Kosten) und fühlten sich im Stich gelassen/verraten. Und jetzt haben viele von ihnen die Nase voll und wollen nicht in den Kriegen anderer mitkämpfen. Das kann ich verstehen.
Das ist ein Grund, warum Trump überhaupt gewählt wurde (sowohl 2016 als auch 2024). Er versucht, das zu „korrigieren“ (oder sagt das zumindest).
Trump, wie er nunmal ist, tut das nicht mit diplomatischen Mitteln (obwohl Vance ihn als Chefdiplomat bezeichnete), sondern mit solchen offenen „Gesprächen“.
--> Europa hat sich als ernsthafter und vertrauenswürdiger Partner disqualifiziert.
Ich habe mehr über Europa geschrieben, 2020 und 2022.
Rhetorisch gesehen ist Trump ein Beschwichtigungspolitiker, und wenn er das durchziehen würde, wäre das sehr, sehr schlecht für die ganze Welt.
Hier einige grundlegende Fakten zum Ukraine-Krieg:
Während der Gespräche im Weißen Haus hätte Zelenskyy besser „auftreten“ und seine Gastgeber nicht unterbrechen sollen. Aber nach drei Jahren Krieg ist er von diesen Erfahrungen gezeichnet (zahllose Kriegsverbrechen an seinem Volk) und der Lügen über seine Person (Diktator, Kriegsschuld, Drogenmissbrauch) überdrüssig und einfach angepisst wegen der unzureichenden Unterstützung.
Als Zelensky richtigerweise darauf hinwies, dass die USA von den Ozeanen profitieren, die sie vor einer Invasion schützen (sehr hypothetische Nebenfrage: Wie hätte sich der Zweite Weltkrieg entwickelt, wenn es keinen Atlantik zwischen Frankreich und den USA gegeben hätte?), und dass die USA in Zukunft dennoch die Hauptlast eines Krieges zu spüren bekommen könnten, eskalierte die Lage ziemlich. Ich hoffe, dass er sich irrt, aber vielleicht werden sich Zelenskys Worte in einigen Jahren als prophetisch erweisen. Einen Aggressor wie Putin zu beschwichtigen, zeigt anderen Diktatoren, dass die auf Regeln basierende Ordnung am Ende ist und dass sie davon profitieren können, andere Länder anzugreifen, ohne dass dies ernsthafte Konsequenzen hat.
Die USA sind (vielleicht nicht rechtlich, aber moralisch) verpflichtet, die Ukraine zu schützen, wie es versprochen wurde, als die Ukraine ihre Atombomben aufgab (wie Außenminister Rubio hier sagt). Und Trump hat diese Pflicht geerbt. Er sollte sich dieser Pflicht nicht entziehen.
Trump und Vance griffen den Mann an, der einen grausamen Krieg für das Überleben seines Volkes führt, und behaupteten zu Unrecht, dass er sich nicht einmal bedankt (Beweis) oder dass er „den Krieg geschehen lässt“. Wie emotional verunsichert muss ein Mann sein, um ein „Danke“ oder „Entschuldigung“ zu verlangen? Ein „Entschuldigung“ oder „Dankeschön“, das nicht von selbst kommt, ist nichts wert.
Einen Mann anzugreifen, der um das Überleben seines Volkes und seines Landes kämpft, während man selbst
Was wir gesehen haben, war die politisch rechte Version von Gretas lächerlichem „how dare you“:
Hier mehr über die „woke Rechte“.
Europa muss aufrüsten, und zwar gewaltig. Das wird viel kosten (natürlich durch Schulden finanziert), was die Inflation erhöhen wird. Und Inflation ist der ultimative Treiber für Populismus und Extremismus. Vorsicht, Europa!
Kurz- bis mittelfristig könnten diese Entwicklungen den USA (relativ) zugute kommen, da sie ihre Militärausgaben reduzieren und neu ausrichten können.
Die Herausforderung für Europa wird entweder die EU zerbrechen lassen oder sie wird dazu führen, dass sich die europäischen Länder zusammenschließen, um ihre zahllosen Probleme anzugehen und (teilweise oder größtenteils) zu lösen.
Ich kenne Trumps wahre Absichten nicht. Ich neige dazu zu glauben, dass er kein russisches Asset (wie Schröder) ist (das wäre so, als würde der Schwanz mit dem Hund wedeln), und denke oder hoffe, dass dies nur seine Art des Verhandelns ist (siehe sein Buch "the Art of the Deal"): Erst übt er maximalen Druck auf die EU aus, damit sie aufrüstet und Zelensky zwingt, einen (jeden?) Friedensvertrag zu akzeptieren, dann verhandelt Trump mit Putin, indem er ebenfalls maximalen Druck ausübt und schließlich einen Friedensvertrag erreicht. Dann wird Trump als Friedensstifter gefeiert und bekommt den Friedensnobelpreis, damit er sich beim Grillen mit seinem Kumpel Obama besser fühlt.
Da ich ein begeisterter Leser von Geschichte bin, habe ich mich immer gefragt, wie es war, turbulente Zeiten wie die Französische oder Amerikanische Revolution oder 1914-1945 zu erleben. Jetzt erlebe ich den Hauch einer solch dramatischen Zeit.
Passt auf Euch auf, Слава Україні! / Slava Ukraini , und have a nice day,
zuerich
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