zu 1: ja, aber Anleihen und Aktien verlieren irgendwann an Wert. D.h. man muss sie aktiv bewirtschaften und Leistung (Geld geschickt allozieren) bringen, um sein Vermögen zu erhalten oder sogar zu vermehren.
zu 2: Die Rothschilds haben ja Anleihen unterschiedlicher Form gehandelt. Und Staatsanleihen wurden auch von allen möglichen anderen Marktteilnehmer gehandelt. Staatsanleihen (und auch Gold, v.a. früher) wurden/werden als Sicherheit für die Vergabe von weiteren Krediten gewählt, weil sie vom Markt (!) als sicher beurteilt werden. Das kann man den Rothschilds kaum anlasten.
Ist es wichtig, warum eine Staatsanleihe ausfällt? Wenn sie ausfällt, verliert der Gläubiger sein "principal". Damit ist das Investment nicht risikofrei (im Gegensatz zu Grundbesitz im feudalen Mittelalter).
Mit wem und gegen wen sollen sich die Rothschilds verschworen haben? Wenn man das Buch liest, stösst man immer wieder auf Geschäfte, bei denen sie von ihren Geschäftspartnern "verraten" oder hintergangen wurden, teilweise auch von Regierungsmitgliedern (Hessen-Kassel, Österreich, ...). Im Zuge des 20. Jahrhunderts wurden einige Rothschildbanken enteignet.
D.h. die Ziele der verschiedenen Akteure waren nicht aligniert, da sie unterschiedliche Anreize hatten. Und das ist meiner Ansicht nach der entscheidende Punkt, an dem (fast) jede Verschwörungstheorie krankt.
RE: Niall Ferguson's book "The House of Rothschild"