Ich musste bei der "Zucht und Ordnung" der Tomatenpflanze schmunzeln. Wahrscheinlich ist sie inzwischen tatsächlich froh, wenn ich ihr nur gelegentlich aufhelfe und sie nicht auch noch ideologisch erziehe.
Deinen Satz "Arm ist der Mensch an Geist, wenn er zur Gewalt greifen muss, um seinen Idealen näherzukommen" kann ich übrigens uneingeschränkt unterschreiben. Er war dann auch der eigentliche Auslöser meiner Gedankenspirale.
Was die politische Mitte betrifft, habe ich im Laufe des Tages einen schönen Gedanken mitgenommen: Vielleicht ist die Mitte gar kein politischer Ort, sondern ein geistiger Zustand. Der Zustand, in dem man zuhören, nachdenken und seine Meinung auch einmal ändern darf. Das beschreibt vermutlich besser, wie ich mein Leben bisher gelebt habe, als jede Einordnung auf irgendeinem politischen Spektrum.
Und keine Sorge - im Balancieren bin ich ebenfalls ausgesprochen schlecht. Vielleicht sitzen wir deshalb lieber mit einem Kaffee am Ufer und beobachten, wohin die Strömung gerade fließt.
Beste Grüße!
RE: Der Song, der Kaffee und die erste rote Tomate