"Wenn ich groß bin, will ich einmal Fußballprofi werden!" - Diesen Satz geben wahrscheinlich jeden Tag tausende westeuropäische Kinder von sich, die glauben, ihren Traumjob bereits zu kennen. Doch was ist eigentlich ein Traumjob?
Primär gilt es zu klären, welche Faktoren einen Traumjob eigentlich ausmachen. Ich kann nur für mich sprechen, persönlich kommen mir hauptsächlich folgende drei Dinge in den Sinn:
In einem meiner Praktika habe ich im Krankenhaus einen Oberarzt kennengelernt, der mir als einer der am zufriedensten wirkenden Menschen in Erinnerung geblieben ist. Wie es der Zufall will, habe ich ausgerechnet mit ihm damals über dieses Thema gequatscht - und seine Einstellung gefällt mir nach wie vor. Seine Aussage zu diesem Thema lautete sinngemäß in etwa so:
"Mit unseren Gehältern ist es sich ausgegangen, dass wir ein Einfamilienhaus aufbauen konnten. Beim täglichen Leben müssen wir nicht aufs Geld schauen und wir können zwei bis dreimal im Jahr gut auf Urlaub fahren. Klar könnte ich mehr arbeiten und mehr verdienen - aber wozu bitte?"
Mir ist natürlich klar, dass ein Oberarzt stark überdurchschnittlich verdient - dennoch fand ich die Aussage imposant. Es gibt genug Leute in seiner Position, die trotz ihres Gehalts glauben, durch zusätzliche Arbeit noch mehr verdienen zu müssen. Doch glücklicher als er wirkte keiner von denen, die ich kennenlernen durfte.
Der Gewinn dieses Hobbyturniers war zwar sehr cool, Pokerprofi ist aber ganz sicher nicht mein Traumberuf!
Mein Traumberuf
Ich habe das Glück, dass ich meinen vermeintlichen Traumberuf (Arzt) erlernen durfte und ausüben darf. Finanziell sehe ich diese Thematik ähnlich wie der oben erwähnte Oberarzt - Diese Möglichkeiten würde mir mein Beruf also bieten. Obendrein macht die Arbeit mit Menschen enorm glücklich und von Monotonie kann definitv keine Rede sein. Einzig beim Thema Work-Life-Balance muss man als Jungarzt aufpassen, hier werden viele meiner Kollegen leider in Rollen gedrückt, wo diese nur sehr spärlich gegeben ist. Ich hoffe, dass ich das persönlich etwas besser lösen werde. In erster Linie natürlich für mich selbst - aber ich denke auch, dass ein mit sich selbst und seinem Leben zufriendener Arzt ein besserer Arzt sein kann.
Wie seht ihr diese Thematik? Was ist euer Traumjob?
Liebe Grüße,
Martin
P.S. Die 10-Minuten des #mittwochsquickie's von @nissla habe ich natürlich massiv überzogen, aber was solls, das Thema ist zu interessant :) Hier die Originalankündigung!