Wenn Preise steigen, wenn es Knappheit an Gütern gibt, ist es keine Inflation, sondern ein Mechanismus der so alt ist wie die Menschen selbst, seit dem sie miteinander Handel treiben.
Zwischen Kaufen und Bezahlen gibt es einen Unterschied, der gerne vergessen wird.
Preise können steigen, ohne dass die Geldmenge steigt, den zum Kaufen braucht man kein Geld.
Wenn nun die höheren Preise bezahlt werden müssen, braucht man mehr Geld.
Höhere Preise => Höherer Geldbedarf => mehr Kredite => mehr Geld.
Die steigende Geldmenge ist eine Folge der Inflation und nicht die Bedingung.
Deshalb führen starke Lohnerhöhungen meist zu Inflation (die Kurve verläuft nahezu deckungsgleich).
Ein großer Anteil der Geldmengenexplosion in den letzen Jahren wurde ja durch QE erschaffen, also als Reserven. Diese Reserven können aber keinen Einfluss auf die Güterpreise haben, da sie das Bankensystem nicht verlassen können.
Sie können auch die meisten Vermögenswerte nicht beeinflussen, den mit Reserven kauft man keine Aktien.
Das Einzige was sie etwas beeinflusst haben, waren die Anleihen, die gekauft wurden.
Aber auch hier ist der Einfluss vernachlässigbar.
Selbst die FED gibt das mittlerweile zu:
Bin Wei, Federal Reserve Bank of Atlanta:
...I estimate that a $2.2 trillion passive roll-off of nominal Treasury securities from the Federal Reserve’s balance sheet over three years is equivalent to an increase of
29 basis points in the current federal funds rate at normal times, but 74 basis points during turbulent periods....
Jeder Bond Futures-und Options Trader weiß das schon immer.
Aber in den libertären ThinkTanks usw. gibt es eben keine Bond-Trader.
Im freien Markt wird immer das Gleichgewicht zwischen Sparen und Verschulden hergestellt, darüber müssen wir uns überhaupt keine Gedanken machen.
Früher waren in der westlichen Welt immer die Unternehmen (als Ganzes) Schuldner.
Die letzen 10-20 Jahre wurden sie zu Sparern.
Die Bürger waren bei uns immer schon Sparer.
Würde sich jetzt der Staat von Heute auf Morgen in Luft auflösen (und es gäbe nicht das Euroausland), dann gäbe es kein Geldvermögen.
Natürlich würde sich das schnell regeln, aber der Staat wird niemals verschwinden. Die Leute wollen das nicht.
Y>Nun der Fall liegt noch etwas anders. In der EU gibt´s eine Gemeinschaftswährung. Gäbe es diese nicht, hätte die DM aufgewertet (weil "Exportweltmeister") und das Ausland hätte sich gar nicht in diesem Maße verschulden können. Der Euro ist politisch manipuliert und das führt in der Folge natürlich zu solchen Verwerfungen. Die Handelsbilanzen finden keinen natürlichen Ausgleich mehr bzw. gleichen sich nunmehr über hausgemachten Krisen aus.
War die alte BRD nicht auch Exportweltmeister?
Das Ausland hat sich genauso verschuldet und die Bundesbank hat Devisenreserven angehäuft (die über die Zeit immer weiter abgewertet haben).
Wo lag der Unterschied?
Weder der Euro noch die DM sind oder waren politisch Manipuliert.
Völlig unmöglich bei solch großen Devisenmärkten.
Was in D politisch manipuliert ist, ist der Arbeitsmarkt.
Durch die Agenda 2010 und andere Maßnahmen wurde und wird die Arbeit in Deutschland künstlich relativ zum Euroausland verbilligt.
Vor der Agenda 2010 hatten wir keine so großen Überschüsse.
Die Handelsbilanzen finden keinen natürlichen Ausgleich
Was soll das sein ein natürlicher Ausgleich.
Die Bilanz ist immer ausgeglichen.
RE: Was andere so reden