Ich glaube wir kennen beide die Antwort.
Dachte ich mir. Du bist einfach zu nett.
Also ist Inflation doch kein Geldmengenproblem, sondern ein Produktionsproblem?
Doch ist es ausschließlich. Wenn Preise steigen, wenn es Knappheit an Gütern gibt, ist es keine Inflation, sondern ein Mechanismus der so alt ist wie die Menschen selbst, seit dem sie miteinander Handel treiben. Wenn aber steigende Geldmengen und zurückgehende Gütermengen zum selben Zeitpunkt auftreten, haben wir sogar ein Problem mit dem Problem.
Die Entwicklung des USD passt übrigens nicht zur Geldmengentheorie.
Ich weiß. Das sagen ja alle. Der Dollar bleibt immer noch eine stark nachgefragte Währung.
Zur steigenden Staatsquote: Die ist eine zwingende Bedingung, wenn die Bürger und die Unternehmen gleichzeitig sparen wollen. Irgendwer muss Schulden machen.
Ich kenne die Saldenmechanik, was die Mechaniker aber nicht verstehen ist die Tatsache, dass Ihre Gleichung auch ohne Staat funktioniert. Es ist die denkbar schlechteste Variante, dass der Staat sich verschuldet. Schulden sind nicht schlecht! Staatsschulden sind schlecht!
Irgendwer verschuldet sich auch. Sparen oder auch Verschulden tun ja nie alle gleichzeitig. Das sind nur Gedankenmodelle. Im freien Markt wird immer das Gleichgewicht zwischen Sparen und Verschulden hergestellt, darüber müssen wir uns überhaupt keine Gedanken machen. Das funktioniert von ganz allein. Der Staat muss gar nix, damit irgendwer "sparen" kann. Das regelt sich. Ob das nun Unternehmen sind, Privatpersonen oder Banken. Es gibt immer ein Ying zu einem Yang.
Lange Zeit haben in Deutschland die Unternehmen, die Bürger und der Staat gespart, die dafür nötigen Schulden wurden von anderen Euromitgliedern gemacht. Zum Dank hat man sie als faule Südländer beschimpft.
Nun der Fall liegt noch etwas anders. In der EU gibt´s eine Gemeinschaftswährung. Gäbe es diese nicht, hätte die DM aufgewertet (weil "Exportweltmeister") und das Ausland hätte sich gar nicht in diesem Maße verschulden können. Der Euro ist politisch manipuliert und das führt in der Folge natürlich zu solchen Verwerfungen. Die Handelsbilanzen finden keinen natürlichen Ausgleich mehr bzw. gleichen sich nunmehr über hausgemachten Krisen aus.
RE: Was andere so reden