Die Frage ist leicht zu beantworten.
Man hat die Frage der Reparationszahlungen nach dem Krieg auf die lange Bank geschoben, da ja überhaupt nicht klar war von wem man die Reparationen fordern soll.
Man wollte die Frage wieder aufs Tablett bringen, wenn Deutschland als Ganzes wiederhergestellt ist.
Vorher wäre auch kein Friedensvertrag möglich gewesen.
Warum wohl hat Kohl auf die ehemaligen Ostgebiete verzichtet, als Gorbatschow diese angeboten hat?
Die Feindstaatenklausel ist immer noch in Kraft - gut so.
Zumindest auf dem Papier ist der zweite Weltkrieg noch nicht vorbei.
Das spielt zwar grundsätzlich keine Rolle, da das “neue” Deutschland seit den 2+4 Verträgen (theoretisch) wieder souverän ist. Aber das wiedervereinigte Deutschland ist eben nicht das alte deutsche Reich, welches verantwortlich wäre für Reparationszahlungen.
Man kann über unsere Politiker sagen was man will, aber die Beamten im Außenministerium waren schon immer Weltspitze.
Die wissen genau was auf dem Spiel steht.
Das haben sie gleich nach dem Krieg bewiesen und auch wieder während der Wiedervereinigung.
Auch die Gratwanderung zwischen uneingeschränkter Solidarität mit Israel und trotzdem immer gute Beziehungen zu den Feinden Israels zu haben, war und ist eine diplomatische Meisterleistung.
Auch die guten Beziehungen zur UdSSR/Russland trotz des Drucks der USA sollte man nicht vergessen.
Außenpolitisch ist unser Land extremen Zwängen unterworfen, aber im Rahmen unserer Möglichkeiten sind wir bisher relativ gut durchgekommen.
Ein neues Deutschland, mit neuer Verfassung, wie es sich so viele wünschen, würde Probleme mit sich bringen, die sich die wenigsten vorstellen können (ich auch nicht).
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6y
RE: Reichsbürger und Libertäre