Heute mal etwas abseits von Politik & Wirtschaft - mal was Angenehmes. Für all jene, die Musik abseits des Mainstreams schätzen, erlaube ich mir, auf zwei Neuveröffentlichungen hinzuweisen.
Ray Wylie Hubbard
Über diese texanische Legende wäre viel zu sagen beziehungsweise hier zu schreiben. Jene, die ihn nicht kennen, aber die Musik von Jerry Jeff Walker, Guy Clark, Townes Van Zandt, Willie Nelson oder David Allan Coe mögen, sollten sich auch über ihn schlaumachen. Er gehörte ebenfalls zu jener Outlaw-Bewegung, die sich Ende der 1960er- und zu Beginn der 1970er-Jahre in Austin konstituierte.
Ich liebe und sammle seine Musik mittlerweile seit über drei Jahrzehnten. Deshalb freute ich mich zu hören, dass er wieder einmal ein neues Album herausgebracht hat. Am 21. August erschien „Reel 2 Reel 4 Real“, das natürlich bereits als LP (Vinyl) bei mir im Regal steht. Hier hat der Mann, der im Herbst 80 Jahre alt wird, eine Arbeit abgeliefert, die sich sehen lassen kann.
The Third Mind
The Third Mind wäre wohl früher von der Musikpresse und den Marketingabteilungen der Plattenfirmen als „Supergroup“ bezeichnet worden. Supergroup deshalb, weil es sich bei den Mitgliedern um Musiker handelt, die alle bereits auf eine stolze Karriere zurückblicken können.
Aufmerksam wurde ich übrigens durch Jesse Sykes auf die Band, die ich seit ihren Anfängen sammle, als ich erfuhr, dass sie bei diesem Projekt mitwirkt. Ein weiterer zentraler Player ist Dave Alvin . Er gründete Ende der 1970er-Jahre gemeinsam mit seinem Bruder die in Musikerkreisen hochgeschätzte Band The Blasters . Diese Band spielte eine äußerst energiegeladene Mischung aus Rock ’n’ Roll, Rockabilly, Blues, Country, Rhythm and Blues und Punk.
Einen Hit von ihnen werden viele ältere Semester in Deutschland noch kennen: „Marie, Marie“, das in der Mainstream-Coverversion von Shakin’ Stevens 1980 in der deutschen Hitparade bis auf Platz 4 kletterte.
Weitere Mitglieder sind Victor Krummenacher (Camper Van Beethoven, Cracker), David Immerglück (Counting Crows, John Hiatt) und der Schlagzeuger Michael Jerome (Richard Thompson, John Cale).
The Third Mind haben bereits vier Studioalben und eine Live-LP herausgebracht. Darauf befinden sich Klassiker wie etwa „Morning Dew“ ebenso wie Eigenkompositionen. Die Coverversionen werden nicht einfach nachgespielt, sondern auf besondere Weise neu interpretiert. Die New York Times schrieb über ihre erste LP: „Ein Sound zwischen Appalachia, den Byrds und John Coltranes ›A Love Supreme‹.“
Spellbinder ihr viertes Studioalbum, kam am 13. März 2026 auch als Vinylversion heraus. Eine tolle Platte, die natürlich ebenfalls bereits in meinem Plattenregal steht.
Ich hoffe, ich konnte bei einigen Musikinteressierten die Neugier wecken und zugleich eine nützliche Information liefern.