Ftao3 rollte fast spielerisch über den steinigen Untergrund. Seine Anstrengung konnte man nur an seiner transparenten Farbe ablesen. Ich konnte seinen Vorsprung nicht mehr einholen und stolperte mit einigem Abstand hinter ihm über die Markierung. Keuchend blieb ich stehen. Es war ungeheuer anstrengend, genug Luft über die Atemmaske zu bekommen, und das bei 1,18 facher Erdschwerkraft. Mein Kamerad rollte zu mir, leuchtete blau auf (Freundschaft/Freude) und streckte mir ein Tentakel entgegen, das ich kurz drückte.
Wir waren ein Team, das auf diesem Abschnitt der Grenze Dienst versah – ich ein Mensch, er ein Luytenianer. Was für ein ungleiches Paar! Ich konnte mich nie an dem Anblick sattsehen, wie schnell er seine 261 „Schuhe“ auszog und in einer Kiste verschwinden ließ, nicht ein mal 3 Sekunden dauerte es. OK, es waren keine richtigen Schuhe, sondern eher kleine Fingerhüte, die die Beintentakel schützen, wenn er im Freien rollte. Die Luytenianer sind Kugelwesen von ca. 1m Durchmesser, die von hunderten von Tentakeln besetzt sind, die mal zu Beinen, mal zu Händen wurden, je nachdem was zu tun war. Ihre Gefühle und Stimmungen zeigten sie mit Farben an. Überhaupt sprachen sie nicht sehr viel.
Jetzt begann er gerade rot zu pulsieren. Das traf sich gut, denn ich war mittlerweile auch hungrig geworden. Wir gingen zurück zur Station. Ich freute mich schon darauf, meine Maske loszuwerden. Hier auf GJ 273 c war tagsüber nie etwas los, nur nachts kamen die Psychobiester raus, gegen die die Luytenianer nicht ankamen. Wir Menschen waren gegen ihre Beeinflussung völlig immun, deshalb hatten sie uns angeheuert. Doch nur die Verrückteren von uns ließen sich darauf ein...
Hallo,
das wäre der Beginn einer Geschichte. Hat jemand Interesse zu erfahren, wie es weitergeht?