Hallo Freunde,
vor einer Weile habe ich einmal einen Post veröffentlicht zum Thema Wundversorgung wie man es nicht macht. Ich dachte mir ich poste jetzt einmal einen Post dazu, wie man es richtig macht. Wie im letzten Post gesagt, gibt es alte Hausmittel wie Honig, die auch durchaus funktionieren, aber in einer modernen Wundversorgung nichts verloren haben. Es wirkt Antiseptisch bis zu einem gewissen Grad, ist jedoch nicht Keimarm. Ziel einer Wundversorgung ist es den Wundheilungsprozess unseres Körpers zu unterstützen. Ich rede hier nur von Wunden, die nicht kritisch sind.
Abdecken
Eine der wichtigsten Handlungen in der Wundversorung ist die Wunde keimarm abzudecken, das kann zum Beispiel mit einem Wundschnellverband passieren, umgangssprachlich auch als Pflaster bezeichnet. Ziel ist es die offene Wunde davor zu schützen, dass Keime aus der Umwelt in die Wunde gelangen. Unser Körper schafft es im Gegenzug ganz gut die Wunde zu reinigen, solange keine neuen Keime in die Wunde gelangen. Das Blut spült quasi die Wunde aus und schafft Keime aus der Wunde heraus. Anschließend wird eine Kruste gebildet und diese deckte die Wunde ab. Wichtig ist, dies ist der Normalfall bei einer normalen Wunde, die nicht ärztlich versorgt werden muss. Hier ist ein Auswaschen nicht notwendig. Wichtig ist vor allem, nichts in die Wunde einfügen, solange sie noch blutet. Sobald die Kruste sich gebildet hat, kann man Antiseptische Salben oder von mir aus auch Honig nutzen, aber das ist in der Verantwortung der jeweiligen Person.
Dreck auswaschen und Fremdkörper
Vorweg, handelt es sich um eine Wunde die ärztlich versorgt werden muss, weil zum Beispiel Steine oder Glassplitter in der Wunde stecken, sollte diese ärztlich versorgt werden, was dazu führt, dass sie nicht ausgewaschen wird, da dies der Arzt oder desen Personal in der Klinik oder Praxis macht. Handelt es sich jedoch nur um eine einfache Wunde die nur mit Erde oder ähnlichen Dreck verunreinigt ist, kann man diesen beruhigt mit lauwarmen Wasser auswaschen, wobei dieses am besten direkt aus dem Hahn kommen sollte, da dieses am Keimärmsten ist. Anschließend kann man die Wunde Keimarm abdecken.
Und was wenn die Wunde tiefer ist?
Wenn jetzt eine Wunde nicht nur ein kleiner Oberflächlicher Schnitt oder eine kleine Ablederung ist, sondern ein tiefer Schnitt oder eine ordentliche Kopfplatzwunde, dann hat man eine Chance das ganze noch einmal zu Nähen oder zu Kleben, was die Wundheilung unterstützt und die Narbenbildung reduziert. Dafür hat man aber nur ein Zeitfenster von etwa 6 Stunden. Deshalb sollte man bei sowas nicht ewig warten bis man zum Arzt geht.
Allgemein lässt sich sagen, man sollte gesunden Menschenverstand anwenden. Und bitte nichts in die Wunde schmieren. Früher hat man Hausmittel verwendet, weil man keine keimarmen Mittel hatte, ich meine wenn man die Wunde mit einem dreckigen Lappen abdeckt, ist es kein Wunder das man sie anschließend auswaschen muss und Honig wirkt Antiseptisch, aber wir haben heute sicherere Produkte, bei denen eine Verunreinigung nicht gegeben ist.