Nürnberg, Erlangen, Fürth drei Städte die einen eigenen Organismus bilden, vor allem wenn es um das Thema Hochschulen geht. Die altehrwürdige Friedrich-Alexander Universität(FAU), 1742 gegründet und Bildungsheimat für Generationen von Ingenieuren, Ärzten und Priestern verteilt sie sich auf die drei genannten Städte. Es könnte vieles so gut laufen, wäre dort nicht ein Kampf der Hochschulleitung, unterstützt durch Siemens, gegen eine Verlegung weiterer Fachbereiche nach Nürnberg, ein Kampf gegen die Stadt und vor allem gegen einen aufkommenden Konkurrenten, die Technische Hochschule Nürnberg – Georg Simon Ohm. Eine ehemalige Fachhochschule, die ihre Chance genutzt hat und durch Kooperation mit Wirtschaft und Instituten zu einer Forschungsstarken Hochschule wurde. Neben diesen Hausgemachten Problemen kämpft die FAU mit Infrastukturproblemen:
Neben den Problemen der FAU hat die Technische Hochschule Nürnberg – Georg Simon Ohm(Ohm) ebenfalls einige Probleme.
Beide Hochschulen haben ihre Infrastrukturprobleme, dazu kommt ein Wohnungsmangel in der Stadt und eine Überfüllung der Straßen. Seit 2013 eine Technische Hochschule, 1971 als Fachhochschule gegründet, mit Wurzeln in der städtischen Polytechnischen Schule. Den Beinahmen Georog Simon Ohm trägt sie aufgrund ihres ehmaligen Professor und Rektor, dem Physiker Georg Simon Ohm.
Was macht man also um diese Probleme zu bekämpfen?
Richtig, man gründet eine neue Universität, die Technische Universität Nürnberg. Eine neue Eliteuni mit Studiengängen zum Thema IT Sicherheit, Robotik und Umwelttechnik. Eine Universität die in Kooperation mit Unternehmen aus der Region Franken zu einem neuen führenden Forschungsstandort machen sollen.
Um dieses Ziel zu erreichen wird im Süden der Stadt ein ganzer neuer Stadtteil errichtet, mit Platz für 6000 Studenten und 2000 Mitarbeiter und 250 Professoren errichtet werden. Das Problem daran ist nur, dieser Platz wird eigentlich für Wohnungen und/oder neue Gebäude für die Technische Hochschule gebraucht.
Um dieses Problem abzufedern werden insgesamt 3 Milliarden Euro in den Standort Nürnberg/Erlangen investiert. 1,4 Milliarden gehen an die neue Uni für ihren Aufbau, 1,5 Milliarden an die FAU um neue Flächen und Gebäude zu kaufen.
Weitere 300.000 gehen an die Technische Hochschule. Was ehrlichgesagt ein Witz ist, es werden ebenfalls weitere Gebäude gebraucht. 300.000 auf 30 Jahre für eine Hochschule mit 12.000 Studenten, während eine nicht einmal vier Mal so große Universität mehrere Milliarden bekommt.
Alles in allem ist die Investition in Bildung und Forschung zu begrüßen, es wäre nur besser gewesen das gesamte Geld in die bereits bestehenden Einrichtungen zu investieren, anstatt noch einmal einen gesamten Apparat mit Verwaltung aufzubauen.
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