Heute sind Kopf und Gefühl gefragt. Deshalb eine kleine Einstimmung, um die emotionale Einfärbung des Späteren zu verstehen. Das Thema lautet:
Vielleicht ist es dir damals in der Schule ähnlich geschehen: du hast dich in unendlicher Wut einmal gegen einen übermächtigen Mitschüler durchgesetzt, bist also über dich hinausgewachsen und hast ihn so verprügelt, daß seine Eltern bei dir zu Hause angerufen haben. Wow! Welch ein Sieg! Die umstehenden Gaffer haben verstohlen Beifall geklatscht.
Oder du hast einem Lehrer "Contra" gegeben; durch Fragen, vielleicht. Besonders dann, wenn du ihn kalt erwischt hast und der Oberschulrat gerade supervidierte. Oder du hast dich öfter seinen Anordnungen widersetzt. Egal, du kennst es bestimmt genauso gut, wie ich. Meine Schulzeit war diesbezüglich grausam.
"Wieso denn immer ich? Ich hab' mich doch nur verteidigt!"
Dieses Gefühl, Opfer des "Prinzips der ewigen Rache" zu sein, bitte merken!
Und jetzt das Futter für die linke Hirnhälfte. Dazu stelle ich nur ein paar Fragen, die mir — unsortiert — in den Sinn kamen, getreu dem Motto: "Wer nicht fragt, bleibt dumm": Was weißt du von Rom?
Was wurde in Rom Amtsträgern vorangetragen und welche Bedeutung hatte dies? Wie nennt sich die Bündelung von Wirtschaft, Finanzwelt, Politik und Juristerei zu einem Interessenkonglomerat in Deutschland, den VSA, Frankreich und anderen "Staaten"?
Wie heißt also demnach die heute dort anzutreffende Ideologie?
Etwa Faschismus?
Weshalb finden/fanden sämtliche großen kriegerischen Auseinandersetzungen der neueren Zeit in Zentraleuropa statt? Ist das Römische Reich — in all seinen Facetten — jemals wirklich untergegangen? Welche Hinweise stützen die Vermutung, daß es (jetzt in der degenerierten Ausprägung) fortbesteht, wenn auch in veränderter, getarnter Form als "Römischer Geist" oder "Römisches Prinzip"?
Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Karl der Große, sofern man seine Existenz anerkennt?
Wer krönte ihn?
Entstand dadurch ein "Bund" aus kirchlicher und weltlicher Macht? War das ein Kanal für den Durchtritt Roms und das Fortbestehen der "Römischen Idee"?
Welches Recht besitzen wir heute? Römisch-kanonisches Recht? Handelt es sich (z.T.) um Kirchenrecht?
Welche Ideologie herrscht heute vor? Divide et Impera? Ordo ab Chao?
Wie war es um Rom dann kurz vor seinem Untergang bestellt? Sklavenaufstände, wie sie aktuell in den VSA drohen und demnächst auch Deutschland erfassen können? Hohe Steuerlast und überbordende Bürokratie, die jeden wirtschaftlichen Spielraum zerstörten, wie es das EU-Parlament und der "Bund"estag umsetzen?
Welche Rolle mag der Vatikan im Zusammenhang mit dem "Römischen Prinzip" spielen? Was bedeutet das Wort Vatikan ursprünglich? Weshalb sehen "Capitole" überall gleich aus und sind Repliken des Petersdoms? Weshalb sieht auch der Berliner Dom so aus und St. Paul´s in London? Zu welcher Organisation hatte der Architekt von St. Paul´s, Christopher Wren, Verbindung?
Welche heute ausschließlich gebräuchliche Organisationsform aller Institutionen ist der römischen entsprungen? Die hierarchische Ordnung in Form einer Pyramide?
Was sagt uns der Begriff "Brot und Spiele"? Hollywood? Olympiade? Fußball-"Bund"esliga? Fernsehen und Sport im Allgemeinen?
Das Statthalter-Prinzip hat welches Vorbild? Das weltweite Inkasso-System durch die VSA als Strafexpedition hat welche Verbindungen? Wer raubte den Völkern und Stämmen ihre Frauen und Kinder? Und zu welchem Zweck?
Und wie ist der Kindsraub heute?
Wie steht es mit dem Schuld-Prinzip? Welche Schuld ist Deutschland in jüngster Vergangenheit aufgebürdet worden? Zu Recht? Ein Fake?
Darf es ungestraft hinterfragt werden? Wenn nicht, kann es sich dann um die Wahrheit handeln?
Es scheint, als ob sich dieser "Römische Geist", diese "Römische Ideologie", diese "Römische Tradition" über die Jahrhunderte fortgesetzt hat — wie funktioniert das?
Weshalb bezeichnet sich die VSA als "Nachfolger Roms"?
Was führte schließlich zum Untergang des physischen Rom?
Etwa Umweltzerstörung, Familienzerstörung, Steuerlast und überhöhte Militärausgaben? Kommt uns das nicht alles bekannt vor? Hat man das vergessen, als man dem "Römischen" nacheiferte?
Wer konnte diesem "Römischen Prinzip" widerstehen? Germanen?
Nun führe ich die Verbindung vom "Warum immer ich?" aus den Schulbeispielen zum "Warum immer German-y" aus. Dazu nehme ich ein sehr lang zurückliegendes Ereignis.
Wir wissen, wie Wissen verfälscht und in den Dienst der Weltenlenker genommen ist und dann als Dogma inquisitorisch aufrechterhalten wird. Ich nutze dennoch die bei oberflächlicher Recherche zutage geförderten Mainstreamdaten. Es geht ja um das Prinzip, den Auslöser oder einen Mechanismus, den ich verdeutlichen möchte. Dazu benötige ich nicht unbedingt die exakten, selbst eingesehenen Quellen. Und schon gar nicht die "offizielle" Deutung derselben.
Wie soll es damals gewesen sein — mehr oder weniger, vielleicht auch ganz anders? Die Römer waren Besatzer eines Gebietes, das im heutigen "Deutschland" liegt. Dieses Deutschland gab es damals noch nicht, wie jedem gesagt wird. Es war das Jahr 9 nach Christus. Eine Strafexpedition sollte in diesem besetzten Gebiet gegen die Zivilbevölkerung erfolgen. Römischer Kommandant dieser Aktion war ein gewisser Publius Quinctilius Varus (varus, lat. = krumm - der Name ist Programm). Er befand sich schon auf dem Rückweg und hatte Frauen und Kinder als Beute dabei. Ein Tross von 20.000 Menschen soll sich gen Rom bewegt haben.
Wer ihm in die Quere kam, war Arminius, zu deutsch Hermann. Eigentlich war er ein Zögling Roms und sollte die Römer sicher nach Hause geleiten. Er entschied sich aber angesichts des Elends, das Rom im besetzten Gebiet vorsätzlich anrichtete, die Fronten zu wechseln. Deshalb lockte er die vertrauensseligen Römer in ein Gelände, in dem sie keine Chance auf einen siegreichen Kampf hatten. So erhielten sie in nur 3 Tagen durch verschiedene, vereinte germanische Stämme eine so bittere Niederlage, daß sie "Germanien = German-y" fluchtartig verließen. Der German als "echter Mann" (Ger = Speer, Manen = Mannen, "Speer tragender Mann") hatte es den Mächtigen gezeigt; physisch und intellektuell! Der Plan zur vollständigen Unterwerfung Germaniens wurde daraufhin von Rom aufgegeben. Man mußte sich mit einem kleineren besetzten Teil zufrieden geben. In dieser Schlacht im Teutoburger Wald (oder in seiner Nähe) — das Denkmal des "Hermann der Cherusker" alias Arminius steht in Detmold — wurden mehrere Legionen Römer (pro Legion zwischen 3.000 und 6.000 Mann) komplett vernichtet. Es war die empfindlichste Niederlage der Römer in Germanien. Weshalb aber wurde diese Schlacht nach seinem Verlierer (um)benannt?
Auch später noch sollen verschiedene Germanen-Stämme den Römern über einen langen Zeitraum sehr zugesetzt haben. So waren es z.B. die Vandalen, die Rom zerstörten. Aber auch Sachsen, Hessen und Franken waren wegen ihrer Kriegskunst gefürchtet.
Diese vielen Situationen — ob wahr oder erdacht — in die Köpfe der Menschen implantiert, rufen auf der einen Seite — der Roms — eine unglaubliche, tiefe, traumatisierende Beschämung ob der Niederlagen hervor. Auf der anderen Seite — der Germaniens — etabliert es eine ausgeprägte Schuld am Tod von vielen, edlen Römern. Denn wir wissen von Tacitus, der einzigen Quelle, daß Germanen in Fell gehüllte Barbaren waren. Rom weit unterlegen. Die einzige Antwort darauf: Ewige Rache!
Das Resultat: Rache auf ewig! Deshalb ist es immer German-y! Das ist die Stätte tapferer Krieger und echter Männer. Der Hort unglaublicher Kreativität auf vielen Gebieten der Kunst, Musik und Wissenschaft. Jetzt, ob der tiefen Schuld, gramgebeugt und komplett ent-waffnet und ent-männlicht. Nun hat das "Prinzip Rom" leichtes Spiel mit dem Rest.
In einem Satz ausgedrückt, auf das Schulbeispiel vom Anfang dieses Artikels hinweisend:
"Der Großkotz und Unterdrücker hat mehrmals ordentlich eins auf die Fresse gekriegt und nun, kochend, rasend und schnaubend vor Wut, macht er seinen Gegner platt, mit allem, was ihm zur Verfügung steht."
Und wenn es in Etappen und über mehr als 1.000 Jahre geschieht, denn der "Römische Geist" hat überlebt und steckt in jedem Detail unserer Weltordnung.
Na dann, jetzt erst recht: "An die Freude!" 🇨🇷