Heute hatte ich mal wieder eines. Ein Déjà-vu, das anders war, als die bisherigen. Und dieser Umstand hat mich ein wenig irritiert. Laut Definition ist ein Déjà-vu eine qualitative Gedächtnisstörung, welche sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen, aber nicht geträumt zu haben. Doch die heutige Situation habe ich mit ganz großer Sicherheit bereits erlebt oder geträumt, glaube ich.
Ohne auf Details einzugehen, befand ich mich heute in einem kurzen Moment, in dem mir meine Erinnerung plötzlich mitteilte, dass ich die vorliegende Situation bereits erlebt habe. Noch während sich dieser Gedanke in meinem Gehirn ausbreitete, konnte ich aus der Erinnerung die nächsten 10 Sekunden des Moments rekonstruieren und vorhersagen. Und exakt so verliefen die nächsten 10 Sekunden. So bewusst und aktiv habe ich ein Déjà-vu noch nie wahrgenommen. Normalerweise erinnert man sich nur wenige Momente nach einem Déjà-vu daran, dass man etwas bereits erlebt haben könnte. Aber während eines Déjà-vus aktiv eine Vorhersage zu treffen, das ist zumindest mir neu.
Nun, die auf Wikipedia angegebenen Forschungsergebnisse beschreiben mögliche Ursachen, geben aber nur vage Erklärungen, die auf mein Erlebnis nicht zutreffen.
Also formuliere ich jetzt meine Erklärung – Und jetzt schön festhalten:
Déjà-vus sind partielle Überschneidungen mit existierenden Paralleluniversen.
Warum denn nicht? Sinn macht es. Man stelle sich vor, in einem Paralleluniversum, welches im gleichen Raum existiert, erlebt eines meiner Ichs die oben beschriebene Situation. Und bedingt durch eine Anomalie, die im Prinzip alles sein kann (Inkonstante Magnetfelder, umgelenkte kosmische Strahlung, Schwankung der dunklen Materie, etc.), verbinden sich für einen kurzen Moment die exakt gleichen Teilchen des Gehirns zweier Ichs, so dass das Erlebtes des einen auf den zweiten projiziert wird. Dass einzelne Teilchenpaare über enorme Distanzen miteinander verbunden sein können (Stichwort: Quantenverschränkung), ist bekannt. Das Modell von Paralleluniversen ist auch beschrieben, nur nicht nachgewiesen, würde jedoch viele aufgestellte Theorien erklären. Eine Korrelation aus beiden ist doch durchaus möglich, oder?
Das einzige Problem meiner Theorie ist die Zeit. Sofern Paralleluniversen im gleichen Raum zur gleichen Zeit existieren, dürfte ein Déjà-vu nicht möglich sein. Das bedeutet, dass eventuell die Zeit in den Paralleluniversen nicht exakt gleich zu der in unserem verläuft. Man kann sich das quasi wie eine Phasenverschiebung der Wellen vorstellen. Aber vielleicht agiert die Gravitation (siehe allg. Relativitätstheorie) interuniversell und hat somit auch Einfluss auf die Zeit, so dass es zu einem Versatz bei der Interaktion kommt.
Wie dem auch sei… Die einfachere Erklärung wäre, dass wir (Menschen/Erde/Universum) eine Computersimulation sind, sodass manche Bugs Déjà-vus in uns als Softwarefragment erzeugen (à la Matrix).