Endlich haben wir das gröbste Chaos nach dem Umzug beseitigt und uns überlegt, welche Möbel und Einrichtungsgegenstände uns zu unserem Wohnglück noch fehlen. So wirklich alles kann man eh nicht überblicken, also starten wir in Richtung IKEA, der keine sechs Kilometer entfernt liegt – Danke Großstadt!
Das ist so schön, das brauchen wir unbedingt!
Mein Ziel im IKEA ist definitiv die Zimtschnecke am Ausgang - Darauf freue ich mich am meisten. Alles andere ist halt Nebensache. Bei meiner Partnerin sieht das dagegen anders aus. Sobald uns der freundliche Herr am Eingang eine gelbe IKEA-Tasche in die Hand drückt, beginnen ihre Augen zu leuchten.
Ich schaue aufs Smartphone: 14 Uhr.
Wie immer versuche ich so schnell wie möglich durch dieses „Einrichtungsparadies“ zu navigieren. Und während es seitens der Freundin immer wieder heißt „Schau mal, das ist doch schön“, „Wow, sowas würde sich doch wunderbar im Zimmer XY machen“ und „Das brauchen wir unbedingt“, bekommt sie von mir zu hören „Das ist echt unpraktisch“, „Wo soll das denn hinpassen?“, „Das brauchen wir unbedingt nicht“.
Ich schaue aufs Smartphone: 17:30 Uhr.
Dabei sind wir so schnell, wie es uns nur möglich war, durch den Laden gelaufen, quasi im Eiltempo, ohne großartige Verzögerung. Wo zur Hölle sind die 2,5 Stunden geblieben? IKEA scheint die Raumzeit zu krümmen, sodass ein 30-Minuten-Trip durch ein Gedönslabyrinth ganze 2,5 Stunden verschlingt. Und dabei ist die Ausbeute noch recht überschaubar geblieben.
Die noch warme Zimtschnecke haben wir uns anschließend auch noch schmecken lassen. Doch dabei ist die Zeit in gewohnten Dimensionen geblieben.