NEIN, ich räume fremden Menschen nicht den Müll hinterher!
Zwar nennt man mich Muell ( i ), aber was zu viel ist ist zu viel. 😎
Der Sonntag ist bei uns ein Strandtag.
Seit vielen Jahren schon, treffen sich dort an diesem Tag ein Haufen Freunde und Bekannte, um gemeinsam bei ein paar Bier die Woche ausklingen zu lassen.
Es wird getratscht, die Neuigkeiten ausgetauscht, ein paar Strandspielchen gespielt und gemeinsam gepicknickt.
Dann kam ein Virus daher und machte uns das Leben schwer.
Die Sonntage wurden alleine daheim verbracht.
Gestern, Strandgänge sind wieder erlaubt, machten sich das Liebchen und ich auf den Weg dorthin, im Glauben auch die vertraute Truppe anzutreffen.
Viele haben wir lange nicht mehr gesehen und freuten uns auf den neuesten Tratsch und Klatsch aus deren Leben.
Bei unserer Ankunft staunten wir nicht schlecht, trafen wir doch gerade mal zwei vertraute Leute, aus der sonst bis zu 20 Mann und Frau starken Mannschaft und was diese zu berichten hatten war alles andere als erfreulich.
Drei Leute aus unserer kleinen Gang sind in den letzten Tagen verstorben.
Nicht an Corona, sondern am Krebs und einem Herzinfarkt.
Der Bekanntenkreis wird immer kleiner.
Umso größer werden dafür die Mülleimer am Strand und das trotz sinkender Besucherzahlen.
Dieses Schmuckstück hier im Bild ist wohl ein Kunstprojekt, welches die Besucher wachrütteln soll, ihren Müll nicht am Strand liegen zu lassen.
Täglich sammeln ein paar Freiwillige am Abend den Müll fremder Leute ein und schmeißen ihn in das Maul dieses Müllschlucker Fisch´s, damit die Strandgänger am nächsten Tag bewundern können, was sie am Vortag im Sand liegen ließen.
Eine witzige Aktion wie ich finde und man staune was da so an Unrat zusammenkommt.
Gar nicht lustig, sondern eher traurig finde ich, das es tatsächlich eine Notwendigkeit solcher Aktionen gibt, da zu viele Volltrottel nicht in der Lage zu sein scheinen, ihren Dreck alleine wegzuräumen.
Statt diesen Idioten aber ihren Mist hinterher zu räumen, plädiere ich für eine handfestere Methode sie zu bekehren, die da wäre:
Man verfolge den Umweltsünder unverzüglich, sollte er an seinem Plätzchen einen Müllberg hinterlassen, werfe ihn schwungvoll auf den Boden, schleife ihn, so er Haare hat, an diesen zurück zu seiner Halde, stoße seine ignorante Fresse in den Haufen und fordere ihn unter Androhung körperlicher Gewalt dazu auf, seinen Dreck zu entsorgen.
Ich weiß, das ist sicher eine etwas unkonventionelle Methode die Strände sauber zu halten und nicht immer umsetzbar.
Man stelle sich nur vor das die Umweltsau vielleicht ein kampferprobter Kickboxer, oder ähnliches ist und somit ist diese Form der Reinigung nur den echten Fightern zu empfehlen, also nicht mir.
Trotzdem beteilige ich mich nicht bei der freiwilligen Müllabfuhr am Abend, sondern gehe die Sache, so wie gestern, etwas direkter an.
Die Familie welche es sich etwa 10 Meter neben uns im Sand bequem machte und bei ihrem Aufbruch eine leere 1,5 Liter Plastikflasche eines bekannten Limonaden Herstellers und eine Tüte voll mit Müll und Essensresten zurückließ, wurde direkt von mir verfolgt.
In der Hand hatte ich ihren Dreck.
„ Entschuldigung, sie haben da wohl etwas verloren „ verriet ich dem etwas irritiert drein schauenden Familienoberhaupt und lächelte ihn freundlich an.
Er blickte hilfesuchend zu seiner Frau und diese griff daraufhin beherzt zu, nahm mir die Tüte und die Flasche aus der Hand, bedankte sich bei mir und zog von dannen.
Kein Witz!
Ein Erfolg auf ganzer Linie, war mein kleiner Beitrag für eine saubere Umwelt und wurde später in der Strandbar noch mit einem Bier begossen.
Zum Schluss noch eine Reisewarnung für die Portugal Urlauber.
Lissabon wird gerade, aufgrund extrem vieler Neuinfektionen mit dem Covid19 Virus, wieder heruntergefahren.
Die Ausgangssperren verschärft, Restaurants geschlossen oder in ihren Öffnungszeiten beschränkt und all der Kram den wir ja schon kennen.
Die zweite Welle schwappt gerade herein und auch wenn es noch keine weiteren Einschränkungen gibt auf dem Luftweg ins Land zu reisen, stehen die Zeichen schon wieder auf Alarm und es ist gut möglich, das in Kürze erneut der Ausnahmezustand ausgerufen wird.
Also Augen auf bei der Urlaubsplanung! 😎
Euch wünsche ich einen entspannten Start in die Woche und trotz Sommerloch sehen wir uns bald wieder.
FOTOS: @muelli
Die Collage erstellte ich mit Hilfe von https://pixabay.com/de/