UND ES WIRD SOMMER
Zwar weigert sich das Wetter stur, der Ihm angedachten Aufgabe in dieser Jahreszeit gerecht zu werden, aber es kommt langsam Bewegung auf im Örtchen.
Was für den vom Tourismus profitierenden Geschäftsmann ein Segen ist, wird für Muelli zur alljährlichen Belastungsprobe.
Urlauber!
DIE NERVEN LIEGEN BLANK
Nicht nur das in der normalerweise kuschelig warmen Ferienzeit das eh schon übertriebene Überangebot der Polizeipräsenz noch einmal aufgestockt wird, um den Urlaubern ein Gefühl der Sicherheit zu gewähren ( was allerdings nicht klappt wenn man Sie permanent mit dem Anbringen von Parkkrallen am Auto nervt! ) strapaziert Muellis Nervenkostüm, sondern das sich die ganz normalen Dinge des alltäglichen Lebens plötzlich zu einer Herausforderung mausern, die ein hohes Maas an strategischem Geschick erfordern.
Mal eben schnell was einkaufen fahren?
Vergiss es!
Schon hunderte Meter vor der Ortschaft kommt man in den Genuss eines Spektakels, welches der hiesige Einwohner bestenfalls aus seinen Besuchen der portugiesischen Metropolen wie Lissabon oder Porto kennt.
Einen Stau.
( Quelle: pixabay )
Hat man es nach gefühlten Stunden schliesslich geschafft das Ortsschild zu passieren und vorm Einkaufsmarkt vorzufahren, beginnt eine ungewohnte Suche.
Die Suche nach dem Parkplatz.
Äusserste Vorsicht ist geboten!
Wie schon oben erwähnt gehört es wohl zur Beschäftigungstherapie der Polizei, jedes nicht korrekt eingeparkte Auto mit einer Kralle am Rad zu versehen und es an der Weiterfahrt zu hindern.
( Quelle: pixabay )
Der Besitzer des blockierten Wagens darf sich dann nach der Entdeckung der Wegfahrsperre, zu Fuss auf die Polizei Wache begeben, sich in die Schlange der anderen Opfer einreihen und sich, wenn er dann mal an der Reihe ist, mit einer ungewollten Geldspende die Weiterfahrt erkaufen.
Ich habe von Urlaubern gehört die mehr Zeit auf der Wache als am Strand verbrachten!
Einmal die Woche muss Muelli aus geschäftlichen Gründen in die 30 km entfernt liegende Stadt, was er im Normalfall, trotz einer extrem kurvigen Piste, in einer knappen halben Stunde meistert.
Nicht so, gestern!
Sage und schreibe 1 Stunde und 20 Minuten war ich unterwegs, was nicht an meinem Fahrstil lag.
Es ist immer wieder eine Freude, sich in die mit etwa 40 Stundenkilometern über die Landstrasse heizende Autokolonne einzureihen, angeführt meistens von Feriengästen in dicken Autos, die anstatt sich auf die Strasse zu konzentrieren und Gas zu geben, lieber im Schritt Tempo die schöne Gegend bewundern.
Ok, Sie haben ja Ferien und genügend Zeit. Es sei Ihnen gegönnt!
( Quelle: pixabay )
Wenn aber, … so geschehen letztes Jahr, zur selben Zeit, auf gleicher Strecke ein Typ es auf die Spitze treibt und unvermittelt den Wagen mitten auf der Strasse zum Stillstand bringt, die Karre verlässt um ein paar Naturaufnahmen zu knipsen und hinter Ihm der komplette Verkehr zum erliegen kommt, dann muss er sich nicht wundern wenn ein Mob aufgebrachter Werktätiger aus den dahinter stehenden Autos springt, dem Fotografen die Kamera entreisst, diese schwungvoll in die Pampa schleudert und den Kerl zurück in seinen Wagen jagt.
( Quelle: pixabay )
Uuupppsss, ich bemerke gerade wie ich mich errege und stelle fest, das wenn ich jetzt weiter schreibe der Artikel viel zu lang wird und ich meine Beruhigungspille nehmen müsste.
Lasst Euch von mir nicht die Ferien vermiesen! 😎
FORTSETZUNG FOLGT!