Das neue Jahr ist nun fast schon wieder eine Woche alt und auch Weihnachten scheint schon Ewigkeiten her zu sein. Die Zeit lässt sich halt nicht aufhalten, also können wir nur das Beste aus den vielen Tagen machen, die noch vor uns liegen und uns bleiben.
Apropos Zeit und Weihnachten... Die Zeiten, in denen ich noch richtige Geschenke aller Art erhalten habe, sind schon seit langem vorbei, und auch zum letzten Weihnachten hat sich das wieder nicht geändert. Jetzt freue ich mich lieber darüber, dass ich selber und alle um mich herum halbwegs gesund sind und wir den alltäglichen Wahnsinn irgendwie ausblenden können.
Aber auch wenn der Weihnachtsmann mich nun wohl nicht mehr auf seiner Liste zu stehen hat, bin ich doch weiterhin in ganz engen Kontakt mit dem gutem Kerl. Meine Aufgabe ist es nunmehr die von der jüngsten Generation im Haus geäußerten Wünsche diplomatisch und taktvoll zu vermitteln, und dafür zu sorgen, dass auch am Weihnachtsmorgen die kleine Augen weiter strahlen können und das das Lachen und die guten Laube in der Stube noch lange anhalten wird.
Bisher ist uns das ganz gut gelungen, zum Glück sind die Erwartungen und Ansprüche noch alle erfüllbar und lassen sich teilweise sogar noch steuern. Und die lieben Verwandten haben dann auch noch ihren Teil dazu beigetragen, dass der Kerl mit dem dicken Bauch und dem weißen Bart auch weiterhin noch hoch im Kurse zu stehen scheint. Und unser Wohnzimmer wird nun wohl für alle Ewigkeit wie ein kunterbuntes Schlachtfeld aussehen, auf dem die erhaltenen Geschenke immer wieder von neuem ausgetestet und erprobt werden müssen. Aufräumen und ausräumen ergeht oft im selben Augenblick und gehören wohl untrennbar zusammen.
Aber auch wenn ich nun selber nicht mehr bedacht werden, ist meine eigene Vorfreude auch jetzt noch auf einem ziemlichen hohen Niveau, welches sich fast mit dem der lieben Kleinen messen kann. Insbesondere wenn dann plötzlich und unerwartet noch einige weitere Päckchen geöffnet werden dürfen, von denen man vorher überhaupt nichts gewusst hatte. Wenn dann die kleinen Augen noch einmal zu strahlen anfangen, ist man selber auch wieder ganz nah am Geschehen und fast so aufgeregt, wie der Rest der Bande.
Genau so erging es mir, als ich in der letzten Woche einen kleinen Weihnachtsnachschlag weiterleiten sollte. Der Nachwuchs hat wohl mal wieder wo einen guten Eindruck hinterlassen, und so stand ich dann plötzlich da und hielt eine etwas schwere Tüte in den Händen. Ich wurde bei Übergabe genau instruiert und wusste daher, dass ich den Inhalt dieser Tüte nicht für mich zu behalten sondern pflichtgemäß weiterzuleiten hatte.
Zu Hause angekommen, wurden die Päckchen erst einmal mit Überraschung registriert, welche sich dann schnell in aufgeregte Vorfreude wandelte. Endlich gab es noch einmal was zum auspacken, man hatte schon ernsthaft befürchtet, man müsste nun ein weiteres Jahr warten, bis es wieder soweit wäre.
Aus dem Inneren der Geschenkverpackung schälten sich dann drei Packungen mit Buntstiften, was bei den Kleinen natürlich sofort den Ruf nach ein wenig Malpapier laut werden ließ. Endlich darf man sich nun künstlerisch und farbenfroh entfalten, es schien fast so, als hätte man keine eigenen Stifte im Haus, welche fast täglich zum Einsatz kommen.
Nachdem ich die neuen Buntstifte ein wenig näher inspiziert hatte, war ich erst einmal verblüfft. Nicht nur, dass es sich um drei Packungen aus drei verschiedenen Ländern handelte, aus England, Japan und aus Deutschland, diese Buntstifte sollen wohl als Inspiration zu etwas ganz Großem dienen. Hier hat es jemand fast schon zu gut gemeint, wenn man die guten Stifte in die Hand nimmt, traut man sich fast gar nicht damit zu malen. Aber auch, wenn einem die Stifte zum Malen viel zu schade erscheinen, gehören sie ja letztendlich doch benutzt. Und wurden dann natürlich auch gleich eingeweiht und durften zeigen, was in ihnen steckt.
Aber um Verlust vorzubeugen, werde ich dann wohl doch nicht alle drei Batterien gleichzeitig auf den Tisch legen und zur Benutzung freigeben. Am Ende des Tages bin ich es dann nämlich meistens, der durch das Zimmer robbt und unter das Bett kriecht, um die fehlende Munition wieder einzusammeln. Und gerade bei den guten Exemplaren hier wäre es sehr schade, wenn sie vorzeitig im Nirwana unseres Wohn- und Spielzimmers auflösen würden. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich selber damit nämlich auch noch eine längere Zeit malen und gemeinsam mit den Kleinen meinen Spaß haben.
Mal schauen, wo uns die guten Stücke hinführen werden und ob wir vielleicht sogar noch ein wenig besonderes Talent irgendwo herauskitzeln können. Es würde nicht nur mich sehr freuen...
Die erste Packung Buntstifte kommt aus Japan und besticht schon mit der Aufmachung. Eine kleine Holzpackung mit Metalldeckel und in ihr 12 sehr elegante Stifte, genau das richtige für angehende Künstler im Kleinkindalter.
Die zweite Packung sind diese Buntstifte von Faber-Castell, einer Traditionsfirma aus Deutschland, die es auch in die japanischen Geschäfte geschafft hat. 24 glänzende Stifte warten nun darauf benutzt zu werden.
Packung Nummer drei enthält ganze 36 Stifte und stammt von der englischen Firma Derwent, die auch schon sein langer Zeit im Buntstiftgeschäft zu sein scheint. Die Packung enthält sehr weiche und griffige Stifte und ich bin mir sicher, dass wir auch damit unseren Spaß haben werden.
Nicht nur ich bedanke mich auch an dieser Stelle noch einmal bei Santa's Helfer. Da haben wir ja nun für dieses Jahr etwas vor und können das Leben noch bunter gestalten, als es ja schon ist. Farben bringen Freude, und davon können wir in unserem Hause nie genug haben.
Hoffentlich sind alle mit ihren Geschenken zufrieden und werden sie gut gebrauchen können. Ich denke, in unserem Haus gab es keinen Grund zur Klage, die festliche Stimmung scheint sich bis jetzt fortzusetzen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir dieses Jahr zu einem bunten und fröhlichen Jahr machen können. Und voll von lebendigen und tanzenden Farben.