Lange wurde dem Wochenende entgegen gefiebert. Im Kalender markiert, die Tage gezählt. Alle nervigen Angelegenheiten ertragen und jede Nacht Schlaf genossen, weil sie acht Stunden bedeuteten, die unbemerkt durchs Leben zogen. Die Erwartungen stapelten sich wie Bücher auf einem Nachttischchen, die zwar noch ungelesen, aber voller Versprechungen warteten.
Aus Angst die Ansprüche ins Unermessliche wachsen zu lassen, wurden die Gedanken verdrängt, der Zeitpunkt für die notwendigsten Vorkehrungen fast verpasst und die Tasche erst kurz vor Abfahrt gepackt. Einen Tag davor, war es viel zu früh, ein Fiebertraum, aus dem man nicht mehr aufwachen will. Danach, oder dabei, kann man sich nicht mehr darauf freuen. Was danach machen? Worauf danach freuen? Warum danach aufstehen?
So groß die Vorfreude war, gab es die Vorahnung, dass es ein Ende sein würde. Kein Beginn.
Danach. Das Gefühl danach fühlt sich ein wenig wie Freiheit an. Ein wenig wie Unbeschwertheit. Keine Erwartungen mehr, keine Ansprüche. Keine erwarteten Enttäuschungen und keine unerfüllten Ausgänge. Das Bild ist noch nicht heil, das Gras wächst langsam und die Angst vor dem Rasenmäher ist noch groß. Ein Anruf nur kann die Stille stören. Das Gefühl ist noch zart, Freiheit ist es noch nicht zu nennen. Es tanzt und schreit noch nicht, aber es zieht sich mit einem guten Buch zurück und lässt sich von der Welt nicht mehr so beeindrucken. Die Tage beginnen und enden und sind nicht mehr so wichtig als das sie gezählt werden müssten. Sie sind einfach da. Und werden gelebt.
Sie lassen sich auf dem Wasser treiben