Bei dieser fotografischen Technik wird ein Objekt, welches Licht brechen kann, vor der Kamera platziert und mit einem dünnen, hellen Lichtstrahl angeleuchtet. Der Sensor der Kamera nimmt dann diese Lichtbrechung auf. Hierbei wird die Kamera ohne Objektiv verwendet. Je nach verwendetem Material ergeben sich die unterschiedlichsten Formen. Durch Bewegung des Objektes vor der Kamera verändern sich Form, Größe und Helligkeit.
Zuerst einmal eine Kamera mit Wechselobjektivsystem. Das Objektiv wird für diese Art der Fotografie entfernt. Die Kamera muss in der Lage sein auch ohne Objektiv auszulösen. Bei einigen Kameras ist der Auslöser blockiert wenn kein Objektiv angeschlossen ist. Ich verwende für diese Bilder entweder meine Nikon D750 oder D300s.
Die Kamera sollte einen stabilen Stand haben, ein Stativ wäre also eine gute Idee. Als nächstes brauchst Du eine Taschenlampe. Für die Bilder in diesem Beitrag habe ich eine Taschenlampe mit ca. 800 Lumen benutzt. Dann brauchst du ein kleines Stück Pappe in der Größe des Lampenkopfes und etwas Gaffa-Tape.
Und dann brauchst Du ein Objekt aus Glas oder Kunststoff welches Licht brechen kann. Für erste Versuche eignen sich Wein- oder Sektgläser gut.
Die Kamera stellst Du mit dem Stativ auf deine Arbeitshöhe ein und richtest sie halbwegs gerade aus. Vor der Kamera befestigst Du dein Objekt aus Glas, am besten so, dass es sich leicht bewegen lässt. Alternativ kannst Du alles aber auch einfach auf den Tisch legen.
In das kleine Stück Pappe stichst Du ein kleines Loch, so ca. 2 bis 3mm groß. Mit dem Gaffatape befestigst Du die Pappe am Lampenkopf. Die Lampe befestigst Du genau parallel zur Kamera, das Licht leuchtet also vorne an der Kamera vorbei und trifft genau auf das Objekt aus Glas. Der Abstand zwischen Lampe und Glas sollte je nach Helligkeit der Lampe zwischen 2 und 5 Metern liegen.
Auf keinen Fall sollte das ganze Glas hell leuchten, wir wollen ja ausschließlich die Brechungsspuren des Lichtes aufnehmen und nicht das eigentliche Objekt. Du solltest nicht auf die Idee kommen einen Laser zu verwenden. Das Licht ist viel zu hell und es besteht die Gefahr, dass der Sensor Deiner Kamera dadurch Schaden nimmt.
Jetzt schaltest Du den Live View der Kamera ein und bewegst das Objekt langsam und in kleinen Schritten vor der Kamera. Wenn Dir die Form gefällt machst Du die Aufnahme. Der ISO-Wert sollte zwischen 100 und 200 liegen. Mit der 800 Lumen Lampe aus 3 Metern Abstand liegt die Belichtungszeit dann bei ca. 1 Sekunde. Hier helfen aber eigentlich nur Probeaufnahmen. Solange man das Glas oder die Lampe nicht bewegt bleibt das Bild gleich. Die Zeit variiert zueilen recht stark weil die Eigenschaften der verschiedenen Gläser unterschiedliche helle Muster auf den Sensor malen.
Um etwas Farbe ins Bild zu bekommen scheidest Du schmale Streifen Farbfilterfolie zurecht. Diese hältst Du dann wahlweise zwischen Licht und Glas oder zwischen Glas und Kamera. Auch das erfordert etwas Fingerspitzengefühl, spätestens wenn man mehrere Farben in einem Bild verwenden will.
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