Um nicht zu verblöden, ist Leroy regelmäßig und relativ viel am Marschieren. Einen Teil des Heimwegs oder des Hinwegs zur Arbeit laufe ich fast immer, meist so zwischen 10 und 12 km. Das sorgt nebenbei noch für einen kleinen Ausgleich für die pantagruelische Lebensweise.
Da der arme Leroy eigentlich von morgens bis abends an nix anderes denkt als so schnell wie möglich aus dem widerlichen Asi-Dreckloch Berlin wegzukommen, und zwar bewusst und unbewusst, scheint er einen Fluchtfetisch entwickelt zu haben.
Ist mir neulich bei der Durchsicht meiner Heimwegsfotos aufgefallen. Die Psychologen unter Euch dürfen anfangen, mich zu therapieren.
Meine Interpretation wäre, dass hier eine sublimierte Aggression nach einem Ventil nach außen sucht und diese, statt seine Mitaffen zu meucheln und für unflätiges Verhalten zu züchtigen, in Gleise transferiert als Metapher für den Weg raus nach Brandenburg, wo zwar auch die meisten Arschlöcher sind, es aber halt nicht so viele gibt und außerdem ohnehin fast alles aus Wald und Seen besteht, so dass letztere das Bewusstwein und Unterbewusstsein nicht so intensiv malträtieren können.
Bin offen für brutalere Wahrheiten.
Wer sich an mir rächen möchte oder Mitleid zeigen, darf Ablass kaufen:
Der Rest ist freiwillig: