Alkoholismus - der schleichende Schurke.

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Hey Steemerinos,

in letzter Zeit ist mir mein Bierkonsum etwas aufgefallen und ich habe gemerkt, wie sich langsam ein Schurke in meinen toten Winkel schleichen wollte.
Und von diesem, ja, diesem Schurken möchte ich euch heute mal berichten bzw. meine Gedanken zu ihm äußern.

Wer kennt es nicht? Ein Glas Whiskey, eine Dose Bier oder sonstigen Alkohol, den man unbeschwert zu Feiern trinkt oder einfach mal zum Einschlafen.
Aber ich muss sagen, dass ich bei dieser Droge, selbst wenn wir in Bezug auf Alkohol ungerne dieses Wort hören, es schnell zu einem Suchtverhalten führt.

Wisst ihr - ich habe nun einige Erfahrungen mit psychedelischen Drogen gemacht und sie haben auch ihre Nebenwirkungen. Pilze, besonders Pilztee, am wenigsten.
Weil auch wenn man ohne gutes Set & Setting auf höheren Dosen nen kompletten Horrorfilm schieben kann, so führt es nicht zu einer Sucht, weil man meißtens erstmal die Erfahrung verarbeiten muss und es sich so gut wie gar nicht in den Alltag integrieren lässt.

Es ist einfach nicht alltagstauglich und auch NICHT partytauglich (meiner Meinung nach). Seht also bitte davon ab es als Partydroge zu sehen. Mit Freunden und alleine kann es eine wundervolle Erfahrung sein, aber das kommt immer drauf an und darauf möchte ich nicht zu sehr eingehen.
Aber es ist mir halt einfach ein Anliegen, diese Message weiterhin zu predigen! (Weil ich weiß, wie tief ein Badtrip (Krankenhaus) gehen kann)

Aber kommen wir zurück zu unserem Schurken, dem Alkohol. Nun, in letzter Zeit trank ich, ohne es wirklich bewusst wahrzunehmen, immer, ja, jeden Abend mein Bierchen. Irgendwann wurden es zwei.
Gestern waren es drei.

Heute ist es eins und dabei wird es auch bleiben..weil..ich weiß nicht ob es an den psychedelischen Erfahrungen liegt...aber ich habe mir unbewusst selber auf die Schulter getippt und gesagt: "Sag mal... irgendwie war das in letzter Zeit etwas viel Bier, meinste nicht?"

Und damit lag ich auch richtig. Es war viel Bier. Viel zu viel eigentlich.
Noch kann ich die Bremse gut ziehen, aber wer weiß wie es anderen Menschen ergeht.

Warum ich Alkohol als diesen heimlichen Schurken sehe, der sich langsam in den toten Winkel schleicht? Nunja, es passiert sehr langsam und es vermischt sich mit der Gewohnheit. Und was sind wir? Richtig, Gewohnheitstiere.
Das Bier am Abend wird also sehr schnell zu einer Art von Ritual, welches mit seinem schön berauschenden Schwips natürlich auch das Einschlafen einfach und (meiner Meinung nach) sehr angenehm macht.

Aber es führt wahrscheinlich genau da hin. Zu drei Bier, statt nur einem.
Oder irgendwann vier.
Und aus Berichten von Bekannten kann es dann auch da enden, dass man jeden Abend mit seinem Sixpack vor der Glotze sitzt und abdriftet.
Was für mich richtig krass klang, aber immer normaler wird, desto mehr Bier ich trinke - ebenfalls ein großes "STOP"-Schild für mich.

Ich bin also sehr froh, dass ich mich unter Kontrolle habe und mich selbst beobachte.

Vielleicht werdet ihr euch fragen, warum ich das schreibe. Das ist relativ simpel.
Ich möchte einfach meine Beobachtungen schildern, damit jeder der das hier liest, vielleicht in einer seiner schlimmeren Phase, darauf zurückgreifen kann und sich (hoffentlich) daran erinnert.
Natürlich auch, damit ihr mal wieder etwas von mir lest.

Jedenfalls bin ich mir sehr sicher, dass dieser Prozess sehr schleichend ist, besonders weil es legal ist und sich so wunderbar in den Alltag integrieren lässt.
Ich werde jetzt zumindest dem köstlichen Bier erstmal ein wenig abschwören und nur noch alle zwei Tage, gar drei Tage, ein Bierchen zischen.
Auch wenn ich das abendliche Bier wohl wirklich vermissen werde.

Liebe Grüße
Kranoras