Er ist allein, die Straße sandüberflutet. Schnurgerade gräbt sie sich durch die Dünen dieser Wüste. Endlose Weite flimmert vor seinen Augen. Ein leichter Wind streicht ihm über dem Boden nach und wirbelt bei jedem Schritt den feinen Sand über seine Stiefel. Er ist auf der Flucht, weshalb weiß er schon fast nicht mehr. Dabei war er sich so sicher gewesen als er ging – bald nachdem sie gegangen war.
Wenn er eine Wut hätte haben können auf sie, wenn sie wenigstens gestritten hätten. Er hatte versucht, stark zu sein. Aber sie war gegangen, weil sie einfach nicht mehr wollte. In den folgenden Wochen allein in der gemeinsamen Wohnung hatte er wirklich positiv über alles denken wollen. Vorbei ist vorbei und jetzt kann ich’s nur besser machen. Aber alles Nachdenken half nichts. Er liebte sie doch, hätte alles für sie getan und kam nicht los von ihr. Ja, es war schon schwer, mit ihm auszukommen, aber sie hatte ihn doch auch geliebt. Er konnte das alles nicht verstehen und war zu schwach gewesen um damit fertig zu werden.
Dann war er davongelaufen und jetzt am Ende und allein. Das Geld war weg und sie würden ihn suchen, hatte er doch auch einen kleinen Schuldenberg hinterlassen. Einfach gehen wollte er, nur noch vergessen. Aber alles in seinem Kopf schreit nach ihr und niemand antwortet.
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Fotograf(in): makunin
Text: joru