Meine Hochachtung für deine Geduld, sich überhaupt mit den Reaktionen beschäftigt zu haben!!
Meine Befürchtung ist, dass die meisten Reaktionen im Rahmen von Diskussionen zu anderen Themen auch nicht viel differenzierter und durchdachter ausfallen. Und das bereitet mir schon Sorgen ...
Es ist so einfach, sich mit einer Person oder Partei zu identifizieren und dann alles gut zu heißen, was diese Person oder Partei verkündet, während alle aus anderen politischen Richtungen stammenden Wortmeldungen nahezu automatisch als kritiwürdig angesehen werden.
Niemand ist davor gefeit, aufgrund von Sympathien/Antipathien zur Zustimmung/Ablehnung von Äußerungen anderer zu neigen, aber ich finde, man sollte immer wieder auch versuchen, sich selbst zu hinterfragen, ob man noch objektiv genug urteilt. Diese Fähigkeit, die Dinge auch mal etwas distanzierter zu betrachten und etwas weniger emotionsgesteuert zu bewerten, ist anscheinend rar gesät.
Was den Bund der Steuerzahler betrifft, fürchte ich, dass er in diesem Falle (den ich dennoch nicht überdramatisieren will - es ging mir vor allem um die Reaktionen der Menschen) schlicht Recht hat, zumal Baerbock und die Bundesregierung den Zahlen nicht widersprachen, sondern sie zu rechtfertigen suchten.
RE: Betrachtung der Diskussionskultur im Netz am Beispiel der Debatte bezüglich der Ausgaben für Baerbocks Visagistin.