Danke, Greta!

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Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!

Greta Thunberg hat der Deutschen Bahn gerade ein Debakel in Sachen Öffentlichkeitsarbeit bereitet. Dafür sollten wir ihr dankbar sein.
Nun weiß die Welt, womit Deutschland sich tagtäglich herumschlägt.

In diesem Konzern geben sich seit Jahren Versager aus Wirtschaft und Politik die Klinke in die Hand. Der Flaschenexport hat die Bahn zum beliebten Abstellgleis für non-achiever aller Art werden lassen, die sich dort ihre tiefen Taschen füllen, ehe buchstäblich die nächste Schicht zum Zuge kommt.
Auf diese Weise versanden dort ohne Gegenleistung Gelder, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes fehlen, in dunklen Kanälen. Versagen wird belohnt, anstatt Regreß auszulösen. Und die Bahn wäre kein Unternehmen, auf dem das Regime die Hand hält, beherrschte sie nicht zur Perfektion die finanzielle Auspressung der Kundschaft. Daher investiert sie lieber in Legionen von Fahrkartenkontrolleuren anstelle der Aufstockung des Bestandes an Zugführern. Betrüger neigen dazu, von sich auf andere zu schließen und diese unter Generalverdacht zu stellen.

Die der Bahn zugedachte Rolle im Umweltschutz löst dort nur leere Werbeparolen und ebensolche Versprechungen aus.
Liest man von „neuen services“ der Bahn, erfüllt dies gleich mit zweifachem Verdruß. Immerhin wäre schon viel gewonnen, käme die Bahn zunächst einmal ihren Grundleistungspflichten nach. Ehe man sich neuen Aufgaben widmet, sollten die alten erledigt sein. Letztere aber ozillieren zwischen Schlechterfüllung und Totalausfall. Wenn man sich die Neuankündigungen dann näher betrachtet, kommt der Verdacht des Eskapismus auf. Die Bahn konzentriert ihre Bemühungen darauf, den Aufenthalt bei ihr ansprechender zu gestalten. Kein Wort fällt darüber, diesen Aufenthalt auf das Nötigste zu begrenzen. Die Passagiere wollen zügig und zuverlässig von A nach B verfrachtet werden. Sie wollen bei der Bahn nicht angenehm verwahrt werden. Davon abgesehen, war die Bahn diesem Anspruch früher schon wesentlich näher, ehe der Komfort immer weiter zurückgefahren wurde, weil die Mittel anderweitig veruntreut wurden. Wer nicht abbaut, braucht nicht aufzubauen.
Schnell hatte man sich bei der Bahn an politische Regimevorgaben adaptiert. Die einschlägige Werbung verrät, wessen Kostgänger dort beschäftigt sind. Politische Aktivitäten in bunter Richtung zu entfalten, gehört jedoch noch nicht einmal zum Fakultativauftrag der Bahn, sondern hat dort nichts zu suchen.
Die Aussagen der Bahn zu ihrem Kerngeschäft bewegen sich dagegen im Vagen. Man wolle sich bemühen, heißt es da. Geschuldet aber ist keine Bemühung, sondern ein Erfolg.

Danke, Greta, für die authentischen Bilder, die nun in die Welt gesandt wurden. Das ist mal eine Offensive der Ehrlichkeit anstelle der billigen Taschenspielertricks, von denen der beste lautet: “Ein Zug, der nicht verkehrt, kann keine Verspätung haben.“ (Originalton des Vorstandsvorsitzenden) Wirklich sehr witzig!

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/hier-lernt-greta-thunberg-was-es-heißt-mit-der-deutschen-bahn-zu-reisen/ar-AAK8cBI?ocid=spartanntp
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/geheimgutachten-rechnungshof-nimmt-ex-bahn-chef-grube-ins-visier/ar-BBXFywZ?ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/auto/nachrichten/deutsche-bahn-diese-neuen-services-gibt-es-nun-an-16-bahnhöfen/ar-BBXHsrb?ocid=spartandhp
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