Anarchie? Hilfe, ich will nicht im Chaos leben, wo bleibt der Staat, der mich davor schützt?
In der Deutschen Sprache ist der Begriff leider negativ behaftet. Hier kommen spontan Bilder von bärtigen Bombenbauern im zaristischen Russland, Rasta lockigen Globalisierungsgegnern, brennenden Autos und verwüsteten Einkaufsmeilen.
Schade und grundlegend falsch. Der Grundgedanke des Libertarismus, ich ziehe diesen Begriff aus dem eben genannten Grund vor, ist zutiefst friedlich und basiert auf dem Vertrauen in die gutartige Natur des Menschen. Steine werfen ist Gewalt und Gewalt ist inakzeptabel im zwischenmenschlichen Umgang.
Sehen wir uns in der Gegenwart um, wird unser Alltag geprägt von Bildern der Gewalt. Glauben wir den Medien, schweben wir ständig in Gefahr und vor dieser kann uns nur die STAATSGEWALT schützen.
Dafür müssen wir nur ein klein wenig unserer Freiheit abgegeben - und einen beträchtlichen Teil unserer Einkünfte.
So ist die Theorie und das Ganze hat eine Zeitlang mehr schlecht als recht funktioniert.
Bis zu dem Zeitpunkt, als immer mächtiger werdende Unternehmen begannen, den Staat vor ihren Karren zu spannen. Gesetze werden nicht mehr gemacht, um den Bürger zu schützen, sondern die Interessen der Konzerne zu fördern.
Das Ganze wird als Fürsorge deklariert, doch glaubt wirklich jemand, am Hindukusch werde die freiheitlich demokratische Grundordnung verteidigt?
Es ist ein riesiges Kollektiv entstanden, welches dem Einzelnen immer weniger Entfaltungsmöglichkeiten lässt. Schlimmer noch, wir werden zunehmend entrechtet und enteignet. In unmerklich kleinen Schritten.
Hier treffen sich an diesem Wochenende 1.500 Freidenker, um Möglichkeiten zu diskutieren diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
Individualisierung statt Kollektivismus, Freiheit statt Bevormundung – es ist möglich. Die Befreiung hat bereits begonnen und sie findet im Kopf jedes Einzelnen von uns statt. Oder auch nicht.
Ich habe mich schon vor vielen Jahren aus diesem System verabschiedet, ohne große Worte darum zu machen.
Umso mehr freut es mich, heute zu sehen, dass ich inzwischen nicht mehr ganz allein als „verantwortungsloser Egoist“ gelte. Grund genug, die Saat der Freiheit weiterzutragen und die gute Nachricht zu verbreiten, dass wir tatsächlich etwas ändern können. Jeder Einzelne muss es für sich tun.
Wie es geht? Darüber werde ich hier auf Steemit schreiben, denn Steemit gehört zu den Werkzeugen, die uns in die Hand gegeben wurden.
Was noch dazu gehört? Schaut bitte 'rein, ich berichte täglich von diesem enorm spannenden Treffen.