Ja, das kann ich mir gut vorstellen, das mit der Bildung in der DDR...
Das Hauptproblem ist, daß unsere Staatsform "Demokratie" auf das antike Griechenland zurückgeht.
Es war das Privileg der ca. 10 % der griechischen Bevölkerung ("obere 10 000") die hauptsächlich in Athen lebten und vor lauter Reichtum, Langeweile und Überdruß begannen philosophierend durch die Marmorsäulenhallen zu wandeln (wobei ich mal stark unterstelle, daß über 90 % davon trivialer Smalltalk war :-) ).
Gebaut, finanziert und aufrechterhalten haben die Marmorsäulenhallen so wie den Lebenstil neben Feldzügen hauptsächlich die restlichen 90 % der Bevölkerung - niedere Soldaten, Sklaven, arme Bauern ohne eigenen Landbesitz (Lehensnehmer), Gast- und Zwangsarbeiter etc. soweit ich weiß ohne aktives und passives Wahlrecht.
Frauen waren sowieso ziemlich rechtlos, bis auf einige reiche Töchterchen vielleicht.
Diese Zwei-Klassengesellschaft hat sich bis in unsere Zeit erhalten - die Schere geht nicht immer weiter auseinander, sie war schon immer weit auseinander...
Nach WK 2 wäre die Chance gewesen eine "echte" Demokratie in Deutschland aufzubauen, aber das war wohl gegen den Willen der Besatzungsmächte...
Die Politik (nicht erst seit den 50er Jahren) verfolgt nach wie vor das Prinzip Umverteilung von unten nach oben...
Und Wissen ist Macht, Bildung längst ein Statussymbol und an seinem Status läßt keiner so gerne kratzen...
Aber viel wichtiger :-) :
Warum votet Steemcleaners Deinen Comment down ?
RE: So vor mich hingedacht - Über das "Lernen"...