CoT steht für Commitment of Traders. Im Futuremarkt werden Long und Short Positionen institutioneller Anleger gerne als Indikator genommen, um Hochs und Tiefs festzustellen.
Viele Menschen stellen sich vor, dass Institutionelle Geld in den Markt rein- oder rauspumpen, um die Kurse in die gewünschte Richtung zu bewegen. Ohne Futures wäre das aber ein katastrophales Verlustgeschäft.
Jeder von uns kann das selbst mal testen. Man nehme einen Shitcoin mit extrem niedrigen Volumen. Schon ist man mit einigen Tausend Euro ein Wal. Nun kaufe den Coin auf bis der Preis in die Höhe schießt. Du wirst schnell merken, dass du dir selbst in die Suppe spuckst.
Mit Futures aber kannst du den Kurs hin und her bewegen, aber auf einem sozusagen externen Markt in deine gewünschte Richtung wetten.
Schauen wir uns mal das CoT auf der Bitcoin Future Plattform CME an.
Gibt es eine große Lücke zwischen Long- und Shortpositionen, ist meist eine größere Kursbewegung zu erkennen. Sobald eine Divergenz zwischen Long- und Shortpositionen zu erkennen ist, bewegt sich der Kurs sehr oft in die ein oder andere Richtung.
In der unteren Grafik ein paar Beispiele. Eine positive Divergenz für Longpositionen heißt, dass ein Kurstief und eine Bewegung nach oben wahrscheinlich ist. Umgekehrt für eine Divergenz Richtung Überhang für Shortpositionen.
Aktuell sehen wir eine leichte Divergenz für Long-Positionen. Wetten auf steigende Kurse nehmen also wieder zu. Ein Anzeichen also für einen Ausbruch nach oben?
Blaue Linie: Long Positionen
Gelbe Linie: Short Positionen
Wenn man sich den Crash im November 2018 anschaut, gab es bei den CME Longs und Shorts quasi gar keine große Differenz.
Nicht jede Kursbewegung ist manipuliert. Wenn man sich anschaut, dass in dem Zeitraum Longs und Shorts gleichermaßen angestiegen sind, kann man hier auch andere Rückschlüsse draus ziehen. Bspw. große Hedgingpositionen.