Dies ist eine Anmerkung zum gestrigen Beitrag: liebe Dich, denn so vieles von Dir passiert ohne Dein Wissen und ist nicht deine Schuld.
Was gestern sprach, war die Wahrheit. Die Wahrheit, die Schleier von Illusionen herunterreissen und das wahre Gesicht des Selbst uns seiner Tücken offenbaren kann. Der Schreck kann, wenn man wagt, hinzuschauen, grösser sein als beim Anblick des Teufels selbst. Ja, man kann ganz schön erschrecken ab der Wahrheit.
Dementsprechend erzähle ich heute über die Liebe. Denn die Liebe ist anders als die Wahrheit. Die Liebe kommt in schönsten Formen und Farben, versüsst den dunkelsten Tag und begleitet einem in schlimmsten Momenten, doch am Wichtigsten: sie bleibt an Deiner Seite, in Momenten, in denen nichts und niemand an Deiner Seite steht und Du, umgeben von Dunkelheit, in das unendliche Loch der Sinnlosigkeit fällst. Ja, wenn Du nicht mehr kannst, wenn Du einfach nicht mehr weiter weisst, die Liebe ist wie Luft dich all umgebend und liebt Dich, ist da, wenn Du nur zu ihr sprichst und sie in dein Herz lässt. Sie arbeitet mit der Wahrheit und kann grausamer sein als alles andere, doch niemals ist ihre Intention schlecht, denn sie ist jenseits von gut und böse, jenseits von Urteil, sie liebt um der Liebe Wille.
Während die Wahrheit alle Illusionen und Facetten wegbrennt, wird die Liebe Dich lehren, Dir selbst zu verzeihen für all den Schmerz, den Du Dir selbst zufügst, denn sie ist immer vergebend.
Du bist nicht Schuld. Wenn Du Dich umschaust und bewusst schaust, wie wir unsere Kinder erziehen, wird dir dies vielleicht klarer. Von früh auf werden wir er-zogen, was schon veraussagt, dass wir als kleine Wesen bereits in Richtungen gezogen werden, in die wir nicht gehen würden, wären wir frei. Und Ich finde Erziehung sehr wichtig, ja, dies soll keine Hasspredigt gegen Erziehung sein, im Gegenteil. Was ich sagen will, ist, dass wir als Kinder vielmehr die Anforderungen und Erwartungen unserer Eltern erlernen als wirklich auf eigene Faust das Leben kennenlernen und erkunden. Und dies hat einen Preis - wir lernen Strukturen und Programme, welche unsere Eltern unbewusst steuern. Die Eltern sind aber genauso nicht Schuld, wie Du es bist. Denn sie haben das Gleiche erlebt. Und hier der knallende Punkt: bis zum 7. Lebensjahr erlernen wir die Strukturen von unseren Nächsten, meistens also unsere Eltern. Wir erlernen ihre Erwartungen, Sorgen, Ängste, Ansichten und Glaubensmuster. Diese sinken, wie Steine, in unser Unbewusstsein und steuern uns von da an. Wie also können wir Schuld sein, wenn wir uns nach Mustern verhalten, die so tief in uns stecken, wir uns aber nicht an sie erinnern und uns nicht ihrer bewusst sind?
Und wie können wir Eltern die Schuld zuweisen, wenn sie nach solchen Mustern, welche in ihnen stecken und derer sie sich nicht bewusst sind, leben und erziehen? Genau, es ist eine eingewickelte Situation, in der niemand wirklich Schuld ist aber doch viele leiden.
Doch es gibt einen Ausweg. Und dafür brauchst Du nicht zwingend Behandlung, Therapie, Ayahuasca oder ein Guru. Nein, was Du wirklich brauchst, während Gurus und Therapien unterstützen können, ist eine innere Stärke und ein innerer, eiserner Wille zur Selbstliebe, die Du von aussen nicht gekriegt hast. Was du brauchst, ist ein Versprechen mit Dir selbst, dass Du, anstatt nach aussen schaust, in Dich schaust und mit harter Wahrheit erkennst, welche Prozesse und Glaubensmuster Dich steuern und von aussen "getriggert" werden und anschliessend mit unendlicher Liebe Dir selbst verzeihst für Deine Reaktionen auf diese Muster und Prozesse und Dich liebst, wenn Du wieder und wieder, reagierst.
Mit anderen Worten, liebe Dich! Liebe Dich, wenn Du versagst, faul bist, nicht lieben kannst, Schmerzen hast, die Welt zerstören willst. Liebe Dich, wenn niemand Dich versteht, wenn niemand da ist, liebe Dich wenn niemand sonst die Grösse und Stärke hat, Dich zu lieben!
Die Liebe kennt keinen Grund, sich zu offenbaren, die Liebe hat keine Entschuldigung, nicht anwesend zu sein. Die Liebe liebt um ihrer Selbst Willen, denn sie ist immer gebend, immer anwesend. Sie kennt kein Urteil, sie kennt keine Schuld - die Liebe ist der Wille, zu verzeihen und zu verstehen.
Ich habe heute Morgen beobachtet, wie ein Vater mit seinem Kind gespielt hat und mir mit Stolz erzählt hat, dass sie seit zwei Tagen nicht geweint hat. Sie ist zwei Jahre alt und lernt, wie es ist, wenn man nicht mehr in Kontrolle, nicht im Epizentrum ist. Wild, entschlossen, alles zu tun, um wieder zurück an den Ort zu gelangen, muss der Vater festhalten an seinem Standpunkt, damit das Kind lernt, nicht dem Ego die Macht zu geben. Diese Wahrheit schmerzt, denn das Ego wird nichts unversucht lassen, um nicht doch an die Macht zu kommen, sogar mit der Drohung des Todes. Doch wenn man durch diesen Schmerz, den das Ego verursacht, und mit Liebe dem Kind begegnet, erfährt es, dass es als Kind nicht schlecht ist und vor allem, dass es trotz allem liebenswert ist und egal in welcher Situation es sich befindet, liebenswert bleibt. Warum also nicht auch zu sich selber sein, wie man mit einem Kind ist? Hart, aber immer liebend und mitfühlend?
Denn so können wir alte Programme und Muster umändern und uns befreien davon, zu reagieren und stattdessen anfangen, zu agieren. Denn so erfährst auch Du, dass Du trotz aller Reaktionen und Missetaten Niemals der Liebe unwürdig sein kannst, denn sie urteilt nicht.
Um dies genauer zu erläutern, werde ich meine in zukünftigen Blogs meine persönliche Geschichte und Erfahrungen erzählen, damit Licht in vieler Menschen leben kommt, Licht und Liebe in viele alte Wunden fliessen kann.
Ich finde den Ansatz von Bruce Lipton, Wayne Dyer und Matt Kahn sehr hilfreich, wenn ich mich in Prozessen befinde. Während sie alle von diesen Glaubensmuster sprechen, so haben sie doch ganz individuelle Ansätze, damit umzugehen.
Finde, was für Dich am Besten passt und habe die Kraft, Dein Leben zu ändern!
Ich hoffe, diese Worte sind Balsam für die gestrigen.
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