Ich weiss nicht, wie viele einen Nutzgarten und Kleinvieh hatten, halte es aber für unwahrscheinlich, dass viele Familien sich damit ernähren konnten. Hier und da ein paar Stachelbeeren, Äpfel oder Karotten. Aber der Kaloriengrundstock kam durch Kartoffeln und Weizen.
Ich bin mit Selbstversorgern aufgewachsen (über die Hälfte des Lebens meiner Eltern und deren Verwandtschaft bestand aus Selbstversorgung). Ein Nutzgarten plus Kleinvieh ist definitiv etwas, das eine Familie ernähren kann.
Es ist allerdings nichts romantisch daran, genauso wenig aber ist es das Horror Leben.
Lange vor der Industrialisierung hat es Weizenanbau und Weizenmühlen gegeben. Der lokale Zugang zu Weizenmühlen war etwas ganz Normales, sogar zu Zeiten als diese bereits begonnen hatte. Mein Großvater hatte damals selbst eine Mühle in der Ukraine. Wegen der politischen Unruhen aber (wie immer), wurde er mit der Familie mit vorgehaltener Knarre vom eigenen Land vertrieben. Weil das gemeine Volk glaubte, in Zorn geraten zu müssen und diese Dummheit immer denen in die Hände spielt, die politische Ziele haben. Wenn nämlich der kleine Mann gegen den anderen kleinen Mann vorgeht und ihn für einen vom Feind hält.
Ich gebe nicht vor, zu wissen, in welchem Ausmaß die vorindustrielle Zeit für Hungerkatastrophen auslösend war. Man kann vieles lesen oder recherchieren, ob das einem ein Abbild der damaligen oder heutigen Wirklichkeit zeigt, wage ich zu bezweifeln. Ja, die Welt ist komplex. Man sucht sich letztlich immer aus, woran man glauben will.
RE: Warum Deflation besser wäre als Inflation / Why deflation would be better than inflation