Meine Frage war eher umgekehrt: warum sollte er nicht Fischer sein?
Was verstehst du unter einem "guten Unternehmer"?
Aus meiner Sicht kann jemand nur ein guter Unternehmer sein, wenn er von dem, was er unternimmt, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, etwas versteht und er nah an der Materie ist. Wie in diesem Beispiel Fischfang. Ein Mensch, der keine Ahnung von Fischfang hat und den die Materie auch nur insofern interessiert, als dass er größtmöglichen Profit bei seiner Unternehmung herausschlagen kann, ist aus meiner Sicht kein guter Unternehmer.
Um ein etwas moderneres Beispiel zu machen, wenn du heute ein guter Berater für ein Unternehmen sein willst, dann ist es Voraussetzung, dass du selbst reichlich Erfahrung und Fachkenntnisse in dem speziellen Metier hast, in dem du berätst.
Wenn das aktive Arbeiten mit den Gegebenheiten aber über mehrere Jahre nicht stattfindet, verliert selbst der beste Berater den Anschluss an die Veränderungen und seine Beratung verliert in diesem Maß an Qualität. Man kann nur für eine gewisse Zeit Theoretiker sein, bevor man wieder praktische Berufs- und Arbeitserfahrung sammeln muss. Die beste Arbeit liefern aus meiner Sicht Menschen, die dicht an dem dran sind, was sie tun und in positiv abhängigen Beziehungen zu den anderen Arbeitenden stehen.
Warum? Bei den Land Grants in den USA des 19. Jahrhunderts ging das.
Ich weiß nichts über Land Grants. Aber worauf ich hinaus wollte, war eher etwas Grundsätzlicheres. Ich unterschied zwischen Land "besetzen" und "besitzen". Es geht hier um die Vorstellung, wie einer allein ein Stück Boden besetzen soll, das über wenige Quadratmeter hinaus geht. Das kann er nicht, darin sind wir uns einig.
.. oder die Möglichkeit des Eigentümers, Bodyguards bzw. eine Privatarmee zu bezahlen, die sein Eigentum schützt.
Richtig. Der Einsatz von Sicherheitskräften, die im Falle des verbotenen Eindringens beispielsweise den Eindringling hinauswerfen können, sind ja durch das Gesetz (Eintrag Grundbuch) geschützt, also eine Konsequenz der Legalmachung von Eigentum.
Ein ganz anderes Szenario ist beispielsweise, wenn jemand auf einem Stück Land, welches jemand anderem gehört, es schafft, über Jahre unbemerkt dort zu wohnen. Er wäre ein illegitimer Landbesetzer, aber wenn ich mich nicht irre, gibt es da mögliche Ausnahmen, die dem vormaligen Besetzer durch Gewohnheitsrecht ggf. billigen, zu bleiben. Und wo der eigentliche Grundbesitzer es versäumt hat, auf seinen Grund und Boden aufzupassen. Ein Richter könnte beispielsweise sagen: Wenn es dir über einen derartig langen Zeitraum egal war, deinen Landsitz zu überwachen und du hast nicht mal gemerkt, dass jemand anderes sich dort dauerhaft niederließ, kannst du jetzt nicht plötzlich kommen und die Situation ungeschehen machen. Ihr beide müsst jetzt miteinander verhandeln.
Ich denke, dass genau solche Situationen entstehen dürfen sollten. Jedes Gesetz hat immer Lücken und sollte aus meiner Sicht auch nicht als absolut gelten.
RE: Warum Deflation besser wäre als Inflation / Why deflation would be better than inflation