So liebe Steemians, da bin ich nun.
Endlich habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Schon seit längerer Zeit befasse ich mich mit Steemit und bin sehr erfreut auf so ein umfangreiches Angebot, spannende Berichte und ebenso interessante Menschen zu treffen. Ich habe wirklich Bock ein Teil dieses bunten Haufens zu sein und mit meinem Mitwirken diese Community zu bereichern.
Doch aller Anfang ist schwer, jedenfalls habe ich es mir unnötig schwer gemacht. So wie eine Raupe, die in ihrem Cocoon Schutz sucht und auf die geeignete Gelegenheit wartet, als wunderschöner Schmetterling die grosse weite Welt zu erobern. So verstrich bei mir die Zeit, ohne dass ich etwas auf Steemit veröffentlichen konnte. Ich wollte euch nicht langweilen und hatte zudem den Anspruch einen guten Start hinzulegen, also ein interessantes Intro zu schreiben. Ich schrieb Texte um sie im selben Moment wieder zu verwerfen. Mein eigener Perfektionismus stand mir im Weg und ärgerte und quälte mich zunehmend. An kreative Ideen über was ich schreiben wollte, fehlte es ja nicht, im Gegenteil, meine Interessen sind breit gefächert und geben genug Stoff für einige Beiträge.
„Wo ist mein Mut und das Selbstvertrauen geblieben?“
Gestern dann, bei einem weiteren mal rumstöbern in Steemit stiess ich auf den letzten Beitrag von @kizumo. Ein sehr sympathischer und ehrlicher Bericht, so menschlich und ermutigend, dass ich mich im selben Moment entschloss doch endlich den längst hinfälligen Schritt zu wagen und endlich aus diesem Cocoon aus zu schlüpfen, der langsam aber sicher ganz schön eng wurde. Für diese Starthilfe ein grosses Dankeschön an
@kizumo. Ich habe mich entschieden, dass mein erster Beitrag nicht das klassische Introduceyouself sein muss, das wird zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich noch erscheinen.
Dieses mal zeige ich euch eine eigens gestaltete Fotocollage zu diesem schönen poetischen Liedtext, den ich euch nicht vorenthalten wollte. Er stammt aus der Feder von Carlos Karger, Gründungsmitglied der deutschen Rockband „Novalis.“ Er schrieb 1973 diesen Songtext in Reminiszenz an den Schriftsteller und Philosoph Novalis (1772-1801) als Interpretation dessen Gedichtes „Es färbte sich die Wiese grün.“ Diese Lyrik begleitet mich schon sehr lange in meinem Leben und fand sie sehr passend zu meinem Steemit Schlupfprozess.
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken
der wird im Mondschein, ungestört
von Furcht die Nacht entdecken.
Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.
Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er, was die anderen
und er noch lernen müssen.
Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört
von Furcht sich selbst entdecken.
Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt
nimmt er gelassen auf.
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein, ungestört
Von Furcht die Nacht entdecken.
Wer mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine Erben.
Carlo Karges (1951-2002)
Schöne Festtage und bis bald
Crypto-Pixie