Wie Ihr wisst, arbeite ich mit Menschen, gleich welche Probleme sie haben, mit COBIMAX, der mentalen Therapieform zur Aktivierung ihrer Selbstheilungskräfte.
Heute möchte ich Euch von einem Fall erzählen.
Angst und Panik haben viele Gesichter, manche Menschen haben wirklich Grund dazu, andere schaukeln sich hoch, da wird eine Maus zum Elefanten. Aber beurteilt selbst, zu
welcher Sorte meine Geschichte gehört.
Meine Klientin sitzt vor mir:
„Seit Wochen kann ich nachts nicht mehr schlafen, zucke bei jedem Geräusch zusammen, getraue mich kaum noch aus dem Haus und schaue dreimal, ob alle Türen und Fenster verriegelt sind.“
Man sieht ihr die Angst an.
Auf meine Frage, wann diese Angst angefangen hat, erzählt sie mir folgende Geschichte:
„Es war im Herbst, Nebelschwaden zogen durch den Wald.
Die Luft war frisch und ich freute mich, wie jeden Samstag Nachmittag, durch das gefallene Laub auf dem Weg entlang der Berge zu stapfen. Keine Menschenseele war unterwegs. So ab und zu flog ein Vogel hoch und ich schaute ihm nach. Es raschelte im Laub und eine kleine Maus wuselte den Hang hinauf.
In Gedanken versunken lief ich mal schneller, mal langsamer, gerade wie es zu meiner Stimmung passte.
Ich genoss die Stille, die manchmal von einem Eichelhäher unterbrochen wurde.
Plötzlich hörte ich hinter mir ein Rascheln, ein Schlurfen, so als käme jemand hinter mir her. Ich blieb stehen, drehte mich um, um denjenigen vorbei zu lassen, doch niemand war da.
Schnell ging ich weiter.
Es begegnete mir keine Menschenseele.
Da war es wieder, das Rascheln, das Schlurfen!!!!
Langsam stiegen mir die Nackenhaare hoch.
Könnte es sein, dass mir jemand folgte? Mich erschrecken wollte - oder sogar schlimmer?????
Panik stieg in mir hoch. Ich lief schneller und schneller. Die schlimmsten Gedanken stiegen in mir hoch. Angst machte sich breit.
Dann fasste ich allen Mut zusammen und blieb stehen und drehte mich ganz schnell um! Wieder war niemand zu sehen!
Ich lief so schnell ich konnte, den Weg weiter, immer lauschend und in der ständigen Erwartung, jetzt mit einem Knüppel einen Schlag auf den Kopf zu bekommen.
Mein Nacken verspannte sich total, mein Schädel fing an zu brummen und mein Herz schlug bis zum Hals. Ich konnte nicht mehr und verlangsamte mein Tempo.
Wieder war das Rascheln und Schlurfen hinter mir zu hören. Ich war kurz vorm Schreien, als ich vor mir eine Gruppe Wanderer entdeckte, die mir entgegenkamen.
Erleichterung machte sich breit, der Körper entspannte sich und ich lief tapfer weiter.
Endlich auf dem Waldparkplatz angekommen, stieg ich schnell in mein Auto, verriegelte die Türen, startete und fuhr los, ohne mich umzuschauen.
Noch nächtelang träumte ich vom Verfolgtwerden und konnte im Traum nicht rennen.
Schweißgebadet wachte ich auf und konnte nicht mehr einschlafen. Eine schlimme Zeit!“
Dieses Erlebnis hatte zur Folge, dass meine Klientin diesen wunderschönen Weg nicht mehr alleine ging. Und nun hatte sich das ausgeweitet, dass sie nachts nicht mehr schlief.
Nach einigen Sitzungen fühlte sie sich freier, konnte wieder schlafen, ging aber nicht mehr alleine in den Wald.
Wochen später hatte ich Besuch von einem Freund, der mir folgendes Erlebnis erzählte:
„Es war Herbst, Nebelschwaden zogen durch den Wald.
Die Luft war frisch und ich freute mich, wie jeden Samstag Nachmittag, durch das gefallene Laub auf dem Weg entlang der Berge zu stapfen. Keine Menschenseele war unterwegs. So ab und zu flog ein Vogel hoch und ich schaute ihm nach. Es raschelte im Laub und eine kleine Maus wuselte den Hang hinauf.
In Gedanken versunken lief ich mal schneller, mal langsamer, gerade wie es zu meiner Stimmung passte.
Ich genoss die Stille, die manchmal von einem Eichelhäher unterbrochen wurde.
Da sah ich vor mir eine Frau, die in die gleiche Richtung lief, wie ich. Ich beeilte mich, um sie zu überholen, aber als schien sie mein Vorhaben zu ahnen, legte sie einen Schritt zu. Jetzt war sie mir zu schnell und ich lief wieder langsamer.
Sie verschwand hinter der Wegbiegung und ich überlegte, wie ich sie am besten überholen könnte.
Wieder lief ich schneller, aber sie schien jedes Mal meine Gedanken zu erahnen und lief ihrerseits wieder schneller.
Meine Überlegungen gingen soweit, dass ich fragte, wer um alles in der Welt kann Gedanken lesen??? Gibt es das wirklich? Mir wurde richtig mulmig im Bauch.
Nach einigen Anstrengungen, schneller zu sein als sie, gab ich es schließlich auf und sah dann, wie sie in einem Auto davonfuhr.“
Soweit seine Geschichte.
Ich werde die beiden miteinander bekannt machen ...
Mehr @cobimaexchen