Review: Moscow Death Brigade - Boltcutter
Für diejenigen die mit MDB noch nicht viel anfangen können hier ersteinmal ein kurzer Einblick über die Gründung und die bisherige musikalische Richtung der Band.
Gegründet im Jahr 2007 (damals noch unter dem Namen: Hoods Up 495), wurden sie von vielen verschiedenen Musikstilen geprägt doch überwiegen Punk und Hip-Hop Einflüsse.
Die Band zählt sich selbst zur russischen linksradikalen Bewegung und ein Großteil der Texte handelt auch von eben diesen Themen.
Die ersten Veröffentlichungen hatten einen starken Hip-Hop Charakter doch fanden sich auch immer wieder Tracks die gitarrenlastigen Sound hatten und Metalriffs oder ähnliches beinhalteten (z.B. Vikings Life, One for the Skimask oder Papers Please) Dieser Crossoverstil den die Band selbst als CirclePit Hip-Hop bezeichnet war meines erachtens auschlaggebend für den, im Anschluß an die erste EP Hoods Up, zu verzeichneten Erfolg der Band.
Knapp vier Jahre nach Veröffentlichung der Hoods Up EP beglückt uns die Kombo aus dem kalten Moskau uns mit einem neuen Album, zu dem ich Euch nun meine bescheidene aber auch subjektive Meinung mitteilen werde.
Als das neue Album am Freitag den 26.01.2018 auf den Markt kam, war klar das ich auf dem Weg zur Arbeit nichts anderes hören werde, hatte ich mich schon seit Bekanntgabe des VÖ Termins auf dieses Album gefreut.
Gesagt, getan: Kopfhörer auf, Spotify an und rein ins Vergnügen.
Doch dann kam es anders als gedacht.
Durch den letzten veröffentlichten Song "Brother and Sisterhood" hatte ich schon so ein Gefühl, dass das neue Album eher einen Schwerpunkt auf elektronischen Einflüssen haben wird doch was dann kam enttäuschte mich an diesem Tag.
"Nicht ein Gitarrentrack?!? Ernsthaft?!?"
( man muss dazu sagen, dass sehrwohl zwei gitarrenlastige Songs auf dem Album sind, diese aber als Bonustracks deklariert sind und schon lange vorher veröffentlicht wurden)
Ja, ernsthaft! Es ist nicht ein Lied auf dem Album was an die oben genannten (Vikings Life, Papers Please) erinnert.
Das Album ist durchgehend mit Sounds die an eine holländische Hardcoreparty erinnern gespickt in Kombination mit drückenden Drum n Bass Passagen.
Die Raps der Künstler sind zwar wie zu erwarten gut und so aggresiv und mächtig wie zuvor, doch hat das Soundbild mich doch etwas enttäuscht und für win kurzes Achselzucken gesorgt, gefolgt von mehrmaligem skippen um zu sehen ob ich nicht doch einen Track übersehen hatte. Hatte ich nicht.
Nun ca. zwei Wochen nach erscheinen des Albums und nach mehrmaligem hören muss ich sagen, dass ich zwar immernoch begeisterter vom "alten" Sound bin aber dennoch den ein oder anderen Track zu schätzen weiß und MDB bestimmt nicht zum letzten mal gehört habe.
Wie siehts bei Euch aus?
Kennt Ihr die Band, habt Ihr eine andere Meinung?
Ich würde mich freuen von Euch zu hören.
MDB on youtube:
https://m.youtube.com/channel/UCAfGtdCaCuI6nLvXkDjYZfA