Ich quasi zu einer Existenz als subjektiver Empfänger von Wirklichkeit verdammt bin.
Das ist ja noch ein anderer Faktor, der die Sache nicht grade einfacher macht. Selbst das, was man mit eigenen Augen sieht und erlebt ist nicht notwendigerweise die objektive Wahrheit. Aber daran läßt sich nichts ändern - "wahrer" geht es nun mal nicht.
Jemand, der auf einer kleinen Insel lebt und denkt, das wäre die gesamte Welt, kann dort nicht allein sein Leben lang leben...
Er muß ja auch nicht allein dort leben. Seine Erfahrungen bleiben aber trotzdem auf die Insel beschränkt. So mag er vieleicht annehmen das es auf der ganzen Welt schön warm ist und die Wälder aus Palmen bestehen, und damit glücklich sein. Wahr ist es trotzdem nicht.
Wohl aber ist es von Vorteil, Besuch aus der Welt zu erhalten und die mitgebrachten Geschichten...
Hier sind wir aber dann wieder bei der Wahrheitsproblematik. Genau das passiert mit uns ja ständig - Leute von anderswo her erzählen uns irgendwelche Stories, die wir nicht wirklich verifizieren können.
Wer eine eher isolierte Gemeinschaft zu ihrem Glück zwingen will...
Sowas ist sicher suboptimal, trotzdem wird es wohl oft nicht anders gehen. Denn wie Du selbst sagst, irgendwann gibt es immer mal Kontakt mit der Außenwelt. Und dann ist Nichtwissen ein schwerer Nachteil. Dafür gibt es ja auch genug Beispiele in der Geschichte.
Man muß sich wohl eingestehen, das das Leben - der Verlauf der Geschichte und das Schicksal der Menschen darin - nicht von Natur aus einen auf Glücklichsein gerichteten Kurs nimmt. Ist schön sich das Gegenteil vorzustellen, aber nicht realistisch.
RE: Das Dilemma heutiger Wissenschaft