Hallo meine lieben Leser,
eines der Themen die mich bis heute beschäftigen, ist diese Frage. Warum stellen wir sie Kindern und warum kommen Kinder vielleicht nicht immer mit dieser Frage zu recht? Mir wurde diese Frage nicht oft gestellt und die wenigen Male haben mich gelehrt, zu lügen. Denn ich wusste nichts, mit dieser Frage anzustellen. Was will ich werden, wenn ich groß bin? Selbst in der Ausbildung zum Kaufmann, habe ich mich das noch gefragt. Warum eigentlich? Bin ich nicht schon etwas gewesen, als ich klein war? Ist mein Beruf alles was zählt?
Wenn wir Kindern diese Frage stellen, geht ihnen so einiges im Kopf herum dabei. Das kann man auch merken. Sie müssen überlegen und sich etwas "ausmalen", um eine zufriedenstellende Antwort zu geben. Denn das ist der Vorrang für sie, bei so einer Frage. Die richtige Antwort zu geben. Seinem Gegenüber, dem Großen zu "gefallen". Dabei steht aber im Raume, das es nicht natürlich ist für uns, uns etwas vorzustellen, das nicht im geringsten absehbar ist. Hier im Kryptomarkt würden wir das Spekulation nennen... Ein Kind soll auf eine Frage antworten, die es nicht beantworten kann. Denn wie wir wissen, kommt es immer anders und zweitens als man denkt.
Mir wurde vielleicht auch wegen solch frühen Überlegungen und den daraus resultierenden Verhaltensweisen also eher gesagt, das aus mir mal etwas wird. Das wurde mir sehr oft gesagt. Nun, was ist denn aus mir geworden? Ich bin Krank, sowohl im Kopf, als auch im Körper. Ich habe den Anschluss schon verpasst, als ich noch die Hoffnung und die Kraft dafür hatte, das nicht zu tun. Es war also viel Zeit die ich "verschwendet" habe, mit dieser Frage. Denn ich kann sie heute noch nicht beantworten. Was bin ich denn heute? Ein halbwegs belesener und erfahrener Mensch, dem all das "nicht´s" bringt. Ich habe es nicht geschafft, einen Platz für mich zu finden. Bin ein "Außenseiter" geworden, weil mir die Kraft ausgegangen ist, so zu tun als ob...
Inzwischen versuche ich seit einigen Jahren daraus einen Nutzen zu ziehen und es gelingt mir nur schwerlich. Ich habe ein übles Problem mit Geld und Werten entwickelt. Das geht seit ich 17 Jahre alt bin so. Ich habe es registriert und beobachtet, so gut ich konnte und jetzt schreibe ich darüber, um es "heraus" zu lassen. Ich glaube das es nicht gut ist, wie wir uns gegenseitig von Kind auf unter Druck setzen. Alleine das Thema Berufswahl scheint in Zeiten, in welchen es nicht mehr darauf anzukommen scheint, was man macht, sondern wie "erfolgreich" man damit ist, eine seltsame Rolle zu spielen. Heute ist es "Normal", sich auf allerlei Wegen sein täglich Brot zu "verdienen" und ich mag offen sprechen, das mir das meiste davon nicht gefällt. So ganz und gar nicht. Egal wohin ich sehe und das nicht erst seit gestern, sehe ich ein System, das mich nicht leben lässt. Es lässt mich überleben.
Die Menschen in meiner Vergangenheit und auch jetzt in der Gegenwart, sind mir so oft wohl gesinnt, das es sich mit diesem System widerspricht. Vielleicht gehe ich nämlich längst meiner Berufung nach... Menschen Aufmerksamer zu machen zum Beispiel. Berufsbezeichnung? Unklar. Aber es kostet wie alle Tätigkeiten Energie und Kraft, die ich in diesem System zurückfordern müsste, um damit Leben zu können. Ich habe aber ein Problem, etwas zu nehmen... genauso mit dem geben. Meistens bin ich mir selbst so Egal, wie es anderen scheint, das sie es für mich wären. Das soll nicht entschuldigen, sondern nur erklären, das ich es nicht mit "Absicht" mache.
Ich habe mich gehütet, mit einer Ausnahme, diese Frage einem Kind zu stellen. Mir hat nicht gefallen, was ich als Erwachsener gesehen habe an Reaktionen und meine eigenen Reaktionen als Kind wurden dadurch nur bestätigt. Lasst uns Kinder weniger Fragen, was sie werden wollen.
Vielmehr sollten wir ihnen sagen, was sie bereits sind...
Danke Euch für das Lesen und Schreiben hier, ihr seid mein Anker. Ein besonderes Dankeschön geht an Lisa @satifee für ihre Geduld und Zuwendung, mir in meinen übelsten Stunden zu helfen.
Liebe Grüße und gute Tage, angenehme Nächte seinen Euch gewünscht.
Alucian